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Die größten Lügen der Ernährungsforschung – Teil 10

Die größten Lügen der Ernährungsforschung – Teil 10

Macht es einen Unterschied, ob wir beim Kochen getrocknete oder frische Kräuter verwenden? Wie schädlich ist Mikrowellen-Popcorn? Und ist Honig tatsächlich gesünder als Zucker? Welt der Wunder deckt die gängigsten Irrtümer und Falschaussagen über unsere Nahrung auf.
  • Getrocknete Kräuter sind so gesund wie frische

    iStock/egal

    Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind getrocknete Kräuter und Gewürze oft mit hohen Mengen Pestiziden belastet. Besonders stark belastet sind Paprika-, Currypulver und getrocknete Petersilie. Frische Kräuter dagegen sind nur gering belastet. „Mit einer Prise Paprika oder Curry, wie er auf der Currywurst landet, streut man sich einen Giftcocktail von bis zu 20 verschiedenen, teilweise krebserregenden Chemikalien aufs Essen,“ sagt Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace. Gesundheitsgefährdende Wirkstoffe wie das Nervengift Chlorpyrifos-Ethyl und die Fruchtbarkeit beeinträchtigende Carbendazim und das in der EU verbotene Pestizid Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) wurde in einer Curryprobe nachgewiesen. Frische Kräuter dagegen enthalten weitaus weniger Pestizide.

  • Frischer Fisch ist besser als Dosenfisch

    iStock/ValentynVolkov

    Nicht unbedingt. Isabelle Keller, Diplom-Ökotrophologin im Referat Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, sagt: „Durch die Erhitzung gehen die Nährstoffe nicht verloren: In Fischkonserven stecken also ebenfalls die herzschützenden Omega-3-Fettsäuren in hoher Konzentration, dazu noch Vitamin D, Jod und das hochwertige Fischeiweiß. Mehr noch: Eine hohe Zufuhr an fetten Seefischen senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.“ Die Verpackung beeinflusse die Qualität nicht, der Fisch komme nicht mit dem Blech in direkten Kontakt, da die Dosen von innen mit Kunststoff überzogen seien.

  • Süßigkeiten lindern Stress

    iStock/egal

    Nur bedingt. Laborexperimente ergaben, dass durch eine kohlenhydratreiche Mahlzeit im Gehirn mehr Serotonin gebildet werden kann – ein Botenstoff, der glücklich macht. Das euphorische Gefühl währt aber nur sehr kurz. Äpfel, Bananen und Kartoffeln dagegen hemmen nach neuesten Studien die Produktion des Stresshormons Cortisol.

  • Langes Kauen macht schlank

    iStock/ariwasabi

    Weil wir beim Kauen das Sättigungsgefühl besser wahrnehmen? Ein Trugschluss sagt Prof. Dr. Dr. Hans-Georg Joost vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung: „Intensives Kauen bewirkt rein ernährungsphysiologisch hauptsächlich, dass wir das Essen optimal vorbereiten für die Verarbeitung in Magen und Darm.“ Einziger Figur-Vorteil: Wir essen aufmerksamer und schlingen nicht.

  • Mikrowellen-Popcorn ist ein Snack wie jeder andere

    iStock/rwdkr

    Ganz und gar nicht: Darin steckt Diacetyl, ein Aromastoff, der Lebensmitteln einen Buttergeschmack verleiht. Beim Erhitzen setzt der auch als „künstliches Aroma“ oder „künstliches Butteraroma“ Margarine, Backfett, Ölen und Kochsprays beigemischte Stoff hochgiftige, atemwegsverengende Dämpfe frei. In den USA werden selbst niedrige Dosen Diacetyl als bedrohlich eingestuft.

  • Rohes Fleisch darf man nicht auf Holz schneiden

    iStock/rigolotte

    Das scheint so nicht zu stimmen. Lange waren Experten davon überzeugt, dass Bakterien aus rohem Fleisch sich in den winzigen Zwischenräumen im Holz einnisten und auf andere Lebensmittel, die danach auf dem Brett geschnitten werden, überspringen. Der Mediziner Dean O. Cliver von der University of California fand jedoch heraus, dass es bakteriell kaum einen Unterschied macht, ob man rohes Fleisch auf Holz oder Kunststoff schneidet. Im Gegenteil: „Wurde ein scharfes Messer benutzt, haben wir beim Reinigen der Plastikunterlage sogar noch mehr Bakterien entdeckt als auf Holz.“

  • Oliven sind gesund

    iStock/barol16

    Grundsätzlich schon. Aber: Um Oliven haltbar zu machen, verwenden manche Hersteller Benzoesäure (E 210). Diese kann Allergie-Attacken auslösen und der Leber schaden.

  • Ohne Brötchen ist ein Burger gesund

    iStock/HannamariaH

    Das Brötchen ist nur ein winziger Teil dieser Chemiebombe. In einem Hamburger stecken mehr als ein Dutzend Zusatzstoffe: Emulgatoren, Säureregulatoren, Verdickungsmittel. Manche sind für Kleinkinder verboten. Der Konservierungsstoff E 211 kann sogar Asthma-Anfälle auslösen.

  • Honig ist gesünder als Zucker

    iStock/O76

    Honig besteht aus 80 Prozent Wasser und 20 Prozent Zucker: „Ernährungsphysiologisch ist Honig genauso zu bewerten wie Zucker“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Mehr noch: Als Kariesverursacher ist Honig fast noch schädlicher, weil er länger an den Zähnen kleben bleibt.

  • Antibiotika im Fleisch werden beim Braten zerstört

    iStock/PeterHermesFurian

    Ob Antibiotikarückstände unter Hitzeeinwirkung zerstört werden, hängt laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung von der Art des Antibiotikums ab: Einige Antibiotika sind hitzestabil, andere nicht. Vor allem in der Hühnermast werden nach wie vor große Mengen von Antibiotika eingesetzt. Bio- oder gar Demeter-Fleisch ist dagegen kaum bis gar nicht mit Antibiotika belastet.

Macht es einen Unterschied, ob wir beim Kochen getrocknete oder frische Kräuter verwenden? Wie schädlich ist Mikrowellen-Popcorn? Und ist Honig tatsächlich gesünder als Zucker? Welt der Wunder deckt die gängigsten Irrtümer und Falschaussagen über unsere Nahrung auf.

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