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Bedrohte Tierarten

Der Jaguar: König des Amazonas in Gefahr

Der Jaguar: König des Amazonas in Gefahr

Der Jaguar ist die einzige Großkatze Amerikas und ist besonders für seine Schnelligkeit und Sprungkraft bekannt. Für viele Wilderer jedoch ist sein Fell eine gute Einnahmequelle, welches auf dem Schwarzmarkt eine Menge Geld wert ist …
  • Jaguar Jungtier

    WWF / iStock / Gettty Images

    In der Antike wurden sie verehrt, heute sind sie für viele nur noch eine Bedrohung: Jaguare sind faszinierende Tiere und erfüllen in ihren Wäldern eine wichtige Funktion. Doch ihre Verfolgung und das Schrumpfen ihres Lebensraumes bedrohen die Jaguare zunehmend. In Brasilien ist nun sogar ihre Heimat in einem Nationalpark in Gefahr.

  • Jaguar in Brasilien

    WWF-Canon / Anthony B. Rath

    Der Jaguar ist die größte Katze Amerikas – und nach Tiger und Löwe die drittgrößte Raubkatze der Welt. Jaguare sind Einzelgänger und sehr scheu. Früher lebten sie auch im Südwesten der USA, heute ist der Jaguar nur noch in Süd- und Mittelamerika verbreitet. Der Lebensraum der anmutigen Tiere hat sich in den letzten Jahrzehnten um mehr als die Hälfte verkleinert, aus vielen Regionen sind die kräftigen Raubkatzen bereits völlig verschwunden.

  • Jaguar im Sprung

    WWF / iStock / Getty Images

    Der Name Jaguar kommt von "Jag War" – so nannten die Eingeborenen Süd-Amerikas die gefleckten Räuber. Frei übersetzt bedeutet "Jag War" soviel wie "Der im Fliegen jagt". Die Großkatze steht in Südamerika an der Spitze der Nahrungskette und ist daher von größter Bedeutung für das Gleichgewicht des Ökosystems.

  • Portrait eines Jaguars

    WWF / Staffan Widstrand

    In der Antike wurde der Jaguar als der Gott der Fruchtbarkeit und auch als Herr des Todes verehrt. Seine Fähigkeit, sowohl bei Tag als auch bei Nacht zu jagen, symbolisiert für indigene Amazonasvölker eine übernatürliche Verbindung zwischen der Welt der Dunkelheit und der Welt des Lichts. Die Erweiterung der westlichen Zivilisation in den Amazonas hat jedoch oftmals ein Verschwinden der lokalen Kulturen zur Folge. Nun wird der Jaguar zunehmend als Bedrohung gesehen, hauptsächlich für Nutztiere und als Konkurrent bei der Jagd.

  • Jaguar Mutter mit Jungier

    iStock / Getty Images

    Die Fellgrundfarbe der meisten Jaguare ist gelbbraun. Es gibt jedoch wie auch bei anderen Raubkatzen komplett schwarze Exemplare. Die meisten Jaguare leben heute in den Tropenwäldern des Amazonasbeckens – so auch in Brasilien. Doch pro Minute werden in Brasilien über zwei Hektar Regenwald gerodet.

  • Wasserkraftwerk Teles Pires

    WWF-Brazil / Adriano Gambarini

    Im Juruena-Nationalpark in Brasilien gibt es noch nahezu unberührten, undurchdringlichen Regenwald – ein Paradies für den Jaguar und viele weitere Arten. Doch Brasilien plant den Bau von zwei großen Wasserkraftwerken im Schutzgebiet. 40.000 Hektar Regenwald sollen dafür gefällt und überflutet werden. Eine Katastrophe für den Jaguar und Juruena!

  • Jaguarfamilie

    WWF / iStock / Getty Images

    Der WWF will den Jaguar und seine Heimat in Brasiliens Regenwäldern schützen – zum Beispiel durch neue Schutzgebiete und gut ausgerüstete Patrouillen in Nationalparks. Wasserkraftwerke in Schutzgebieten können wir verhindern, wenn wir die Parkverwaltungen schulen und durch Forschung beweisen, wie schädlich die Kraftwerke sind.

Der Jaguar ist die einzige Großkatze Amerikas und ist besonders für seine Schnelligkeit und Sprungkraft bekannt. Für viele Wilderer jedoch ist sein Fell eine gute Einnahmequelle, welches auf dem Schwarzmarkt eine Menge Geld wert ist. So kommt es, dass sein einziger, natürlichen Feind der Mensch ist.

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