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Würstchen-Virtuosen: Die besten Tricks für Profi-Griller

So werden Sie zum Grillmeister!

Im Sommer zieht es die Würstchen-Virtuosen an den Grill. Bewaffnet mit Fleisch und Kohle können Grillfreunde endlich im Freien ihrer Passion frönen. Dabei zeigt sich, wer ein wahrer Profi-Griller ist und wer nur ein Durchschnittswürstchenwender.

Gemütliches Beisammensein
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Gemütliches Beisammensein

Kaum steigen die Temperaturen, werden wir wieder zu Steinzeitmenschen. Obwohl zuhause eine bestens ausgestattete Küche wartet, der Herd ganz einfach und bequem per Knopfdruck zu bedienen ist, finden wir Spaß daran, uns in freier Natur um eine Feuerstelle zu scharen, um dort unsere Nahrung zuzubereiten. Der Kreis der Freunde erinnert an die vorzeitliche Sippe, das Fleisch vom Supermarkt an frisch erlegte Beute. Über den ganzen Erdball verteilt sind Menschen Feuer und Flamme für das Grillen. Doch wo viel gebrutzelt wird, kann auch einiges schief gehen.
Tipp 1: Der sicherste Grill
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Tipp 1: Der sicherste Grill

Jährlich gehen rund drei Millionen Grills über den Ladentisch. Eingefleischte Grillfans schwören auf den Holzkohlegrill, den unangefochtenen Spitzenreiter vor Gas- und Elektrogrill – und das, obwohl oder vielleicht gerade weil seine Bedienung viel mehr erfordert als einen Knopfdruck wie bei seinen abgeschlagenen Konkurrenten. Doch für welchen Grill man sich auch entscheiden mag: In jedem Fall sollte das Gerät das TÜV-Prüfsiegel tragen. Bei Gasgrills ist darüber hinaus auf das CE-Zeichen mit der Nummer 0085 zu achten. Bevorzugt man den eher unromantischen Elektrogrill, so sollte ein Gerät gewählt werden, das so konzipiert ist, dass herabtropfendes Fett nicht auf die darunter liegenden Heizspiralen gelangen kann. Auf Einmalgrills sollte man verzichten – der Umwelt zuliebe.
Tipp 2: Das Brenngut
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Tipp 2: Das Brenngut

Zweige, Altpapier, Stroh, Sperrholz und Tannenzapfen mögen sich für ein lauschiges Lagerfeuer eignen, in einem Holzkohlegrill haben sie nichts verloren. Nur mit Hilfe von Holzkohle entsteht eine Glut, die das optimale Garen des Grillgutes gewährleistet. Sie sollte das DIN-Zeichen tragen. Nicht geprüftes Brenngut kann schadstoffhaltigen Qualm entwickeln, der sich ungesund auf dem Fleisch ablagert und den Geschmack beeinträchtigt.
Tipp 3: Das Anzünden
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Tipp 3: Das Anzünden

Was bei Elektro- und Gasgrill auf Knopfdruck passiert, kann beim Modell mit Holzkohle zur Geduldsprobe werden. Welcher Hobbygriller hatte noch nicht mit dem Problem zu kämpfen, dass die Kohle einfach kein Feuer fangen wollte? Doch auch wenn die Versuchung groß ist, der Kohle mit riskanten Mitteln einzuheizen – Spiritus und Benzin gehören nicht in die Nähe eines Grills. Jedes Jahr kommt es durch Missbrauch flüssiger Brennhilfen zu lebensgefährlichen Grillunfällen. Auch flüssiger Grillanzünder darf auf keinen Fall in die Glut gegeben werden. Grillprofis schwören dagegen auf eine simple Methode: Eierkartons. Die Pappkartons werden – in handliche Stücke zerrissen – entzündet und in die Glutschale gelegt. Darüber wird die Holzkohle platziert, und in kürzester Zeit prasselt das Feuerchen.
Tipp 4: Gesünder Grillen
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Tipp 4: Gesünder Grillen

Grillen kann man so gut wie jedes Nahrungsmittel. Doch nicht jedes Fleisch ist Grillfleisch: Gepökeltes wie Leberkäse und Kassler enthält Nitritpökelsalz. Unter starker Hitzeeinwirkung können hohe Nitrosaminkonzentrationen entstehen. Nitrosamine zählen zu den krebserregenden Substanzen – ebenso wie die Polizyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAKs genannt. Sie bilden sich bei unvollständigen Verbrennungsprozessen, die beim Grillen stattfinden, wenn Fett, Marinade oder Bier in die Glut tropft. Es entsteht bläulicher Qualm, der die Schadstoffe auf das Grillgut transportiert. Auch in den schwarz verbrannten Stellen des Grillgutes lauern hohe PAK-Konzentrationen. Der bekannteste PAK heißt Benzopyren.
Tipp 5: Indirektes Grillen
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Tipp 5: Indirektes Grillen

Doch aus Angst vor Gesundheitsschäden muss der Grill nicht kalt bleiben – die Entstehung krebserregender Stoffe beim Grillen kann ohne großen Aufwand gering gehalten werden. Ernährungswissenschaftler empfehlen das so genannte „indirekte Grillen“: Hier wird das Grillgut über einer Wasserschale platziert, die Glut liegt seitlich versetzt. Auf diese Weise verdampft herabtropfende Flüssigkeit, statt zu verbrennen. Und keine Sorge, auch neben der Glut sind die Temperaturen noch heiß genug, um das Fleisch komplett durch zu garen. Alternativ kann das Grillgut aber auch z. B. in Schalen aus Edelstahl, gusseiserne Pfannen oder Bretter aus Holz gegrillt werden. Mit Speiseöl bestrichenes Backpapier ist ebenfalls geeignet – aber es darf nicht zu heiß werden.
Alufolie eine Alternative?
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Alufolie eine Alternative?

Natürlich kann man das Grillgut auch in Alufolie packen oder in Aluschalen legen und so verhindern, dass das Fett in die Glut tropft. Doch die Sache hat einen Haken: Aluminium gilt ebenfalls als gesundheitsschädlich. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält einen gelegentlichen Gebrauch von Alu auf den Grill im Hinblick auf die PAKs für vertretbar. Saure Lebensmittel wie Tomaten oder auch gesalzenes oder mariniertes Fleisch sollte allerdings nicht in oder auf Alu. Sie lösen besonders viele Aluminiumionen aus dem Material. Das heißt: Immer erst nach dem Grillen würzen.

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