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Besondere Tiere der Roten Liste: So schön und so gefährdet

Besondere Tiere der Roten Liste: So schön und so gefährdet

Was haben Goldene Löwenäffchen und Eisbären gemein? Sie stehen beide wegen ihrer geringen Population auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Wo sich die Zahl von Löwenäffchen und Wisent mittlerweile etwas erholen konnte, kämpfen Eisbär und Amur-Tiger weiterhin ums Überleben.
  • imago-imagebroker

    Schnee-Eule

  • Letzte Rettung Rote Liste

    iStock / Getty Images

    Das Goldene Löwenäffchen war vom Aussterben bedroht. Heute turnt es wieder mit über 1.000 Artgenossen durch den Atlantischen Regenwald in Brasilien. Das ist auch der internationalen Roten Liste bedrohter Tiere und Pflanzen zu verdanken. Der Status "vom Aussterben bedroht" verschaffte dem Äffchen Priorität im Artenschutz.

  • Woher weiß man, wie viele Amur-Tiger es noch gibt?

    Igor Zhorov / WWF

    Man zählt zum Beispiel ihre Spuren im Schnee. Doch allein an den Fußabdrücken lässt sich nicht erkennen, ob hier verschiedene Tiger entlang gelaufen sind. Deshalb zählen über tausend Menschen gleichzeitig frische Spuren in einem riesigen Gebiet. Schließlich kann ein Amur-Tiger am Tag nur eine bestimmte Strecke zurücklegen. Die Experten werden mit Hubschraubern eingeflogen – es gibt in vielen Bereichen keine Straßen.

  • Bitte hübsch lächeln!

    Cambodia WWF/ GDANCP

    Dieser Leopard ist gerade in eine Fotofalle getappt. Laut Arnulf Köhncke, Artenschutzexperte vom WWF, sind solche Bilder eine wichtige Methode zur Populationszählung: "Leoparden lassen sich anhand ihrer Tupfenmuster unterscheiden. Deshalb können Experten sie mit Hilfe von Fotofallen zählen und rechnen das dann mit ausgeklügelten statistischen Methoden hoch."

  • Ist der Jangtse-Flussdelfin ausgestorben?

    Chinese Academy of Science / WWF

    Es ist sehr viel schwieriger nachzuweisen, dass ein Tier existiert, als dass es nicht mehr existiert. Wissenschaftler konnten schon lange kein einziges Exemplar des Jangtse-Flussdelfins mehr entdecken – auch nicht bei der Suche mit Unterwassermikrofonen. Dieser Delfin ist wahrscheinlich ausgestorben. Doch niemand kann mit Sicherheit sagen, dass er nicht in einem unberührten Flussabschnitt doch noch einmal auftaucht.

  • Das Przewalski Pferd war bereits ausgestorben…

    Hartmut Jungius / WWF-Canon

    Genauer: In freier Wildbahn ausgestorben. So wurde es in der Roten Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten geführt. Damit war ganz deutlich, wie dringend man sich um diese Art kümmern muss. Durch Nachzucht und die engagierte Arbeit einiger Zoos gibt es heute wieder etwa 300 der Asiatischen Wildpferde in freier Wildbahn und 1.800 in Zoos. Verschiedene Initiativen versuchen, weitere Tiere vor Ort in der Mongolei auszuwildern.

  • Faszination Buckelwal

    2009 Florian Schulz / WWF-US

    Buckelwale sind faszinierende Tiere und wir haben Glück, dass wir sie heute noch erleben dürfen. Die Art war durch den Walfang hoch bedroht, erholt sich aber zunehmend. In den Gefährdungskategorien der Roten Liste bedrohter Tiere und Pflanzen konnte sie herabgestuft werden – zunächst von „Stark gefährdet“ auf „Gefährdet“ und 2008 schließlich auf „Nicht gefährdet“. Zusätzlich hat der Buckelwal in der Liste den Vermerk „Increasing“ (vermehrend) dank großer Populationszuwächse von drei bis zehn Prozent pro Jahr.

  • Die letzten ihrer Population

    naturepl.com / Mary McDonald / WWF-Canon

    Dem Grauwal im Nordwestpazifik geht es schlecht, es gibt nur noch 130 Tiere in dieser Population. Ein Fall für den WWF. Denn der WWF arbeitet hauptsächlich am Erhalt stark gefährdeter Bestände und in Regionen, wo es nur noch sehr wenig Tiere gibt. "Wenn wir uns im internationalen Artenschutz um Arten kümmern, dann sind die alle hochbedroht." (Volker Homes, WWF)

  • Wird es dieses Nashorn noch geben, wenn wir einmal alt sind?

    naturepl.com / Mark Carwardine / WWF-Canon

    Das Sumatra-Nashorn ist vom Aussterben bedroht. Wenn das erst einmal so in der Roten Liste steht, ist es wirklich ernst. Deshalb kümmert sich der WWF intensiv um diese Art. "Das ist einer der Kandidaten, da müssen wir uns so dermaßen anstrengen, weil der Druck auf diese Wälder so hoch ist und weil das so eine schwierige Gemengelage ist, dass vielleicht dieses Tier ausstirbt, bevor ich sterbe. Und das finde ich katastrophal." (Volker Homes, WWF-Artenschutz-Experte)

  • Wisent: Es gibt ihn wieder

    WWF-Russia / Trepet Sergey

    In den 1920er Jahren war der Wisent akut vom Aussterben bedroht. Der letzte freilebende Wisent wurde 1927 im Kaukasus geschossen. Alle heute lebenden Wisente stammen von nur zwölf in Zoos und Tiergehegen gehaltenen Tieren ab.

  • Mit dem Eisbären auf Neuland

    naturepl.com / Andy Rouse / WWF-Canon

    Eisbären gibt es noch recht viele, nämlich etwa 25.000. Trotzdem gilt diese Art laut Roter Liste heute schon als gefährdet. Für Volker Homes vom WWF ist das ein wichtiger Durchbruch: "Durch unsere Klimaprognosen wissen wir, dass der Eisbär noch in diesem Jahrhundert aus dem Großteil seiner Lebensräume verschwunden sein wird. Hier hat zum ersten Mal eine Zukunftsprojektion Einzug in die Rote Liste gehalten."

  • Der Wachtelkönig wacht über sein Revier

    iStock / Getty Images

    Der Lebensraum bedrohter Arten muss geschützt werden. Stehen diese Arten auf der Roten Liste, dient das als Entscheidungs- und Argumentationshilfe. Im Lebensraum des Wachtelkönigs, der auf der Roten Liste Deutschlands als „stark gefährdet“ geführt wird, dürfen zum Beispiel bestimmte Baumaßnahmen nicht durchgeführt werden.

Fast 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten stehen aktuell auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, das sind 27.000. Mehr als 5.500 davon gelten als vom Aussterben bedroht. Wo sich die Zahl von Löwenäffchen und Wisent mittlerweile etwas erholen konnte, kämpfen Eisbär und Amur-Tiger weiterhin ums Überleben. Und immer mehr neue Arten kommen auf die Liste.

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