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Die gefährlichsten Lebensmittel: Industrielle Lebensmittel

Die gefährlichsten Lebensmittel: Industrielle Lebensmittel

Was genau macht welche Lebensmittel zu tickenden Zeitbomben? In einer wöchentlichen Reihe outet Welt der Wunder die versteckten Gesundheitsrisiken von scheinbar harmlosem Essen. In dieser Woche: Industrielle Lebensmittel.
  • Zeitbombe Pommes

    Thinkstock/Leighton-Anthony Miller

    Bei hohen Temperaturen bildet sich aus Zucker- und Eiweißbausteinen Acrylamid, insbesondere beim Frittieren von Kartoffel- und Getreideprodukten. In Pommes frites und Chips wurden die höchsten Acrylamidwerte gemessen. Nach 2 Minuten: Unser Immunsystem ist in Alarmbereitschaft. Die Acrylamide, die mit den Pommes in unseren Körper wandern, werden von den roten Blutkörperchen als Fremdstoffe zum Entsorgen in die Leber transportiert. Nach 12 Stunden: Ungefähr die Hälfte der Acrylamide sind über den Urin ausgeschieden worden. Nach 2 Jahren: Wer mehrmals wöchentlich Pommes isst, lagert immer mehr Acrylamide im Körper an – die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, erhöht sich massiv.

  • Pommes, Kekse, Fertigpizza, Brot, Chips

    Thinkstock/Craig Veltri

    Eine starke Erhitzung dieser Lebensmittel wandelt Stärke in Acrylamid um. Der Stoff kommt in allen gerösteten Kartoffel- und Getreideprodukten vor.

  • Auswirkung auf den Körper

    imago/Imagebroker

    Acrylamid wirkt sich direkt auf das Erbgut des Menschen aus. Der Stoff soll für 3 Prozent aller Krebserkrankungen weltweit verantwortlich sein.

  • Besonderheit

    imago/Arnulf Hettrich

    Acrylamid entsteht ab einer Temperatur von über 120 Grad Celsius. Ab 170 Grad steigt der Acrylamidgehalt sprunghaft an – also beim Backen und Frittieren.

  • Brausepulver, Senf, Kunsthonig, Salzgebäck, Schmelzkäse, Käserinde, Puddingpulver

    Thinkstock/schenkArt

    In diesen Produkten steckt der Farbstoff Tartrazin (E102), der ihnen eine leuchtend gelbe bis orange Farbe verleiht. In Bio-Produkten ist Tartrazin verboten.

  • Auswirkung auf den Körper

    imago/Science Photo Library

    Kurzzeitfolgen: allergische Reaktionen mit Asthmaanfällen, Nesselausschlag, Schnupfen, Ekzemen, Hautausschlag. Langzeitfolgen: Angstzustände, Migräne, Sehprobleme, Schilddrüsenkrebs, Depressionen, unwiderrufliche Schädigung des Erbguts, Herzrasen und Schlafstörungen.

  • Besonderheit

    Thinkstock/Elke Dennis

    Tartrazin war von 1991 bis 1998 in Deutschland verboten. Seit 2010 ist der Aufdruck „kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ vorgeschrieben. In Spanien wird Tartrazin als Safran-Ersatz in vielen Lebensmitteln, z. B. in Paella verwendet.

  • Mikrowellen-Popcorn, Backmischungen

    imago/blickwinkel

    Fast alle industriellen Lebensmittel, die nach Butter schmecken sollen, enthalten Diacetyl.

  • Auswirkung auf den Körper

    imago/Science Photo Library

    Das Einatmen von Diacetyl-Dämpfen führt über einen längeren Zeitraum zu Atemwegserkrankungen. Zudem fördert es im späteren Alter Alzheimer.

  • Besonderheit

    imago/Rüdiger Wölk

    Produkte, die Diacetyl beinhalten, müssen das auf der Verpackung deklarieren. Meist steht dort dann aber „Butteraroma“.

  • Marmelade, Gelee, süße Brotaufstriche, Desserts

    Thinkstock/Nanisimova

    In diesen Produkten kann der künstliche Süßstoff Cyclamat enthalten sein.

  • Auswirkung auf den Körper

    imago/Science Photo Library

    Cyclamat steht in Verdacht, Krebs auszulösen. In den USA haben Tierversuche mit dem Süßstoff ergeben, dass ab einer Dosis von 2,5 Gramm Cyclamat pro Kilogramm Körpergewicht die Wahrscheinlichkeit steigt, an Blasenkrebs zu erkranken.

  • Besonderheit

    Thinkstock/KayTaenzer

    Cyclamat ist in den USA verboten. In Europa dürfen nur die Lebensmittel den Süßstoff enthalten, die prinzipiell nicht in hohen Mengen konsumiert werden. In Bio-Produkten darf er gar nicht vorkommen.

  • Sojasoße, Fertiggerichte, Dosen- und Tütensuppen, Würzmischungen, Brühwürfel, Salzgebäck, Käse

    Thinkstock/Piotr Krzeslak

    Der Geschmacksverstärker Glutamat ist der am häufigsten verwendete Zusatzstoff der Lebensmittelindustrie. Er verleiht Produkten den sogenannten Umami-Geschmack – das ist Japanisch für fleischig, herzhaft, würzig.

  • Auswirkung auf den Körper

    Thinkstock/Christopher Robbins

    Die Lebensmittelindustrie bestreitet jegliche Gefahr für den Menschen. Ernährungsexperten hingegen gehen davon aus, dass Glutamat zu Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson führen kann. Zudem steigert Glutamat den Appetit. Die Forscher fanden heraus, dass Probanden, die viel Glutamat verwenden, öfter zu Übergewicht neigen.

  • Besonderheit

    imago/Steinach

    E621, E622, E623, E624 und E625 stehen für unterschiedliche Glutamat-Variationen. In Bio-Produkten dürfen sie alle nicht vorkommen, deswegen benutzt die Lebensmittelindustrie einen Trick: Sie setzt den natürlichen Zusatzstoff Hefeextrakt ein, das ebenfalls Glutamat enthält.

  • Blätterteig, Frittierfett, Margarine, Cracker, Pasteten, Müsliriegel, Chips, Pommes

    imago/Westend61

    Flüssige Pflanzenöle, die gehärtet werden, um sie streichfähig und haltbarer zu machen, erzeugen bei ihrer Erhitzung gefährliche Transfette.

  • Auswirkung auf den Körper

    imago/Science Photo Library

    Bereits 5 Gramm Transfette täglich steigern das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko. Das ist eine kleine Portion frittierter Pommes oder ein in Fett ausgebackener Berliner.

  • Besonderheit

    imago/Pixsell

    Gehärtete Fette müssen in Deutschland deklariert werden, Transfette hingegen nicht. Nur bei Säuglingsnahrung gibt es dafür bisher eine Obergrenze.

  • Marmelade, Gelee, Mayonnaise, eingelegtes Obst und Gemüse, Diät-Lebensmittel, Ketchup, Senf, Soßen

    Thinkstock/Grafner

    Benzoesäure (E210) verhindert die Bildung von Hefen und Bakterien in Lebensmitteln. Oft werden auch die Salze der Benzoesäure als Konservierungsstoff verwendet. Dann stehen diese E-Nummern auf der Verpackung: E211, E212 und E213.

  • Auswirkung auf den Körper

    imago/Science Photo Library

    Benzoesäure wird über den Darm aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden. Dabei kann der Konservierungsstoff allergische Reaktionen auslösen. Bei regelmäßigem Verzehr können sowohl die Säure als auch die Salze zu einer dauerhaften Schädigung des Nervensystems führen.

  • Besonderheit

    Thinkstock/merznatalia

    Benzoesäure und Benzoate werden auch als Duftstoff in der Parfümindustrie benutzt, als Weichmacher für Kunststoffe und Farben und als Konservierungsmittel in Zigaretten. In Bio-Produkten sind sie verboten.

  • Speiseeis, Joghurt, Mayonnaise, Bio-Produkte, Diät-Produkte, Salatsoßen

    Thinkstock/anskuw

    Alginate werden von Braunalgen gewonnen und vor allem bei Bio-Produkten als Gelier- und Verdickungsmittel verwendet.

  • Auswirkung auf den Körper

    Thinkstock/Wavebreakmedia Ltd

    Wenn Alginate in hohen Mengen konsumiert werden, verhindern sie die Aufnahme von Kalzium und Spurenelementen wie Eisen. Das kann zu einer Unterversorgung führen – und zu einer höheren Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.

  • Besonderheit

    imago/Westend61

    Alginate werden am häufigsten als Säure eingesetzt (E401). Aber auch die Salze der Alginsäure kommen in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz: E402, E403, E404 und E405.

Was genau macht welche Lebensmittel zu tickenden Zeitbomben? In einer wöchentlichen Reihe outet Welt der Wunder die versteckten Gesundheitsrisiken von scheinbar harmlosem Essen. In dieser Woche: Industrielle Lebensmittel.

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