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Raubtiere

Der Wolf – ein faszinierendes Wesen

Der Wolf – ein faszinierendes Wesen

Der Wolf zählt zu den bekanntesten Raubtieren der Welt und gehört zu der Familie der Hunde, die meistens im Rudel leben. Im 19. Jahrhundert jedoch wurden sie in weiten Teilen der Welt stark gejagt und damit in West- und Mitteleuropa beinahe, in Japan vollständig ausgerottet. Mittlerweile stehen sie unter Artenschutz.
  • Geschärfte Sinne

    Ralph Frank / WWF

    Der Wolf besitzt leistungsstarke Sinnesorgane, die denen des Menschen weit überlegen sind. Seine Augen sehen sehr scharf – auch bei Dunkelheit. Das wichtigste Sinnesorgan des Wolfes ist seine Nase. Geruchs- und Gehörsinn sind hoch entwickelt, Wölfe können kilometerweit hören und riechen.

  • Kein Wolf ist wie der andere

    Ralph Frank / WWF

    Wölfe sind das, was wir bei Menschen Individualisten nennen: Ihr Charakter und Verhalten, ihr Temperament ist Ergebnis der von den Eltern und Familienmitgliedern übertragenen "Traditionen", der ererbten Anlagen und ihrer jeweiligen Lebenserfahrung. Man kann das Verhalten der Wölfe nicht pauschalisieren. Sie sind lernfähig wie kaum ein anderes Tier und sehr gut in der Lage, sich auf veränderte Situationen einzustellen. Bei aller Verschiedenheit sind aber zwei Verhaltensmuster typisch: Wölfe sind äußerst vorsichtig und sehr neugierig.

  • Neue Heimat Truppenübungsplatz

    Wild Wonders of Europe /Sergey Gorshkov / WWF

    Wölfe können sich einer Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume anpassen. Zum Überleben brauchen sie keine unberührte Wildnis, nur genügend Wasser und Nahrung. In Deutschland haben sich heute zahlreiche Wölfe auf Truppenübungsplätzen nieder gelassen.

  • Wie unterhalten sich Wölfe?

    Ralph Frank / WWF

    Noch ist nicht vollständig erforscht, wie sich Wölfe untereinander verständigen. Sicher ist: Wölfe besitzen eine hoch entwickelte Körpersprache und Gesichtsmimik – deutlich vielfältiger als die von Hunden. Außerdem unterhalten sich Wölfe über eine breite Palette von Lautäußerungen wie Heulen, Bellen, Knurren, Jaulen und Winseln. Der Geruch spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

  • Familienleben

    Guenther Kopp / WWF

    Wölfe sind sehr sozial. Genau wie wir leben sie in einem Familienverbund. Eine Wolfsfamilie besteht im Durchschnitt aus vier bis sechs Wölfen. Dazu gehören die beiden Elterntiere, die Jährlinge und die aktuellen Wolfswelpen. Bei der Aufzucht der Jungen helfen alle Familienmitglieder mit. Die Welpensterblichkeit kann sehr hoch sein. Geschätzt wird, dass zwischen 50 und 80 Prozent der Welpen noch im ersten Lebensjahr sterben.

  • Höhlen und Rendezvous-Plätze

    Wild Wonders of Europe / Sergey Gorshkov / WWF

    Wölfe bringen ihre Welpen in Höhlen zur Welt. Das können Felsen- oder Erdhöhlen sein oder auch hohle Bäume. Sobald die Welpen alt genug sind, nutzen die Wölfe einen so genannten Rendezvous-Platz. Dort warten und spielen die Welpen. Die übrigen Mitglieder der Wolfsfamilie schleppen die Nahrung dorthin.

  • Bildung neuer Rudel

    Ralph Frank / WWF

    Im Leben eines jungen Wolfs kommt der Tag, an dem er sich auf den Weg macht und die Familie verlässt. Jungwölfe verlassen meist im Alter von ein bis zwei Jahren ihre Familien und begeben sich auf die Suche nach freiem Lebensraum und einem Partner zur Familiengründung. Innerhalb von nur zehn bis 20 Jahren können ganze Regionen durch Wölfe wieder besiedelt werden.

  • Gemeinsam jagen

    Wild Wonders of Europe / Sergey Gorshkov / WWF

    Wölfe jagen typischerweise im Rudel und arbeiten eng zusammen. Ein aufgestöbertes Beutetier wird manchmal über lange Strecken gehetzt. Wölfe können auch äußerst planvoll vorgehen und ihr Beutetier in eine ausweglose Situation treiben, es beispielsweise in steilem Gelände zum Absturz bringen oder auf eine Eisfläche treiben. Bevorzugte Beute sind Hirsche, Rehe, Wildschweine, aber auch Elche und Rentiere, Hasen, Mäuse und Vögel. Im Sommer fressen Wölfe gerne auch Obst, Beeren und gelegentlich Aas.

  • Der Wolf – die Gesundheitspolizei unserer Wälder

    Frank Moerschel / WWF

    Innerhalb ökologischer Systeme haben Wölfe eine wichtige Funktion. Da sie vor allem kranke und schwache Tiere jagen, sind sie eine Art "Gesundheitspolizei" und unterstützen so eine intakte Natur. Ein altes oder krankes Tier ist weniger aufmerksam und leichter zu reißen. Außerdem können Wölfe kranke Tiere riechen, bevor die Erkrankung für den Menschen sichtbar wird. Der Angriff auf ein gesundes und starkes Tier stellt immer auch ein Risiko für den Wolf dar. Das bedeutet aber nicht, dass nicht auch gesunde Tiere gerissen werden.

  • Wölfe können unglaublich weit laufen

    Ralph Frank / WWF

    Über 70 Kilometer am Tag kann ein Wolf zurücklegen. Das beweisen die beiden Wolfsrüden Karl und Alan aus der Lausitz, beide mit Sendern ausgestattet. Der zehn Monate alte Karl lief in 16 Tagen 400 Kilometer nach Berlin und zurück, um sich schließlich nahe seiner Eltern ein eigenes Revier zu suchen. Sein Bruder Alan lief in zwei Monaten 1550 Kilometer bis nach Weißrussland. Dabei überquerte er Autobahnen und durchschwamm Weichsel und Oder.

Der Wolf zäht zu den bekanntesten Raubtieren der Welt und gehört zu der Familie der Hunde, die meistens im Rudel leben. Mittlerweile stehen sie unter Artenschutz.

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