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Foto-Fakten

Die skurrilsten Anekdoten über die Fotografie

Die skurrilsten Anekdoten über die Fotografie

Spätestens seit dem Siegeszug von Digitalkameras und Smartphones erlebt das Fotografieren einen neuen Boom. Doch die erstaunlichsten Fakten, skurrilsten Rekorde und verrücktesten Geschichten aus der langen Historie der Fotografie kennt kaum jemand.
  • Imago/UPI Photo

    Imago/UPI Photo

    Ob es Leben auf dem Mars gibt, bleibt abzuwarten. Eins ist dagegen sicher: Es gibt Fotoapparate auf dem Mond - und zwar zwölf Stück der renommierten Marke Hasselblad. Die Geschichte ist kurios, die Erklärung aber recht banal: Die Astronauten, die den Mond besuchten, durften nur eine begrenzte Menge Gewicht wieder mit zurück nehmen. Vor die Wahl gestellt, Mondgestein einzupacken oder ihre Kameras zu retten, entschieden sie sich für die Souvenirs vom Erdtrabanten. Im Verlauf diverser Mondmissionen sammelten sich so insgesamt ein Dutzend zurückgelassener Kameras an. Erfreulicherweise vergaßen die Astronauten nie, vorher noch die Filme herauszunehmen.

  • Imago/Stefan M. Prager

    Imago/Stefan M. Prager

    Entweder ist Andreas Gursky ein wahnsinnig guter Geschäftsmann oder ein wahnsinnig guter Fotograf. Fest steht: Das Bild hinter ihm, welches nichts weiter zeigt als ein bisschen Fluss, Wiese und Himmel, wurde 2011 für 4,3 Millionen US-Dollar in New York verkauft. Das macht das Werk des deutschen Fotografen zum teuersten Foto der Welt. Es trägt den Titel „Rhein II“.

  • Wo landen die Fotos aus aller Welt?

    Imago/Jochen Tack

    Selfies, Schnappschüsse, wohlüberlegte Bildkompositionen: Weltweit entstehen täglich Millionen von Fotos und werden im Internet geteilt. Die meisten davon landen bei Facebook. 145 Milliarden neue Bilder sammeln sich dort pro Jahr an. Auf Platz Zwei liegt die Fotochat-App Snapchat mit 100 Milliarden Fotos jährlich. Google+ folgt mit 80 Milliarden, Instagram kommt auf immerhin 21 Milliarden Fotos pro Jahr.

  • Nur nicht den Kopf verlieren!

    Filmszene „Sleepy Hollow“, Imago/United Archives

    Nichts ist kurzlebiger als der Internet-Trend von heute. Das gilt nicht nur fürs Planking (Fotos von Menschen, die an absurdesten Stellen herumliegen) oder für die Ice Bucket Challenge, sondern auch für den ebenso vergessenen Hype namens Horsemanning. In Anspielung auf die Legende vom kopflosen Reiter kursierten vor einigen Jahren Spaßfotos von scheinbar Kopflosen im Web. Kaum zu glauben, aber die Grundidee für diese makabren Scherze sind bereits Jahrhunderte alt! Schon im viktorianischen Zeitalter fand man es extrem komisch, die Köpfe von fotografierten Menschen aus dem Bild zu entfernen – im 19. Jahrhundert natürlich noch nicht per Photoshop, sondern mit Hilfe von handwerklich erstellten Collagen.

  • Das älteste Foto der Welt

    Wikimedia Commons (Public Domain)

    Man braucht viel Fantasie, um auf diesem Bild irgendetwas erkennen zu können. Historisch wertvoll ist es dennoch. Es handelt sich um das älteste erhaltene Foto der Geschichte . Der Titel: „View from the Window at Le Gras“. Der Fotograf Nicéphore Niépce musste für die 1826 entstandene Aufnahme seines Arbeitszimmers acht Stunden belichten.

  • Das erste Foto im Web

    Silvano de Gennaro. Photo provided by the copyright owner

    Das allererste Foto, das im Internet zu sehen war, zeigt vier Damen in schicker Abendgarderobe. Darüber prangt der Schriftzug „Les Horribles Cernettes“. Hochgeladen hat es der Italiener Silvano De Gennaro 1992 am Forschungsinstitut Cern in Genf, das für seinen Teilchenbeschleuniger weltbekannt wurde. Das Band-Foto zeigt Wissenschaftlerinnen des Instituts, die als Hobby auch musizierten. Ihr musikalischer Ruhm beschränkte sich auf die Kollegen, ihr Foto dagegen ging um die Welt.

  • Warum können Kameras nur eine halbe Stunde filmen?

    Imago/Westend61

    Moderne Digi-Cams ersetzen immer öfter eine Videokamera, weil sie Fotos und Filme machen können. Auffällig ist allerdings: Kaum eine in Europa verkaufte Fotokamera kann mehr als exakt 29:59 Minuten Film am Stück aufnehmen. Der Grund scheint absurd: Ab einer halben Stunde möglicher Filmaufnahme gilt ein Fotoapparat als Camcorder. Die Einstufung in diese Kategorie der Unterhaltungselektronik würde aber höhere Einfuhrzölle mit sich ziehen. Um diese zu sparen, bauen die Hersteller daher eine Schranke vor die Grenze der Aufnahmezeit.

  • Inselbegabung

    Imago/Blickwinkel

    In ihrer Heimat gelten sie als etwas steif, doch kaum verlassen sie ihre Insel, verwandeln sich Briten in Partymonster – so zumindest das Klischee, an dem englische Urlauber nicht ganz unschuldig sind. Diese Vorurteile werden untermauert von einer Umfrage unter Briten. Im Durchschnitt gaben die befragten Engländer an, auf 76 Prozent aller Facebook-Fotos, auf denen sie markiert wurden, betrunken zu sein.

  • Die größte Kamera-Sammlung

    Imago/Waldmüller

    Der größte Foto-Enthusiast der Welt? Wenn es um Sammelleidenschaft geht, hat der Inder Dilish Parekh die Nase vorn. Rund 4.425 Kameras sind in seinem Besitz, darunter auch unzählige Schätze von historischer Bedeutung, um die ihn jedes Museum beneiden würde. Dass der indische Journalist die größte Sammlung fotografischer Schmuckstücke besitzt, wurde sogar vom Guinnessbuch der Rekorde bestätigt.

  • Eine Kamera namens Auge

    Imago/McPhoto

    Das menschliche Auge speichert seine Bilder direkt auf der Festplatte Gehirn. Auch in anderer Hinsicht arbeiten unsere Augen wie Kameras. Die Iris ist vergleichbar mit der Blende eines Fotoapparats. Beide steuern die einfallende Lichtmenge. Die Iris vergrößert oder verkleinert je nach Lichteinfall den Durchmesser der Pupille, der Fotograf steuert dies dagegen mit der Blendenöffnung. Rechnet man unsere Sichtweise um auf die maximale Blendenöffnung einer Kamera, sehen wir mit einer Blendenzahl zwischen etwa f/2.1 im Dunkeln und f/8.3 in sehr hellem Licht. „Ein Standard-Objektiv, mit dem man auch Zoomen kann, ist lichtschwächer und deckt durchschnittlich ein Spektrum zwischen f/2,8 bis f/4,0 ab“, sagt Foto-Experte Ralf Vielberth von Foto Dinkel in München. Um eine mit dem Auge vergleichbare Leistung mit einer Kamera zu erzielen, braucht ein Fotograf mehrere Wechselobjektive, die er je nach Lichtsituation austauschen muss. Es gibt zwar auch Objektive, die lichtstärker sind als das Auge, doch das hat seinen Preis: Als Klassenbester gilt das Leica Noctilux mit einer Lichtstärke von f/0,95 – für rund 9.000 Euro.

  • Scharfer Blick

    Michael Eichhammer

    In einem Punkt kann derzeit noch keine Kamera mit dem menschlichen Auge mithalten: „Die Auflösung von umgerechnet 575 Megapixel“, erklärt Ralf Vielberth. Zum Vergleich: Kameras von Canon oder Nikon liegen bei 36 bis 50 Megapixel. Ein weiterer Unterschied zwischen technischem und biologischem Auge: Mit der Kamera können wir festlegen, ob alles scharf ist oder nur der Vorder- oder Hintergrund. Das Auge dagegen fokussiert nonstop, so dass alles immer gleich scharf erscheint.

  • Imago/Olive Images

    Imago/Olive Images

    Auf den offiziellen Bildern sehen Stars makellos aus. Paparazzi dagegen sind zuständig für die schmutzige Seite des Showgeschäfts und machen die Fotos der Stars, welche diese als ganz normale Menschen entlarven. Aber woher haben die Privatdetektive unter den Fotografen ihren Spitznamen? Es handelt sich um eine Hommage an den Kultfilm „Das süße Leben“ aus dem Jahr 1960. Regisseur Frederico Fellini zeigt darin einen aufdringlichen Pressefotografen. Sein Nachname: Paparazzo. Der Plural Paparazzi wurde zum Synonym für skrupellose Fotojäger aus der Boulevardpresse.

  • Filme entwickeln mit Urin oder Bier?

    Imago/Stefan M Prager

    Früher wurden Fotos aufwendig in Dunkelkammern entwickelt. In den Zeiten der Digitalfotografie ist das komplexe Verfahren selbst unter Profis selten geworden. Im Entwicklerbad baden die Bilder in speziellen Fotochemikalien, um sie sichtbar zu machen. Doch haben Fotografen mit Pioniergeist äußerst bizarre Alternativen erforscht, um Fotos zu entwickeln. Diesem fragwürdigen Forscherdrang verdanken wir die Erkenntnis, dass selbst Flüssigkeiten wie Bier, Wein, Kaffee und Urin dazu geeignet sind.

  • Die teuerste Kamera der Welt

    Imago/Suedraumfoto

    Leica-Kameras genießen unter Liebhabern einen exzellenten Ruf. Doch 1,8 Millionen Dollar sind dennoch ein wenig hochpreisig. Im Laden gibt es das Luxus-Modell nicht. Vielmehr handelt es sich um ein Einzelstück. Entworfen wurde es von Jonathan Ive und Marc Newson, auch bekannt als die Design-Masterminds bei Apple. Versteigert wurde das gute Stück beim Auktionshaus Sotheby’s.

  • Augen, die die Welt bewegten

    Imago/ITAR-TASS

    Kaum ein anderes Foto hat sich derart in das kollektive Bewusstsein der Welt eingebrannt wie das Porträt eines afghanischen Flüchtlingsmädchens, welches 1985 auf dem Cover der Zeitschrift National Geographic zu sehen war. Der Fotograf Steve McCurry (Vordergrund) verriet, dass das weltberühmte Bild fast unbekannt geblieben wäre: Der Fotoredakteur bevorzugte eine andere Aufnahme, doch der Chefredakteur hatte in letzter Minute sein Veto eingelegt.

  • Die erste Digitalkamera

    dgph.de

    Seine Erfindung revolutionierte später die Welt, doch 1975 war Steven J. Sasson ein verkanntes Genie. Als er im Alter von 25 Jahren die erste Digitalkamera entwickelt hatte, wollte niemand sein Gerät haben. Dass damals noch niemand das Potenzial dieser Idee erkannte, kann man den Firmen, die Sassons Produkt ablehnten, nicht verdenken: Die erste Digicam wog stolze vier Kilogramm. Die maximale Auflösung lag bei 0,01 Megapixel (100 × 100 Pixel). Um ein Bild zu speichern, musste der Prototyp 23 Sekunden rechnen. Zu späten Ehren kam der Pionier dennoch: 2008 erhielt Sasson für seine revolutionäre Innovation den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

  • Seltsame Blüten der Fotokunst

    Imago/Imagebroker

    Bizarr waren in der Pionierzeit der Fotografie nicht nur die Apparate (siehe Foto), sondern auch, was auf den Bildern zu sehen war. Unter anderem Menschen, die man vergeblich unter Tüchern zu verstecken versuchte. Es klingt bizarr, aber in der viktorianischen Ära, in welcher die Fotografie zur Blüte reifte, gab es jede Menge Fotos von Kindern, hinter denen Erwachsene verhüllt unter Tüchern und Decken saßen. Es handelte sich dabei um die Eltern der Kinder. Damit diese bei den damals notwendigen langen Belichtungszeiten ruhig blieben, sollten die Erziehungsberechtigten ihnen Geborgenheit geben, aber nicht im Bild auftauchen. Guter Gedanke, doch in der Praxis sehen die Bilder aus, als hätten sich die Eltern an Halloween als Geister verkleidet.

  • Ich sehe tote Menschen!

    Szenenfoto „Immer Ärger mit Bernie“, Imago/United Archives

    Im Film „Immer Ärger mit Bernie“ (Foto) versuchen die Protagonisten, den Anschein zu erwecken, ein Verstorbener weile noch unter den Lebenden. Die Wirklichkeit Ende des 19. Jahrhunderts war noch merkwürdiger als die Fantasie von Drehbuchautoren. Und wirklich unheimlich: Ende des 19. Jahrhunderts war es in der britischen Mittelschicht beliebt, Fotos mit Verstorbenen im familiären Kreis zu machen – und zwar aufrecht positioniert und mit offenen Augen, damit die Illusion entstand, der Tote wäre noch quicklebendig. Es handelte sich dabei allerdings nicht um einen makabren Scherz, sondern um einen aus heutiger Sicht merkwürdigen Versuch der Trauerarbeit der Angehörigen.

  • Todesursache: Selfie

    Imago/Westend61

    Das Selfies für Unbeteiligte nervig sein können, ist nichts Neues. Dass Selfies aber für die Beteiligten tödlich enden können, ist dagegen eine unterschätzte Gefahr. Eine Mischung aus Pech und Leichtsinn führt hin und wieder zum Exitus durch Smartphones. So starb im August 2014 ein junger Mann, weil er sich beim Versuch, ein Selbstporträt mit Pistole in der Hand zu knipsen, mit seiner Requisite erschoss. Ein 21-jähriger Indonesier stürzte auf der Suche nach einer fotogenen Stelle in einen Krater, eine 18-jährige Rumänin starb beim Berühren einer Stromleitung auf einem Zugdach, als sie für ihre Facebook-Seite das „ultimative Selfie“ schießen wollte. Im April 2014 starb eine 32-Jährige bei einem Autounfall, da sie sich mehr aufs Handy als auf die Straße konzentrierte. Im Januar 2015 sprengten sich zwei junge Männer im Ural in die Luft, die ein Selfie mit gezogener Handgranate machen wollten. Auch wenn solche Tragödien selten vorkommen: Statistisch sind sie wahrscheinlicher, als von einem Hai gebissen zu werden.

  • Digitale Kameras, aber Offline-Fotos?

    Imago/Westend61

    Auch wenn wir im digitalen Zeitalter leben und die Ära der analogen Fotografie vorbei ist: In einem Punkt bleiben die meisten Menschen gern altmodisch. Das beweist eine Studie, die im Auftrag von Kodak Alaris das Nutzerverhalten in Westeuropa untersuchte. Auch wenn Facebook-User einen anderen Eindruck haben könnten: Zwei Drittel aller Menschen teilen ihre Fotos lieber offline. Im wahrsten Sinne aus erster Hand, indem sie das Foto direkt aus der Kamera, dem Handy oder auf dem Laptop zeigen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man verliert nicht die Kontrolle darüber, wer die Fotos sehen kann. 41 Prozent verschicken Bilder lieber per E-Mail, anstatt sie in den sozialen Netzwerken zu präsentieren. Ebenfalls noch vor Facebook und Co liegt die Nutzung in Form von ausgedruckten Fotos (26 Prozent) und Handy-Sofortnachrichten (20 Prozent). Lediglich 20 Prozent der Menschen teilen den Großteil ihrer Bilder über soziale Netzwerke.

  • Hat jeder Mensch die gleiche Schokoladenseite?

    Imago/Imagebroker/Begsteiger

    Viele Leute glauben, sie haben eine Schokoladenseite. Welche Gesichtshälfte man eher der Kamera zuwendet, um auf Fotos möglichst vorteilhaft zu wirken, ist eine individuelle Entscheidung. Zumindest bisher. Eine US-amerikanische Studie aber könnte dieses Menschenbild erschüttern. Die Forscher Kelsey Blackburn und James Schrillo von der Wake Forest University in North Carolina fanden heraus, dass die linke Gesichtsseite eines Menschen tendenziell als die attraktivere empfunden wird. Warum das so ist, bleibt Interpretationssache. Die Theorie der beiden Wissenschaftler: Auf der linken Seite des Gesichts zeigen Menschen meist stärkere emotionale Regungen in ihrer Mimik, was für den Betrachter unbewusst interessanter zu beobachten sein könnte. Apropos unbewusst: Maler scheinen diese Tatsache seit jeher intuitiv erkannt zu haben, denn Porträts betonen oft die linke Gesichtsseite.

  • Angst vor dem Datenverlust

    Imago/Westend61

    Manche Fotos haben einen unbezahlbaren Wert für ihre Besitzer. Entsprechend groß ist die Angst vor dem Verlust der Daten. Zu Recht: Ein heruntergefallenes Handy oder eine kaputte Laptop-Festplatte kann wertvolle Momente für immer zerstören. Die Cloud als Speicher ist zwar eine Alternative, jedoch gefällt vielen Usern der Gedanke nicht, dass die Bilder dann online sind und man die Kontrolle über ihre Verwendung vertrauensvoll abgeben muss. Externe Festplatten, CDs, DVDs und USB-Sticks erlauben zwar Sicherheitskopien, doch am sichersten und langlebigsten sind Bilder nach wie vor in der altmodischen Variante: Ein ausgedrucktes Foto in guter Qualität hält laut Kodak Alaris über 100 Jahre lang. Das Unternehmen, das aus dem Fotopionier Eastman Kodak hervorging, blickt auf eine 126-jährige Geschichte zurück. Mit Rollfilmen machte Kodak die Fotografie zu einer populären Freizeitbeschäftigung. Heute ist das Unternehmen immer noch Global Player – als Weltmarktführer für den Sofortdruck in Premium-Qualität.

Die erstaunlichsten Fakten, skurrilsten Rekorde und verrücktesten Geschichten aus der langen Historie der Fotografie.

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