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Die größten Lügen der Ernährungsforschung – Teil 6

Die größten Lügen der Ernährungsforschung – Teil 6

Enthält ein Erdbeerjoghurt Erdbeeren? Macht Schokolade dick? Fördert ein Glas Rotwein den Schlaf? Über kaum einen anderen Lebensbereich gibt es so viele Irrtümer und Falschaussagen wie über unsere Nahrung. Welche davon sind wahr und welche reine Erfindung bestimmter Interessengruppen? WdW deckt auf.
  • Naturtrübe Säfte sind gesünder als klare

    Thinkstock/ChristianJung

    Weil sie so natürlich wie frisch vom Baum gepresst aussehen? Dieser Eindruck trügt: Viele Säfte, besonders günstig aus Konzentrat hergestellte, werden zunächst klar hergestellt. Ungefiltert sähen sie unappetitlich aus, da sich die Trübstoffe als dicker Sud auf dem Flaschenboden absetzen würden. Bei naturtrüben Säften wird später ein Trübungsmittel hinzugegeben. Bei diesem Verfahren gehen jedoch viele Vitamine verloren.

  • Zuckerkulör ist unbedenklich

    Thinkstock/gwolters

    Zuckerkulör ist ein brauner Farbstoff, der durch Erhitzen von Zucker mit verschiedenen Reaktionsbeschleunigern entsteht. Er sorgt dafür, dass Tiefkühlfrikadellen wie gebraten aussehen, steckt in Brot und Süßigkeiten. Offiziell geht man davon aus, dass Zuckerkulör keinen Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel hat. Die amerikanischen Forscher Susan Schwab und Timothy Hla fanden allerdings heraus, dass zumindest der Ammoniak-Zuckerkulör (E 150c) aus zwei toxischen Komponenten besteht, die die weißen Blutkörperchen daran hindern, an ihre Einsatzorte zu schwärmen. Die Folge: Das Immunsystem ist geschwächt. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat die empfohlene Maximaldosis um zwei Drittel gesenkt – auf 100 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

  • Fruchtjoghurt ist aus Früchten

    Thinkstock/George Doyle

    Damit ein Fruchtjoghurt als solcher bezeichnet werden darf, muss er mindestens sechs Prozent Früchte enthalten. Das sind beispielsweise neun Gramm Erdbeeren in einem 150-Gramm-Becher Joghurt. Bei einem Fruchtgehalt zwischen 3,5 und sechs Prozent wird er als „Joghurt mit Fruchtzubereitung“ deklariert; sind es weniger als 3,5 Prozent, heißt er „Joghurt mit Erdbeergeschmack“ und hat unter sechs Gramm Erdbeeren pro 150 Gramm. Der Umkehrschluss lautet: Bei diesen Joghurt-Erdbeer- Verhältnissen muss Erdbeeraroma hinzugefügt werden, um den gewünschten Geschmack zu erreichen. Die Stiftung Warentest kam zu dem Ergebnis, dass nur sieben von 25 Produkten ohne Aromastoffe auskommen. Dabei kann das Erdbeeraroma aus Apfelstücken, Zimtrinde oder aus Schimmel- und Bakterienkulturen hergestellt werden; die rosa Farbe kommt meist vom Rote-Beete-Saft.

  • Schokolade ist ein Dickmacher

    Thinkstock/Hexvivo

    Stimmt erstaunlicherweise nicht. Verglichen mit Fruchtgummi ist Schokolade sogar ein Gesundbrunnen. Fruchtgummiprodukte enthalten zwar kein Fett. Allerdings stecken in 300 Gramm Gummibärchen umgerechnet rund 80 Stück Würfelzucker – laut dem Bundesamt für Risikobewertung entspricht das 300 bis 400 Kalorien. Ein Gummibär (etwa 2,3 Gramm) enthält 1,5 Gramm Zucker. Zum Vergleich: 100 Gramm Schokolade enthält rund 48 Gramm Zucker. Schokolade enthält zwar rund 30 Prozent Fett, aber auch Ballaststoffe und Proteine. Zudem haben Forscher der Universität von Granada in einer europaweiten Studie (1458 Probanden zwischen zwölf und 17 Jahren) festgestellt, dass Jugendliche, die mehr Schokolade aßen, im Durchschnitt weniger Körperfett haben, als Schokolade-Verweigerer. Auch eine Untersuchung von Forschern der University of California kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Häufigerer Schokoladenkonsum ging mit einem niedrigeren Body-Mass-Index einher.

  • Zucker erhöht das Risiko für Diabetes

    Thinkstock/arda savaşcıoğulları

    Falsch: Der entscheidende Risikofaktor für Altersdiabetes ist nicht Zucker, sondern Übergewicht.

  • Ein Glas Rotwein fördert den Schlaf

    Thinkstock/EduardSV

    Nein, hier wird vielmehr das Schnarchen gefördert. Alkohol entspannt die Muskeln im Rachenraum und verstärkt das Schnarchen, was wiederum den Schlaf massiv beeinträchtigt.

  • Mehr als zwei Eier pro Woche erhöhen den Cholesterinspiegel

    Thinkstock/emeliemaria

    Nein, es ist durchaus gesund, auch täglich ein Ei zu essen. Zwar enthält es viel Cholesterin, doch das im Ei enthaltene Lecithin schützt Leber und Dickdarmschleimhaut, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung. Außerdem verhindert es sogar die Aufnahme des Cholesterins aus dem Eigelb in der Darmwand.

  • Keine Süßigkeiten für hyperaktive Kinder

    Thinkstock/Vasileus

    Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Zucker ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom) verstärkt.

  • Zucker und Fett verursachen Akne

    Thinkstock/evgenyatamanenko

    Zwar beeinflusst die Ernährung das Hautbild. Doch ein Zusammenhang zwischen Akne und erhöhtem Zucker- und Fettkonsum konnte bis heute noch nicht belegt werden.

  • Frisches Brot verursacht Bauchschmerzen

    Thinkstock/AndreyPopov

    Ein uralter Mythos, der sich bis heute hält – aber keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat. Denn: Er stammt aus längst vergangenen Zeiten, in denen Brot rar war und „altes“ Gebäck verzehrt werden sollte, bevor ein frisches Brot angeschnitten wurde.

Enthält ein Erdbeerjoghurt Erdbeeren? Macht Schokolade dick? Fördert ein Glas Rotwein den Schlaf? Über kaum einen anderen Lebensbereich gibt es so viele Irrtümer und Falschaussagen wie über unsere Nahrung. Welche davon sind wahr und welche reine Erfindung bestimmter Interessengruppen? WdW deckt auf.

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