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Die Alpen als Disneyworld: Polarisierende Bauprojekte

Vom höchsten Cafe, über ein James Bond Museum bis hin zur Treppe ins Nichts

Traditionellen Alpinisten und Naturschützern fährt bei vielen wagemutigen Bauprojekten in den Alpen der Schreck in die Glieder. Spaßorientierte Skifahrer und Bergausflügler hingegen frohlocken angesichts der spektakulären Attraktionen. Entscheiden Sie selbst…

Von Christian Bonk

Top of Tyrol
© Andre Schönherr

Top of Tyrol

3.200 Meter hoch und bei gutem Wetter ein Rundumblick auf bis zu 109 Dreitausender. Die Aussichtplattform „Top of Tyrol“ ist eine spektakuläre Attraktion am Stubaier Gletscher. Die Konstruktion aus wetterfestem Corten-Stahl ragt neun Meter über eine Felskante hinaus. Sie gehört bei Aussichtsplattform-Fans zu den schönsten weltweit. Kritiker hingegen stellen in Frage, ob das 20-Tonnen-Ungetüm nicht eher die natürliche Kulisse verschandelt.
Bond, James Bond - Geschüttelt und gerührt auf 3.050 Meter
© Christoph Noesig

Bond, James Bond - Geschüttelt und gerührt auf 3.050 Meter

Der Gaislachkogel thront über dem Skigebiet von Sölden. „007 Elements“ – so heißt die futuristisch anmutende Station am Gipfel, die neben einer Plattform und einem großzügigen „Umsteigekreuz“ für Skifahrer auch ein James-Bond-Museum beinhaltet. Hier wurden nämlich 2015 Teile des 007-Films „Spectre“ gedreht. Die Kulisse ist wahrlich bondtauglich – allerdings stellen Umweltschützer die Frage, ob in den Fels integrierte Museen auf über 3.000 Meter Höhe sein müssen, nur weil in dieser herrlichen Naturkulisse ein Film gedreht wurde.
Kitzsteinhorn - 3K Konnektion für Ganzjahres-Skivergnügen
© Kitzsteinhorn

Kitzsteinhorn - 3K Konnektion für Ganzjahres-Skivergnügen

3K Konnection: So lautet die neue Verbindung, die den Ort Kaprun, den Familienberg Maiskogel und das Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn seit dieser diese Saison zu einem großen und zusammenhängenden Sportareal macht. Damit ist nun eine leistungsfähige Anbindung der ehemaligen Familienskigebiete an das Gletscherskigebiet am Kitzsteinhorn Realität geworden. Aussichtsplattform inklusive.
Café 3.440 - das höchstgelegene Café Österreichs
© TVB Pitztal Maybach Robert

Café 3.440 - das höchstgelegene Café Österreichs

Eine freischwebende Terrasse und Blick auf etliche Dreitausender präsentiert das „Café 3.440“ auf einer Seehöhe von 3.440 Meter im Pitztal. Damit beherbergt das futuristische Gebäude Österreichs höchstgelegenes Café. Aktuelles Angebot für 2020: Das Gipfelfrühstück, zu dem bereits ab 7 Uhr in der Früh die Bergbahn aufbricht. Und dann frisch gestärkt auf frisch präparierten Pisten zur Arbeit – ein erhabener Tagesauftakt.
ZellamseeXpress - Schlüsselstelle für ein Riesenskigebiet
© faistauer photography

ZellamseeXpress - Schlüsselstelle für ein Riesenskigebiet

Ab diesem Winter ist schafft eine neue Verbindung ein weiteres Skigebiet der Superlative mit über 400 Pistenkilometern, die mit einem Skipass befahren werden können. Die neue Station „zellamseeXpress“ macht es möglich. So werden die einst eigenständigen Skigebiete „Kitzsteinhorn“, „Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn“ und „Zell am See“ zu einer Wintersport-Arena mit 121 Liftanlagen.
Eisgratbahn, Stubaier Gletscher
© Andre Schoenherr

Eisgratbahn, Stubaier Gletscher

Seit 2017 ist auch das Skigebiet am Stubaier Gletscher um eine Bauwerks-Attraktion reicher. Die neue „3S Eisgartbahn“ ist ein Projekt der Superlative: 4,7 Kilometer lang, 1.200 Höhenmeter und eine Kapazität von 3.000 Skisportlern pro Stunde sind beeindruckende Zahlen im Seilbahnbau. Demzufolge schaffte es auch die Investitionssumme aufs Siegerpodest: Bis 2007 wurde in Österreich noch nie eine Summe von über 60 Millionen Euro in ein einziges Seilbahnprojekt investiert.
„3S Trockener Steg“ am Kleinen Matterhorn: Edelbahn mit Sportsitzen
© Zermatt Bergbahnen AG

„3S Trockener Steg“ am Kleinen Matterhorn: Edelbahn mit Sportsitzen

Seit 2018 führt die höchste Dreiseilumlaufbahn der Welt zum „Matterhorn glacier paradise“. Der „Matterhorn glacier ride“ mit Kabinen im „Pininfarina-Design“ wurde gebaut, obwohl es bereits eine Seilbahnverbindung gab. Die neue Hochleistungsvariante ist allerdings deutlich komfortabler und natürlich leistungsfähiger: Bis zu 2.000 Gäste pro Stunde werden nun in schwindelerregende Höhen gegondelt. Der Clou: Vier Crystal Ride-Kabinen, die mit Swarowski-Kristallen bestückt sind und durch deren Glasboden der Blick auf die Gletscherlandschaft besonders imposant ausfällt – Alpenkino deluxe.
Treppe ins Nichts – 60-Tonner mit Aussicht
© Gery Wolf

Treppe ins Nichts – 60-Tonner mit Aussicht

Am österreichischen Dachstein wurde mit der „Treppe ins Nichts“ eine besonders nervenkitzelnde Attraktion geschaffen. Über 14 Stufen geht es hinab auf ein rundum verglastest Podest in schwindelerregender Höhe. Seit 2013 können Dachsteinbezwinger, die per Seilbahn den Gipfel gestürmt haben, ihrem Bergabenteuer diese Krone aufsetzen. Knapp 60 Millimeter Dicke Stahlseile sowie über 60 Tonnen Stahl und Beton wurden auf den Gipfel verfrachtet, um die Plattform am Felsen zu fixieren.

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