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Artenschutz: Gewinner und Verlierer des Jahres 2014

Artenschutz: Gewinner und Verlierer des Jahres 2014

Jedes Jahr verändern sich Populationsgröße und Lebensraum vieler Tierarten. Grund dafür ist der Mensch: Mit Wilderei und Ressourcenförderung setzt er selbst den stärksten Tieren so stark zu, dass die Schäden nicht – oder nur schwerlich – wieder rückgängig zu machen sind. Doch dank Naturschutzorganisationen wie dem WWF gab es im Jahr 2014 auch Erfolge. Die Galerie zeigt die Gewinner und Verlierer des Jahres 2014.
  • Blauwal

    Naturepl.com/David Fleetham/WWF-Canon

    Das größte Tier überhaupt bekommt mehr Schutz: Chile hat vor der Küste des Landes ein 70.000 Hektar großes Schutzgebiet eingerichtet. Etwa 250 Blauwale kommen jährlich in den Golf von Corcovado im Süden Chiles, um dort ihre Jungen aufzuziehen. Seit 2005 hat der WWF für das Schutzgebiet gekämpft. Weltweit gibt es maximal 25.000 Blauwale.

  • Amerikanischer Monarchfalter

    Naturepl.com/Ingo Arndt/WWF-Canon

    Der Bestand der orange-roten Schmetterlinge ist auf ein Rekordtief abgesackt. Die Population ging innerhalb eines Jahres um 44 Prozent zurück. Mit dem Monarchfalter droht ein einzigartiges Naturschauspiel zu verschwinden. Jeden Herbst fliegen Abermillionen Falter tausende Kilometer von Nordamerika nach Mexiko - und kommen dort immer am Totensonntag an. Für die Mexikaner symbolisieren die Schmetterlinge die Rückkehr der verstorbenen Seelen. Doch damit könnte es bald vorbei sein.

  • Bonobos

    Naturepl.com/Karl Ammann/WWF-Canon

    Der Salonga-Nationalpark in Afrika gilt als letzter Zufluchtsort der Menschenaffen. Doch immer mehr Wilderer dringen in den Nationalpark ein. Bald könnte der Zugang zu dem fast unberührten Gebiet noch leichter werden: Die kongolesische Regierung hat für einen Teil des Nationalparks Konzessionen zur Förderung von Erdöl vergeben. Es gibt unter den Primaten jeodch auch einen Gewinner - und zwar den größten unter den Menschenaffen ...

  • Berggorilla

    Angela Carpinacci/Francesco Lupi/WWF-Italy

    Der Ölkonzern SOCO International beendet die Aktivitäten zur Ölförderung im Virunga-Nationalpark. Damit ist die Gefahr für das UNSECO-Weltnaturerbe vorerst abgewandt. Die Region ist Heimat von etwa 200 gefährdeten Berggorillas. In einer globalen Kampagne hatte sich der WWF für den Nationalpark eingesetzt. Um die Heimat der Berggorillas dauerhaft zu schützen muss die Regierung des Kongos aber alle Öl-Konzessionen für Virunga zurücknehmen.

  • Lemuren

    Naturepl.com/Edwin Giesbers/WWF-Canon

    Laut Roter Liste 2014 finden sich 94 Prozent der Primaten in einer der drei höchsten Gefährdungskategorien. Darunter findet sich sowohl die größte Lemurenart, der Große Indri („vom Aussterben bedroht“), sowie die kleinsten Primaten der Welt, der Berthe-Mausmaki („gefährdet“). Lemuren sind durch Lebensraumzerstörung und Wilderei besonders gefährdet.

  • Elefanten

    Angela Carpinacci/Francesco Lupi/WWF-Italy

    2014 lag die Wilderei auf Elefanten in Afrika zum vierten Mal in Folge über der natürlichen Reproduktionsrate. Einzelne Populationen sind inzwischen vom Aussterben bedroht. In ganz Afrika leben derzeit schätzungsweise rund 430.000 Elefanten.

  • Nördliches Breitmaulnashorn

    Martin Harvey/WWF-Canon

    Der Bestand der vom Aussterben bedrohten Nördlichen Breitmaulnashörner hat sich weiter verringert. Mit dem Nashornbullen Suni starb 2014 in Kenia das wahrscheinlich weltweit vorletzte fortpflanzungsfähige Männchen dieser Nashorn-Unterart. Damit gibt es nur noch sechs Nördliche Breitmaulnashörner.

  • Elch

    Staffan Widstrand/WWF

    Im Sommer stand plötzlich ein Elch in einem Dresdner Bürogebäude. Obwohl Deutschland längst Elch-Einwanderungsland ist, dürfte das auch zukünftig nicht an der Tagesordnung sein. Wildschäden oder Probleme im Straßenverkehr müssen trotzdem thematisiert werden. Um die Rückkehr der hierzulande einst ausgerotteten Hirschart zu einem dauerhaften Erfolg werden zu lassen, werden Elch-Managementpläne benötigt.

  • Walrösser

    Steve Morello/WWF-Canon

    Im Herbst kam es in Alaska zu einem ungewöhnlichen Schauspiel: Auf einem Strand lagen dicht an dicht 35.000 Walrösser. Normalerweise ruhen sich die Tiere auf Eisschollen aus. Doch das arktische Packeis hat sich 2014 – vermutlich aufgrund des Klimawandels – stärker zurückgezogen. Die Tiere mussten notgedrungen auf das Festland ausweichen.

  • Verlierer: Löwen

    Roger Hooper/WWF-Canon

    Population und Lebensraum des Löwen in Afrika schwinden dramatisch. Der König der Tiere steht vielerorts vor dem Aussterben. Man schätzt die Zahl der Löwen in freier Wildbahn auf etwa 23.000 Tiere. Wie zuletzt im Januar 2014 eine Studie von Science belegte, stehen die Löwen in Westafrika vor dem Aussterben. In Indien gibt es nur noch Restbestände.

  • Gewinner: Bartgeier

    Markus Varesvuo/WWF-Canon

    2014 war ein Rekordjahr für die Wiederansiedlung der Bartgeier in den Alpen. Mit zwei ausgewilderten Tieren und acht in der Wildnis geschlüpften bekommt die Population einen wichtigen Wachstumsschub. 1986 wurden Bartgeier in den Alpen durch den WWF ausgewildert. Heute gibt es wieder über 150 Tiere in den gesamten Alpen.

Jedes Jahr verändern sich Populationsgröße und Lebensraum vieler Tierarten. Grund dafür ist der Mensch: Mit Wilderei und Ressourcenförderung setzt er selbst den stärksten Tieren so stark zu, dass die Schäden nicht – oder nur schwerlich – wieder rückgängig zu machen sind. Doch dank Naturschutzorganisationen wie dem WWF gab es im Jahr 2014 auch Erfolge. Die Galerie zeigt die Gewinner und Verlierer des Jahres 2014.

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