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Die Anfänge der Raumfahrt

Die Anfänge der Raumfahrt

Es heißt, der Mensch besitze so etwas wie ein „Entdecker-Gen“. Das würde auch seinen unstillbaren Durst erklären, alle Ecken auf und außerhalb der Erde zu erkunden. 1961 reiste mit dem Russen Juri Gagarin zum ersten Mal ein Mensch ins All. Wir werfen einen Blick auf die Anfänge der Raumfahrt – vom ersten Start einer Rakete bis zum ersten Mensch auf dem Mond.
  • Dr. Robert H. Goddard im Werkstatt

    imago/Leemage

    Der Physiker Dr. Robert Goddard beschäftigt sich schon früh mit der Idee der Raumfahrt und entwickelt bereits seit 1916 Flüssigkeitsraketen. Seine Berechnungen von mathematischen Grundlagen des Raketenantriebs und sein Beweis, dass Raketenantriebe im Vakuum Schub produzieren können, machen die Raumfahrt erst möglich. Am 16. März 1926 gelang ihm der erfolgreiche Start der weltweit ersten Rakete mit Flüssigtreibstoff in Auburn, Massachusetts. Das Bild zeigt den Raumfahrtpionier (links) wie er in Rosswell, New Mexico, eines seiner hochentwickeltsten Raketenmodelle überprüft.

  • Professor Auguste Antoine Piccard

    Imago/ZUMA/Keystone

    Dem Schweizer Forscher und Maschineningenieur Professor Auguste Piccard gelingt mit seinem Assistenten Paul Kipfer am 27. Mai 1931 der Vorstoß in die Stratosphäre. Mit dem Ballon FNRS-1, ausgestattet mit einer luftdichten Gondel, erreichen sie eine Höhe von 15.785 Metern und stellen damit einen Ballon-Höhenrekord auf. Für Piccards Aufstiege in die obere Atmosphäre ist die Möglichkeit, dort kosmische Höhenstrahlung zu messen, die als Beweis für Einsteins Relativitätstheorie dienen sollen.

  • Modell einer Vergeltungswaffe 2

    Imago/Schöning

    Seit Mitte der 30er Jahre arbeitet eine Forschungsgruppe um Wernher von Braun an einem geheimen Raketenforschungsprojekt für die Reichswehr. Der Gruppe gelingt die Entwicklung der A4 (Aggregat 4, Bild), die von Joseph Goebbels im Oktober 1944 in V2 (Vergeltungswaffe 2) umbenannt wird. Am 3. Oktober 1942 gelingt ein erfolgreicher Start eines Prototyps, der eine Höhe von 90 Kilometer erreicht und sich damit dem Weltraum annähert. Im Zweiten Weltkrieg wird die V2 ab 1944 gegen Großstädte der Alliierten eingesetzt.

  • Wernher von Braun mit Gipsarm

    Imago/Leemage

    Trotz seiner Verstrickungen in die nationalsozialistische Politik und seinen Beitrag zur Entwicklung der gegen Alliierte eingesetzten Raketen V2, fliegt Wernher von Braun noch im September 1945 mit einer Vorausgruppe der geheimen "Operation Paperclip" in die USA. Dort bringt er US-amerikanischen Raketenexperten Bau und Funktionsweise der V2 nahe und ist bei der Entwicklung weiterer Raketen maßgeblich beteiligt. In seiner neuen Heimat, deren Staatsbürgerschaft er 1955 annimmt, ist er treibende Kraft im Raumfahrtprogramm und bekleidet hohe Positionen in der NASA und deren Vorgängerorganisation. Im Bild von links: Der Generalmajor und Kommandeur der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, Walter Dornberger, der Oberstleutnant und Wissenschaftler Berbert Azter, der Raketeningenieur und Erfinder der V2-Rakete Wernher von Braun und der Wissenschaftler Hans Lindberg, aufgenommen in Peenemünde bei ihrer Kapitulation vor der US-Armee am 2. Mai 1945.

  • Sputnik I

    Imago/Leemage

    Der Wettlauf von der Sowjetunion und den USA um die Vorherrschaft im All beginnt am 4. Oktober 1957: Eine sowjetische Rakete transportiert "Sputnik I" (Bild) in die Erdumlaufbahn. Der erste künstliche Erdsatellit ist eine ca. 60 Zentimeter große Aluminiumkugel, wiegt knapp 83 Kilogramm und schafft in 90 Tagen 1.400 Erdumdrehungen. Damit wird das Zeitalter der Raumfahrt eingeläutet.

  • Hündin Laika

    Imago/ITAR-TASS

    Nach der erfolgreichen Mission von "Sputnik I" plant Nikita Chruschtschow eine zweite Mission zum 7. November 1957, dem 40. Jahrestag der Oktoberrevolution, eine zweite Weltraummission - diesmal mit einem Säugetier an Bord. Bereits am 2. November 1957 verlässt Laika, eine Straßenhündin aus Moskau, nach langem Training und vorangegangenen Tests, im Rahmen der Mission "Sputnik II" als erstes irdisches Wesen die Erde Richtung Weltall. Ihre Rückkehr zur Erde ist nicht geplant, schon einige Stunden nach dem Start werden keine Lebenszeichen mehr Richtung Erde gesendet, Laika stirbt am 3. November 1957 vermutlich an Überhitzung und Stress.

  • Lieutenant General James H. Doolittle

    Imago/United Archives International

    Am 29. Juli 1958 unterzeichnet Präsident Eisenhower den "National Aeronautics and Space Act", der die Gründung der NASA (National Aeronautics and Space Administration) vorsieht. Die Ausweitung der US-amerikanischen Raumfahrt ist als Reaktion auf das russische Sputnik-Programm zu verstehen. Das Bild zeigt Lieutenant General James H. Doolittle. Doolittle ist Mitglied des "National Advisory Committee on Aeronautics", dem direkten Vorgänger der NASA.

  • Wernher von Braun

    Imago/United Archives International

    Am 31. Januar 1958 ist es soweit, die NASA bringt um 22.48 Uhr Ortszeit ihren ersten künstlichen Erdsatelliten, weltweit der dritte nach den Sputnik-Missionen, ins Weltall. Die Trägerrakete Jupiter-C/Juno, ein direkter Nachfolger der A4 (V2), wird vom Team unter der Leitung von Wernher von Braun (Bild) in den Werkstätten der ABMA (Army Ballistic Missile Agency) entwickelt.

  • Rückseite des Mondes

    Imago/United Archives International

    Die drei sowjetischen Mondsonden Lunik 1 bis Lunik 3 werden von Januar 1959 an in den Weltraum gebracht. Lunik 3 gelingt es, die ersten Bilder von der Rückseite des Mondes zu machen (Bild).

  • Juri Gagarin

    Imago/ITAR-TASS

    Schon 1960 wird der Pilot Juri (Alexejewitsch) Gagarin als möglicher Kosmonaut ausgewählt und absolviert ein entsprechendes Training. Am 12. April 1961 umrundet Gagarin als erster Mensch im Weltall die Erde in 106 Minuten und wird zum Helden der Sowjetunion. Bevor Juri Gagarin abhebt, hilft ihm der Ingenieur Oleg Ivanovsky in das Cockpit der Wostok 1.

  • erste Astronautengruppe

    United Archives International

    Das US-amerikanische Pendant zu Gagarin ist Alan Shepard (rechts im Bild), der erste Astronaut der USA gehört zu den sieben "Mercury Seven", die am 9. April 1959 von der NASA als erste Astronautengruppe vorgestellt wird. Am 5. Mai 1959 startet die Mission "Mercury-Redstone 3" mit Alan Shepard an Bord des von ihm "Freedom 7" benannten Mercury-Raumschiffs Richtung Weltraum. Im Gegensatz zu Gagarin umkreist er die Erde nicht, sondern er vollzieht einen ballistischen Flug: Er erreicht eine Höhe von 187 Kilometern und wassert anschließend nach 15 Minuten und 22 Sekunden Gesamtflugzeit die Freedom 7 sicher im Atlantik.

  • Rede von Kennedy im TV

    Imago/ZUMA Press

    Am 25. Mai 1961 hält Präsident John F. Kennedy vor dem amerikanischen Kongress seine berühmte Rede, in der er das Ziel, einen Menschen noch im selben Jahrzehnt zum Mond und wieder zurück zu bringen, vorgibt. Damit gibt er den Startschuss für das Raumfahrtprogramm "Apollo", das von der NASA bis 1972 betrieben wird.

  • 20. Februar 1962: John Glenn

    Imago/ZUMA Press

    John Glenn startet am 20. Februar 1962 an Bord des Mercury-Atlas-Raumschiffs "Friendship 7" zur Umrundung der Erde und ist damit der erste US-Amerikaner, dem dies gelingt. 36 Jahre später fliegt er erneut in den Weltraum, diesmal mit der Raumfähre Discovery im Rahmen der "Space-Shuttle-Mission STS-95", mit der er die Erde 134-mal umkreist. Damit hält er den Weltrekord als ältester Raumfahrer (77 Jahre) im Orbit, ebenso den Rekord der größten Zeitspanne zwischen zwei Raumflügen (26 Jahre).

  • Pawel Beljajew und Alexei Leonow

    Imago/Russian Look

    Mit seinem Kommandanten Pawel Beljajew (rechts) startet der Kosmonaut Alexei Leonow (links) am 18. März 1965 an Bord der „Woschud 2“ Richtung Weltall. Dort verlässt er als erster Mensch das Raumschiff in der Erdumlaufbahn und schwebt frei im Weltraum. Zum Raumschiff ist er mit einer 4,5 Meter langen Sicherungsleine verbunden. Sein ca. 12 Minuten dauernder Aufenthalt endet beinahe in einer Katastrophe, als sich der Raumanzug aufgrund des Druckunterschieds zum Vakuum des Weltraums so stark aufbläht, dass die Einstiegsluke zum Raumschiff zu klein ist. Durch diese passt Leonow erst, als es ihm gelingt, Luft aus seinem Anzug abzulassen.

  • Imago/UPI Photo

    Imago/UPI Photo

    Der zweite bemannte Raumflug im Rahmen des Apollo-Programms führt zum Mond und ist damit der erste weltweit. Am 21. Dezember 1968 startet die Trägerrakete "Saturn V" vom Kennedy Space Center in Florida und bringt die drei Astronauten James A. Lovell jr., William Anders und Frank Bormann (v.r.n.l.) zum Mond, wo sie pünktlich zu Weihnachten am 24. Dezember 1968 in die Mondumlaufbahn eintreten. Die drei Astronauten sind die ersten Menschen, die die Rückseite des Mondes mit eigenen Augen sehen können. Während einer Fernsehübertragung aus dem Mondorbit lesen die drei Astronauten als Weihnachtsbotschaft die ersten Zeilen der biblischen Schöpfungsgeschichte. Am frühen Morgen des 25. Dezember leiten sie die Rückkehr zur Erde ein und wassern am 27. Dezember im Pazifischen Ozean.

  • Neil Armstrong, Michael Collins und Edwin Aldrin

    Imago/UPI Photo

    Am 16. Juli 1969 starten die drei Astronauten Neil Armstrong, Michael Collins und Edwin „Buzz“ Aldrin (v.l.n.r.) Michael Collins im Rahmen der "Apollo 11 Mission" an Bord einer Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida und erreichen am 19. Juli die Mondumlaufbahn. Am folgenden Tag landen Armstrong und Aldrin mit der Mondlandefähre "Eagle" auf dem Mond, während Collins im Kommandomodul des Raumschiffs "Columbia" zurückbleibt. Um 20:17:58 Uhr (UTC) meldet Armstrong „Houston, hier ist der Stützpunkt Tranquility Base. Der Adler ist gelandet!“ Einige Stunden nach der Landung betritt Armstrong als erster Mensch die Mondoberfläche und spricht am 21. Juli 1969 um 02:56:20 Uhr (UTC) seine berühmten Worte „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“ Kurz danach folgt ihm sein Kollege Aldrin. Nach zwei Stunden und 31 Minuten endet der erste Aufenthalt auf dem Mond, den ungefähr 600 Millionen Menschen weltweit vor ihren Fernsehgeräten live miterleben.

Das Weltall fasziniert die Menschen schon immer. 1916 schuf der Physiker Dr. Robert Goddard die Grundlage der Raumfahrt: den Raketenantrieb. Zehn Jahre später startete die erste Rakete erfolgreich ins All. Welt der Wunder zeigt die Geschichte der Raumfahrt.

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