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Bergauf & bergab: Expertentipps für Skitouren

Bergauf & bergab: Expertentipps für Skitouren

Nach geschafftem Aufstieg: atemberaubende Panoramen – beim Abfahren: das grenzenlose Gefühl von Freiheit. Diese einzigartige Kombination macht Skitourengehen so beliebt. Für ein gelungenes Erlebnis in der Natur gibt es vor, während und nach den Touren einiges zu beachten.
  • Skier im Schnee

    iStock/fabio lamanna

    Tourengeher sollten sich im Vorfeld genau über die Schnee- und Wetterbedingungen informieren. „Mit dem Lawinenlagebericht und guten topographischen Karten kann der erfahrene Skitourengeher entscheiden, welche Hänge aufgrund ihrer Steilheit und Exposition gefährlich sind“, sagt der Vivalpin Bergschulleiter Wolfgang Pohl. Verlässliche Informationen zum Bergwetter und der aktuellen Lawinensituation gibt es über den Lawinenwarndienst Bayern.

  • Skitourengeher

    iStock/toberl77

    Je nach Art der Tour variiert auch die Ausrüstung: Egal ob Skitour auf der Piste oder gleich Freeride abseits von gespurten Routen – die Grundausrüstung ist abhängig vom persönlichen Fahrstil und Können. Ein passender Ski mit Tourenbindung, Skischuhe mit sogenanntem Walkmechanismus und rutschfestem Profil sowie verstellbare Stöcke und ein Helm gehören aber dazu. Abseits der präparierten und markierten Pisten ist grundsätzlich eine Lawinensicherheitsausrüstung bestehend aus LVS, Schaufel und Sonde unumgänglich und überlebenswichtig. „Je nach Länge und Charakter der Tour kommen auch noch zusätzliche Ausrüstungsgegenstände wie Karte, Erste-Hilfe-Set, Verpflegung und Sonnencreme in den Rucksack“, so Andreas Weiss, Marketing-Verantwortlicher bei K2 Sports Europe. Nachttouren sollten nur mit Stirnlampe unternommen werden. Bei der Wahl der Skitourenfelle ist es wichtig, dass die Felle an die Skibreite und -länge genau angepasst sind. Eine gute Imprägnierung verhindert, dass der Schnee ‚aufstollt‘, also nicht kleben bleibt, und erleichtert somit das Gleiten.

  • Skifahrer

    Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/ Matthias Fend

    Skitourengehen ist Ausdauersport, daher setzt der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer Wolfgang Pohl Gesundheit und eine gute Selbsteinschätzung voraus: „Zeitdruck sollte vermieden und das Tempo muss so gewählt werden, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.“ Zudem rät er von großen Gruppen und Alleingängen ab. Ideal ist es, wenn der Erfahrenste die Gruppenführung übernimmt. Regelmäßige Trink- und Esspausen halten die Leistungsfähigkeit und Konzentration aufrecht.

  • Steilhang

    iStock/wasja

    Beim Aufstieg in Steilhängen sollten die Tourengeher im Abstand von zehn Metern zueinander aufsteigen, um die Belastung auf die Schneedecke zu reduzieren. In Skigebieten dürfen Tourengeher nur am Pistenrand und nicht nebeneinander aufsteigen, um sich und die abfahrenden Skifahrer nicht zu gefährden. Bei der Abfahrt empfiehlt Wolfgang Pohl ebenfalls Abstände von 30 Metern, darüber hinaus „sollten sehr steile Hänge ab 35 Grad immer nur einzeln befahren werden.“ Zum eigenen Schutz und als Lawinenprävention können Tourengeher durch gute Skitechnik und eine dem Können angepasste Geschwindigkeit Stürze vermeiden. Die Natur ist bei Skitouren besonders intensiv erlebbar: unberührte Schneeflächen, spektakuläre Panoramen und eventuell sogar das ein oder andere Wildtier. Für den Schutz der Natur sollten Tourengeher so wenig Lärm wie möglich verursachen sowie Schutz- und Sperrgebiete respektieren.

  • Skier einwachsen

    iStock/giorgiomtb1

    Insbesondere die Skitourenfelle verlangen nach einer Tour eine besondere Behandlung, um möglichst lange ihre Funktion zu erhalten. Andreas Weiss von K2 Sports Europe rät, die Felle nicht am Heizkörper, sondern bei Zimmertemperatur zu trocknen. Am besten klebt man nach der Skitour die beiden trockenen Felle mit einer Trennfolie aneinander und lagert sie trocken und dunkel bis zur nächsten Tour. „Um den Spaß beim Tourengehen lange zu gewährleisten, sollten Tourengeher die Skier auch wachsen, hin und wieder die Kanten schleifen lassen und den Belag ausbessern“, so der Ausrüstungsexperte weiter.

  • Zugspitzbahn

    Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/ Matthias Fend

    Über die präparierte Aufstiegsspur im Gebiet Garmisch-Classic sind alle klassischen Touren rund um die Alpspitze und den Stuiben zu jeder Zeit erreichbar. Zur besseren Orientierung ist die gesamte Route mit Hinweistafeln ausgeschildert. Kreuzungsstellen auf den Pisten sind als Gefahrenstellen gekennzeichnet. Eine besonders beliebte und empfehlenswerte Route ist auch die Tour zur Stuibenhütte. Hier gibt es von der Bayerischen Zugspitzbahn ein besonderes Kombi-Ticket zum Preis von 20 Euro, bei dem eine Bergfahrt mit der Alpspitzbahn sowie eine Fahrt mit dem Bernadeinlift enthalten sind. Die Berg- & Skischule Vivalpin veranstaltet regelmäßig geführte Tagestouren und Einstiegskurse sowie Einführungen in die Schnee- und Lawinenkunde.

Für ein gelungenes Erlebnis in der Natur gibt es vor, während und nach Skitouren einiges zu beachten.

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