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Die größten Genies der Geschichte

Die größten Genies der Geschichte

Sie beherrschen Mathe, Physik, Chemie, Jura, Philosophie – und am besten alles gleichzeitig: Die größten Genies der Menschheit waren und sind echte Meister des Wissens. Bei manchen reicht die Genialität bis hin zum Kultstatus. Wir stellen einige von ihnen vor.
  • Albert Einstein

    imago/ZUMA/Keystone

    In der Geschichte der Menschheit gab es zahlreiche Genies - von Imhotep, der als Begründer der ägyptischen Schrift und Medizin gilt, über den Theologen und Philologen Erasmus von Rotterdam bis hin zum Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker, der sich auch als Philosoph einen Namen machte. Weizsäcker gilt als letzter großer Universalgelehrter Deutschlands. Doch warum gibt es heute immer weniger „Allwissende" vom Schlage eines von Humboldt oder da Vinci? Ist die Menschheit dümmer geworden? Oder hat unsere Spezies mittlerweile so viel Wissen angesammelt, dass kaum ein Mensch in der Lage ist, mehr als ein Fachgebiet umfassend zu durchdringen? So unklar der Grund für das allmähliche Verschwinden der Allround-Genies ist, eines steht sicher fest: Universalgelehrte waren und sind stets besondere Menschen mit einem großen Wissensdrang, die die Entwicklung unserer Spezies oftmals stark beeinflussen.

  • Leonardo da Vinci

    imago/imagebroker

    Der Inbegriff des Universalgelehrten ist nach wie vor Leonardo da Vinci - bis heute gilt das im Jahr 1452 im italienischen Anchiano bei Vinci geborene Genie als Sinnbild des „Uomo Universale", des idealen Menschen. Leonardos Hauptwirkungsstätten waren die Städte Rom, Florenz, Venedig und Mailand. Zu Ende seines Lebens zog er sich nach Frankreich zurück, wo er auf die letzten beiden Jahre vor seinem Tod (1519) auf dem Schloss Clos Lucé bei Amboise an der Loire verbrachte.

  • Mona Lisa

    imago/Leemage

    Leonardo da Vinci war im Laufe seines Lebens als Maler und Bildhauer, als Anatom, als Mechaniker, Ingenieur und Architekt sowie als Naturphilosoph tätig - und in nahezu all diesen Bereichen hat er auch bahnbrechende Arbeiten veröffentlicht. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Bilder wie „Das letzte Abendmahl" oder die berühmte „Mona Lisa" sowie Entwürfe für Maschinen und Apparate, die ihrer Zeit weit voraus waren - berühmt wurden seine Pläne für Flugmaschinen und Panzerfahrzeuge. Er plante auch einen gewaltigen Kanal, der die französischen Flüsse Loire und Saône verbinden sollte und entwarf einen neuen Palast für seine letzte Wirkungsstätte in Amboise - an beiden Projekten arbeitete Leonardo bis kurz vor seinem Tod, konnte sie aber nicht mehr fertig stellen. Die Genialität Leonardos fasste der Psychoanalytiker Siegmund Freud in folgendem Zitat zusammen: „Er glich einem Menschen, der in der Finsternis zu früh erwacht war, während die anderen noch alle schliefen."

  • Imhotep

    imago/United Archives International

    Der um das Jahr 2700 v.Chr. in Ägypten lebende Imhotep wird oft als der erste namentlich bekannte Universalgelehrte der Menschheit bezeichnet. Als gesichert gilt, dass Imhotep ein hoher Würdenträger in Ägypten war - eventuell hatte er sogar den Rang eines Hohepriesters inne. Sein Einfluss im Alten Reich (ca. 2700 - 2200 v.Chr.) der Ägypter war aber definitiv so groß, dass er im Neuen Reich (ca. 1550 - 1070 v.Chr.) als Heilgott verehrt wurde.

  • Pyramiden

    imago/United Archives

    Imhotep gilt als erster großer Baumeister des Alten Reichs und zeichnet vermutlich für den Bau der Djoser- und der Sechemchet-Pyramide in Sakkara verantwortlich. Umstritten ist, ob er sogar der Erfinder der Bauweise mit behauenen Steinen in Ägypten war. Des Weiteren wird ihm die Entwicklung der Hieroglyphenschrift nachgesagt, zudem gilt er als Begründer der ägyptischen Medizin und des ägyptischen Kalenders. Auch die berühmte Mumifizierungstechnik der Ägypter soll auf Imhotep zurückzuführen sein. Unklar ist allerdings, welche der genannten Errungenschaften tatsächlich auf ihn zurückgehen und welche ihm nur nachgesagt werden.

  • Aristoteles Statuenkopf

    imago/ANE Edition

    Als Philosoph dürfte Aristoteles (384 - 322 v.Chr.) den meisten Menschen bekannt sein - er war aber viel mehr als das. Der Grieche entwickelte zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen - oder hat diese zumindest maßgeblich geprägt. Damit zählt Aristoteles zu den großen Universalgelehrten der Menschheitsgeschichte.

  • Wörterbuch Ethik

    imago/Steinach

    Zu den Themengebieten von Aristoteles zählte neben Logik, Wissenschaftstheorie und Rhetorik auch die Naturlehre - in diesem Bereich beschäftigte er sich nicht nur mit seiner bekannten Unterscheidung von Form und Materie, sondern lieferte auch Beiträge zur zoologischen Biologie. Zu den berühmtesten Werken von Aristoteles dürften aber seine Arbeiten zu Ethik und Staatslehre zählen. Die Verknüpfung von Glück als Sinn der menschlichen Existenz in der aristotelischen Ethik mit der Untersuchung verschiedener Staatsformen als Bedingung eines glücklichen Lebens hat über viele Jahrhunderte großes Ansehen in der Staatsformenlehre genossen.

  • Archimedes

    imago/Lem

    Auch Archimedes war Grieche, lebte aber rund einhundert Jahre nach Aristoteles - vermutlich wurde er im Jahr 287 v. Chr. in Syrakus auf Sizilien geboren, wo er im Jahr 212 v.Chr. auch starb. Obwohl er sich vor allem als Mathematiker einen großen Namen machte, war er auch in anderen wissenschaftlichen Disziplinen erfolgreich. Daher zählt auch Archimedes zu den großen Universalgelehrten der Menschheit.

  • Kanone

    imago/ZUMA/Keystone

    Im Bereich der Mathematik, wo er bedeutende Werke über die Flächenberechnung und stellenwertbasierte Zahlensysteme verfasste, gilt Archimedes als einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Epoche. Auch in der Physik hat der Grieche wichtige Arbeiten veröffentlicht, so basiert beispielsweise die Mechanik auf den archimedischen Hebelgesetzen. Und das Prinzip des Auftriebs wurde nach seinem Entdecker als archimedisches Prinzip benannt. Und nicht zuletzt war Archimedes auch ein großer Techniker, der unter anderem verschiedenste Kriegsmaschinen für die Verteidigung von Syrakus gegen die angreifenden Römer konstruierte. Das Bild zeigt eine dampfbetriebene Kanone, die auf dem Konzept von Archimedes beruht.

  • Marcus Terentius Varro

    imago/United Archives International

    Der bekannteste römische Universalgelehrte war Marcus Terentius Varro (116 v.Chr. - 27 v.Chr.), der im Laufe seines Lebens eine Gesamtzahl von rund 70 Werken veröffentlichte. Er studierte in Athen und Rom und kämpfte auf Seiten von Pompeius gegen Caesar, wurde nach dessen Sieg in der Schlacht von Pharsalos aber begnadigt. Die Werke von Marcus Terentius Varro decken eine Vielzahl von Wissensgebieten ab - von der Landwirtschaft, der er sich in seinen späten Lebensjahren widmete, über Sprach- und Literaturwissenschaften, bis hin zur Philosophie und Geschichtswissenschaft.

  • Kolusseum

    imago/Xinhua

    Auch theologische Themen bearbeitete der Römer, wobei er als Anhänger philosophischer Theologie und der römischen Staatsreligion galt. Nach ihm benannt wurde die Varronische Zählung, die das Gründungsjahr der Stadt Rom auf 753 v.Chr. datierte. Basis der Berechnung war Varros Annahme, dass Rom als Wiedergeburt der legendären Stadt Troia exakt 440 Jahre nach deren Untergang gegründet wurde - dieser Zeitraum wurde von damaligen Astrologen als zeitlicher Abstand von Inkarnation und Reinkarnation angenommen. Das Gründungsjahr 753 v.Chr. wird bis heute in Legenden um die Stadt Rom verwendet.

  • imago/imagebroker

    Der zwischen 1465 und 1469 im niederländischen Rotterdam geborene Erasmus von Rotterdam zählt zu den großen Universalgelehrten des europäischen Humanismus und veröffentlichte zahlreiche Werke zu Theologie, Philosophie und Philologie. Er verstarb 1536 im schweizerischen Basel. Der Schwerpunkt der Arbeiten des Erasmus von Rotterdam waren theologische Werke, das wohl bekannteste ist seine mehrfach überarbeitete kritische Ausgabe des Neuen Testaments.

  • Thesen

    Imago/epd

    Auch war er lange bemüht, den Streit zwischen den christlichen Konfessionen beizulegen, was ihm allerdings nicht gelang. Hatte er anfangs große Sympathien für den Reformator Martin Luther, so rückte er später von dessen Thesen (Bild) ab, als er unüberbrückbare Differenzen zur römisch-katholischen Kirche erkannte. Neben seinen theologischen Arbeiten veröffentlichte Erasmus von Rotterdam auch Bücher zu Themen wie Pazifismus, Sitten - und eine Sammlung mit antiken Sprichwörtern und Weisheiten, die Adagia, die noch bis ins Zeitalter der Aufklärung gelesen wurde. Insgesamt publizierte der niederländische Universalgelehrte rund 150 Bücher.

  • Galileo Galilei

    imago/imagebroker

    Er gilt als Urvater der modernen Astronomie und der Physik: Die Erkenntnisse des Naturwissenschaftlers, Mathematikers und Philosophen Galileo Galilei veränderten unser Weltbild nachhaltig. Der toskanische Wissenschaftler, der als Universalgenie gilt, erklärte uns mit dem von ihm formulierten heliozentrischen Weltbild, wie das Planetensystem funktioniert. Er wies nach, dass die Planeten um die Sonne kreisen und wurde dafür vor die Inquisition gebracht. Vor 450 Jahren, am 15. Februar 1564, wurde Galilei in Pisa geboren. Galilei studierte Mathematik in seiner Geburtsstadt Pisa und wurde dort 1589 Professor. Schon damals tüftelte er an Erfindungen. Mit dem von ihm entwickelten Teleskop erforschte er die Mondoberfläche und entdeckte die vier ersten Jupiter-Monde.

  • Sonnensystem

    imago/imagebroker/saurer

    Nachdem er 1615 seine wichtigsten Forschungsergebnisse vom Sonnensystem publizierte, begannen seine Probleme. Denn mit seinen Thesen, die auf Annahmen von Nikolaus Kopernikus fußten, widersprach er der Bibel und machte sich die katholische Kirche zum Gegner. Sein heliozentrisches Modell von der Welt stellte die damals geltende Auffassung auf den Kopf, dass die Erde das zentrale Element im Weltraum sei. Daraufhin wurde Galilei verboten, seine Lehre zu verbreiten. Seine Werke wurden auf den Index der verbotenen Literatur gesetzt. Am 22. Juni 1633 schwor Galilei bei Androhung von Folter der kopernikanischen Lehre ab. Eine Anerkennung seiner Thesen durch die Kirche sollte Jahrhunderte auf sich warten lassen: Erst am 31. Oktober 1992 wurde Galileo Galilei von Papst Johannes Paul II. rehabilitiert. Galilei starb am 8. Januar 1642 in Florenz.

  • imago/Harald Lange

    Gottfried Wilhelm Leibniz gilt als der größte deutsche Universalgelehrte seiner Zeit. Geboren 1646 in Leipzig, beschäftigte er sich mit zahlreichen Themengebieten von Philosophie über Mathematik und Physik bis hin zu Geschichte und Politik. Leibniz starb 1716 in Hannover, wo unter anderem die Universität und eine Bibliothek nach ihm benannt sind. Die Vielzahl an Werken und Forschungsergebnissen, die Leibniz Zeit seines Lebens veröffentlichte, lässt sich kaum in einem kurzen Text wiedergeben.

  • Das binäre System

    imago/Streiflicht-Pressefoto

    Zu seinen bedeutendsten Errungenschaften zählten beispielsweise die Erfindung des Dualsystems - die Grundlage des modernen Computercodes -, die Entwicklung eines Gerätes zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit, die Gründung einer Witwen- und Waisenkasse, die Entwicklung von Integral- und Differentialrechnung, die Konstruktion einer Staffelwalze für Rechenmaschinen und nicht zuletzt sein großer Einfluss auf die Begründung der modernen Sprachwissenschaft. All das stellt aber nur einen kleinen Teil der Errungenschaften dar, die auf Gottfried Wilhelm Leibniz zurückgehen - manche Menschen halten ihn sogar für den größten deutschen Universalgelehrten aller Zeiten.

  • Goethe

    imago/Westend61

    Als großen deutschen Dichter kennt ihn vermutlich jeder, doch der 1749 in Frankfurt geborene Johann Wolfgang von Goethe war weit mehr als das. Mit seinen Veröffentlichungen zu Themengebieten wie Naturwissenschaften, Kunst und Literatur zählt er zu den bekanntesten deutschen Universalgelehrten. Seine Schaffensphase endete erst mit seinem Tod im Jahr 1832. Unumstritten zählen die Werke von Goethe zu den wichtigsten deutschsprachigen Beiträgen zur Weltliteratur. Bücher wie „Die Leiden des jungen Werthers", „Faust" oder „Götz von Berlichingen" finden sich wohl in den meisten deutschen Bücherregalen.

  • Kegel

    imago/Schöning

    Aber Goethe hatte zeitlebens auch großes Interesse an den Naturwissenschaften, seine Schwerpunkte waren Geologie und Mineralogie, Botanik sowie Osteologie - ihm wird beispielsweise die Wiederentdeckung des menschlichen Zwischenkieferknochens zugeschrieben. Später widmete sich Goethe den Untersuchungen der Farbenlehre, ein Bereich, der ihn bis zu seinem Lebensende beschäftigte. Neben Literatur und Forschung hatte auch die Politik einen großen Stellenwert in seinem Leben, unter anderem war Goethe zeitweise Finanzminister des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach.

  • Alexander von Humboldt

    imago/Westend61

    Der 1769 in Berlin geborene (und 1859 ebenda gestorbene) Alexander von Humboldt ist heutzutage primär als Naturforscher bekannt. Vor allem seine Reisen nach Nord- und Lateinamerika brachten ihm den Beinamen „Zweiter Kolumbus" ein. Doch der Universalgelehrte Humboldt war weit mehr als das - er beschäftigte sich mit Physik und Chemie, mit Geologie, Mineralogie und Vulkanologie, mit Botanik, Zoologie Klimatologie sowie Ozeanographie und Astronomie. Und auch nicht-naturwissenschaftliche Themengebiete wie Wirtschaftsgeographie, Ethnologie und Demographie zählten zu seinen Forschungsbereichen.

  • Steinerne Schrift

    imago/Rudolf Gigler

    Abgesehen von den unzähligen Gebieten, auf denen Humboldt tätig war; er wird heutzutage vor allem als Prototyp des Wissenschaftlers in einer globalisierten Welt betrachtet. Sein ständiges Pendeln zwischen verschiedenen Kontinenten, Kulturen und Sprachen sowie sein Fachbereich-übergreifendes Arbeiten lassen sich gut auf die Erfordernisse der Wissenschaft in unserer global ausgerichteten Gesellschaft übertragen. Er korrespondierte mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt und betrachtete seine Arbeit dabei stets als „work in progress“. Auch auf dem Gebiet der Wissenschaftskommunikation ist der Berliner ein Vorbild bis in die heutige Zeit: Sein Ziel war es, Sachverhalte stets so einfach wie möglich wiederzugeben, um sie einer möglichst breiten Bevölkerungsschicht nahezubringen - damit trug er maßgeblich zur Demokratisierung und Popularisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse bei.

  • Charles Darwin

    imago/United Archives International

    Für die katholische Kirche war er fast 150 Jahre lang eine „persona non grata“, eine unerwünschte Person: Charles Darwin (geboren: 12. Februar 1809; gestorben: 19. April 1882), britischer Naturforscher, hat mit seiner Theorie über die Evolution der Arten nicht nur die Naturwissenschaften revolutioniert, sondern auch den Anhängern der christlichen Schöpfungslehre eine harte Zeit bereitet. Deren Annahme, dass die Menschheit erst einige tausend Jahre vor Christi Geburt von einem göttlichen Wesen geschaffen wurde, unterminierte Darwins Evolutionstheorie äußerst erfolgreich. Zwar gibt es bis heute Vertreter des so genannten „Kreationismus" - in einigen US-Bundesstaaten wird dieser Glaube sogar an Schulen unterrichtet -, aber selbst die katholische Kirche hat im Jahr 1996 eingestanden, dass Darwins Theorie mit dem Glauben an Gott vereinbar ist.

  • Buch von Darwin

    imago/Mint Images

    Neben seiner Arbeit an der Evolutionstheorie machte sich Darwin auch einen Namen als Geologe, Zoologe und Taxonom. Er erforschte die menschliche Abstammung, Gefühle bei Mensch und Tier und widmete sich vor allem zum Ende seines Lebens dem Gebiet der Botanik. Darwin gilt als einer der einflussreichsten Wissenschaftler seiner Zeit und als maßgeblich für das Entstehen unseres modernen Weltbilds.

  • Albert Einstein

    imago/United Archives International

    Er entspricht nicht dem Bild des klassischen Universalgelehrten - doch Albert Einstein gilt als Inbegriff des Forschers und Genies. Wie kaum ein anderer Wissenschaftler hat der deutsche Physiker unser Weltbild verändert. An ihm kommt niemand vorbei, der sich mit den größten Genies der Menschheitsgeschichte beschäftigt. Vor 135 Jahren, am 14. März 1879, wurde Einstein in Ulm geboren. Er war zwar „nur" theoretischer Physiker, seine Veröffentlichungen in diesem Bereich hatten aber weit über die Naturwissenschaften hinausreichende Konsequenzen. Seine Entdeckungen wirken wie Science Fiction: Der Raum krümmt sich, die Zeit ist relativ - sie vergeht mal schneller, mal langsamer. Einsteins Hauptwerk ist die Relativitätstheorie, die das Verständnis von Raum und Zeit revolutionierte. 1955 starb er in Princeton, New Jersey.

  • Formel von Einstein

    imago/imagebroker

    Die wohl bekanntesten Werke Einsteins sind die allgemeine und die spezielle Relativitätstheorie, mit denen er viele theoretische Grundlagen der Physik ins Wanken brachte und das Verständnis von Raum und Zeit grundlegend veränderte. Die von ihm entwickelte Formel E=mc² (Energie ist Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat) kennt heute fast jedes Kind, wenngleich ihre Bedeutung sich den meisten Menschen aufgrund ihrer Komplexität entzieht. Für seine Arbeiten zur Quantenphysik erhielt Einstein 1922 den Nobelpreis für Physik. Doch er hatte auch Interessen jenseits der Naturwissenschaften: Der gebürtige Schwabe engagierte sich Zeit seines Lebens für Völkerverständigung und Frieden und bezeichnete sich selbst als Pazifist, Sozialist und Zionist. Auch den Titel „Weltbürger" hätte er verdient, den Einstein sammelte im Laufe seines Lebens die Staatsbürgerschaften des Königreichs Württemberg, der Schweiz, des Königreichs und später des Freistaates Preußen (also auch die des Deutschen Reichs) und die US-Staatsbürgerschaft an.

  • Carl Friedrich von Weizsäcker

    imago/teutopress

    Bei dem Namen „Weizsäcker“ denken viele Deutsche zunächst an den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Trotz seiner bemerkenswerten Lebensleistung eher unbekannt ist hingegen sein 1912 in Kiel geborener älterer Bruder Carl Friedrich von Weizsäcker. Der Physiker, Philosoph und Friedensforscher gilt als größter deutscher Universalgelehrter des 20. Jahrhunderts. Er starb 2007 in Söcking am Starnberger See. Der Lebens- und Forschungsweg des Carl Friedrich von Weizsäcker ist besonders aufgrund seiner Brüche interessant. Seit den 1930er Jahren beschäftigte er sich mit der Erforschung von Atomkernen und war Mitarbeiter des deutschen Uranprojektes, das die Entwicklung einer Atombombe zum Ziel hatte.

  • No Nukes Schrift

    imago/IPON

    Weizsäcker entwickelte sogar das Modell einer Plutoniumbombe, das aufgrund fehlender Ressourcen im Deutschen Reich allerdings nie umgesetzt wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg engagierte er sich aktiv gegen die atomare Bewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und wurde 1957 an den Lehrstuhl für Philosophie der Universität Hamburg berufen. Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern betrieb er in den folgenden Jahrzehnten Friedens- und Konfliktforschung und untersuchte die sich veränderten Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt. Nachdem Weizsäcker 1980 emeritierte, setzte er sich vehement für einen radikalen Pazifismus ein, den er als das „christlich einzig Mögliche“ bezeichnete.

  • Stephen Hawking

    imago/UPI Photo

    Fragt man Menschen nach dem größten noch lebenden Genie unserer Zeit, so erhält man immer wieder eine Antwort: „Stephen Hawking". Der 1942 in Oxford geborene (Astro-)Physiker hat bedeutende Arbeiten zur Kosmologie veröffentlicht, der Schwerpunkt seiner Forschung waren dabei Schwarze Löcher. Von 1979 bis 2009 hatte er den Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik der Universität Cambridge inne - sein berühmtester Vorgänger auf diesem Posten war Sir Isaac Newton. Hawking leidet an einer weit fortgeschrittenen Erkrankung des Nervensystems, weshalb er auf einen Rollstuhl angewiesen ist und zur Verständigung einen Sprachcomputer benutzt.

  • Werke von Hawking

    imago/Marc Schüler

    Trotz seiner immer weiter fortschreitenden Erkrankung ist Stephen Hawking ein sehr präsenter Wissenschaftler, der vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen viele Fans gewonnen hat. Mit Büchern wie „Eine kurze Geschichte der Zeit“, „Das Universum in der Nussschale“ oder „Der große Entwurf - Eine neue Erklärung des Universums“ gelang es ihm, wie keinem Physiker zuvor, einer breiten Bevölkerungsschicht astrophysische Themen nahezubringen. Gleichzeitig stellt Hawking auf Grundlage seiner Forschungen seit Jahrzehnten die Existenz eines „Schöpfers“, also eines Gottes, in Frage, was ihm immer wieder Kritik aus religiösen Kreisen beschert.

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