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Auf in die Berge: So packt man seinen Rucksack richtig

Was kommt wohin beim Wandern mit Rucksack?

Mit diesen Packtipps ist die Outdoor-Ausrüstung bei der nächsten Tour nicht nur gut verstaut, sondern auch schnell griffbereit.

Von Corinna Trube

Die Ausrüstung
© Corinna Trube

Die Ausrüstung

Welche Utensilien man beim Wandern oder Trekking benötigt, hängt von Art und Dauer der Tour sowie von den Bedingungen vor Ort ab. Will man einen Klettersteig machen, sind beispielsweise Klettergurt und Helm Pflicht im Equipment. Auf mehrtägigen Hochtouren sollten unter anderem Schlafsack, Zelt und warme Funktionskleidung im Rucksack Platz finden. Auch wenn es keinen allgemein gültig gepackten Rucksack gibt: Mit den folgenden Regeln wird zukünftig nicht nur das Packen leichter. Auch die Traglast verteilt sich mit einer sinnvollen Anordnung angenehmer. Als Beispiel dient der Aura 65 + 10 von Osprey.
Der Schwerpunkt
© Corinna Trube

Der Schwerpunkt

Generell gilt: Der Schwerpunkt des Rucksacks sollte dicht am Körper und etwa in Schulterhöhe liegen. So befindet er sich über dem Körperschwerpunkt, sprich der Hüfte, und der Rucksack zieht beim Tragen nicht nach hinten. Schwere Lasten verstaut man dabei möglichst dicht am Rücken.
Leichtes vs. schwieriges Gelände
© imago imagebroker

Leichtes vs. schwieriges Gelände

Auf flachen und leichten Wanderwegen packt man den Schwerpunkt tendenziell etwas höher, sprich schweres Gepäck findet auf Schulterhöhe Platz. Bei schwierigem Gelände, also auf Hochtouren oder Klettersteigen, packt man dieses hingegen etwas niedriger auf Höhe der Hüfte und damit näher zum Körperschwerpunkt. Das bewirkt zwar, dass man etwas nach vorne gebeugt läuft, jedoch hat man insgesamt eine bessere Balance.
Das Bodenfach
© Corinna Trube

Das Bodenfach

Besitzt der Rucksack ganz unten ein separat abgetrenntes Bodenfach, finden hier leichtere Dinge wie Daunenjacke oder Schlafsack Platz. Dabei bietet es sich an, zum Schlafsack noch Schlafkleidung und eine Taschenlampe zu packen – damit hat man alles, was man fürs Nachtlager braucht, schnell beisammen. Das Bodenfach sollte gut ausgefüllt sein, da es dem Rucksack Stabilität verleiht. Tipp: Falls nötig den Schlafsack in einen wasserdichten Beutel verpacken.
Das Hauptfach
© Corinna Trube

Das Hauptfach

Das Hauptfach wird nach den zuvor genannten Schwerpunkt-Regeln bepackt: Schwere Lasten, wie Kletterausrüstung, Zelt oder Proviant, kommen dicht an den Rücken. Ersatz- und Wechselkleidung verstaut man relativ weit unten und nach außen. Schmutzige Kleidung sollte am besten separat und in einer Tüte aufbewahrt werden. Auch bei der Verpflegung empfiehlt es sich, kleine Kunststofftüten zu verwenden und dabei entweder nach Mahlzeiten oder nach Tagesrationen aufzuteilen. Die Isomatte wird als stehende Röhre verstaut. So bleibt sie trocken und schützt gleichzeitig den übrigen Rucksackinhalt.
Der Deckel
© Corinna Trube

Der Deckel

In den Deckel kommt alles, was schnell griffbereit sein muss, sprich der Regenschutz des Rucksacks, Erste-Hilfe-Kit, Karte, Kompass, Mückenschutz, Brille, Handschuhe, Mütze, Geldbeutel, etc.
Die Außentaschen
© Corinna Trube

Die Außentaschen

Dinge, die man regelmäßig über den Tag nutzt, werden in den Außentaschen untergebracht. Dazu gehört warme Kleidung, eine Wasserflasche – sofern es kein im Rucksack integriertes Trinksystem gibt – und Regenkleidung. Achtung: Gerade wenn der Rucksack viele Seitentaschen besitzt, sollte man immer auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung achten.
So kompakt wie möglich
© imago Westend61

So kompakt wie möglich

Generell ist es ratsam, so wenig Ausrüstung wie möglich außen am Rucksack zu befestigen. Oftmals begeht man den Fehler und bringt die Isomatte seitlich oder unterhalb des Deckels an. Dadurch besteht allerdings zum einen die Gefahr, an Engstellen oder Bäumen hängen zu bleiben und zum anderen bietet man dem Wind mehr Angriffsfläche, was die Wanderung insgesamt anstrengender macht.
Ausnahmen bestätigen die Regel
© Corinna Trube

Ausnahmen bestätigen die Regel

Hat man allerdings im Hauptfach nicht mehr genügend Platz, kann man bespielweise auch das Zelt – sofern es nicht zu breit ist – an den Schlaufen am Bodenfach befestigen. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass das Zelt wasserfest verpackt ist. Wanderstöcke lassen sich unkompliziert und schnell zugänglich an den Seiten befestigen.
Nicht zu schwer packen
© imago imagebroker

Nicht zu schwer packen

Das Gesamtgewicht des Rucksacks sollte nach Möglichkeit maximal ein Drittel des Eigengewichts ausmachen. Dies ist allerdings keine allgemeingültige Regel, da das Gewicht von Art, Dauer, Ziel und Gruppengröße der Tour abhängt. Sprich: Je größer die Gruppe, desto weniger Ballast durch Allgemeinzeug für den Einzelnen. Je kälter das Ziel, desto schwerer wird der Rucksack. Trotzdem ist es sinnvoll, seine Packliste nochmal genau zu prüfen, sollte das Gewicht des Rucksacks über einem Drittel des eigenen Gewichts liegen. Hier helfen auch speziell für Outdoor-Touren entwickelte, extrem leichte Utensilien, wie zum Beispiel Mikrofaser-Handtücher, die nur etwa ein Zehntel eines normalen Handtuchs wiegen.
Weitere nützliche Tipps
© imago Dieter Mendzigall

Weitere nützliche Tipps

Wasserdichte Packbeutel schaffen nicht nur Ordnung im Hauptfach und füllen tote Winkel im Inneren aus. Sie sind auch eine zuverlässige Alternative zur Regenhülle. Zudem macht es Sinn, seinen Rucksack immer nach dem gleichen Prinzip zu packen, sprich jedes Teil hat seinen festen Platz. Damit findet man seine Sachen nicht nur schneller, sondern kann Mitreisenden, falls nötig, auch besser beschreiben, wo sie was finden.

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