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Alltagsweisheiten hinterfragt: Warum muss man bei Gewitter den Fernseher ausstöpseln?

Alltagsweisheiten hinterfragt: Warum muss man bei Gewitter den Fernseher ausstöpseln?

Bei Gewitter sollte man den Fernseher ausstöpseln, so der Volksmund. Doch stimmt das wirklich? Und, wenn ja: warum eigentlich? Wir nehmen diese und andere Alltagsweisheiten unter die Lupe.
  • Blitz

    iStock/lolloj

    Diese Empfehlung sollte man ernstnehmen – zu schnell gehen elektronische Geräte kaputt, wenn sie den enormen Kräften eines Blitzes ausgesetzt sind. Daher gilt diese Regel genau genommen für alle Elektrogeräte, nicht nur für Fernseher. Übrigens: Nur ausschalten genügt nicht – den winzigen Abstand zwischen zwei getrennten elektrischen Kontakten überspringt ein Blitz problemlos.

  • Siebenschläfer

    iStock/reptiles4all

    "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt" - soweit der Volksmund. Doch was ist dran an dieser Alltagsweisheit? In der Tat ist das Wetter am Siebenschläfertag (27. Juni) ein guter Indikator dafür, wie der Sommer wird. An diesem Tag - oder etwas später - entscheidet sich, ob das Azorenhoch auf der Höhe des Mittelmeeres oder nördlicher liegt. Eine nördliche Lage macht das Wetter hierzulande stabil und warm. Bleibt das Hoch südlich, können Tiefdruckgebiete ungehindert vom Atlantik aus über Deutschland ziehen. Das heißt für uns: wechselhaftes und nasskaltes Wetter.

  • Zecke

    iStock/ErikKarits

    Die Wahrheit ist: nein! Aber wie sonst gelangen sie auf unseren Kopf? Ganz einfach: Sie krabbeln über unsere Beine nach oben und suchen sich eine geeignete Stelle zum Blutsaugen - meist sind dies Kniekehlen, der Leistenbereich, Achselhöhlen oder die Kopfhaut; Stellen also, wo unsere Haut relativ dünn ist. Meist halten sich die Tiere im Gras oder Gebüsch auf. Wer daran entlang streift, wird angefallen. Es empfiehlt sich daher in Zeckengebieten hohes Schuhwerk und eine lange Hose zu tragen.

  • Grübelnder Mann

    iStock/GlobalStock

    Tun sie nicht. Wissenschaftler der Universität Helsinki haben Profiboxer und kopfballstarke Fußballer untersucht und festgestellt: Erschütterungen des Kopfes verursachen sehr häufig leichte Gehirnerschütterungen - dadurch wird das Denkvermögen aber eher beeinträchtigt als gefördert.

  • Kiffender Mann

    Imago/imagebroker

    „Kiffen macht doof" - soweit das gängige Klischee zum Konsum von Cannabis, das sicher unter anderem durch die Wirkung des Rauschmittels befeuert wird: Kiffer wirken oft albern, unkonzentriert und lethargisch. Doch hat Marihuana auch langfristige Folgen auf das geistige Leistungsvermögen seiner Konsumenten? Eine neuseeländische Studie behauptete im Sommer 2012, dass dieser Zusammenhang besteht; damals wurde bei Jugendlichen ein Rückgang des IQs durch den Konsum von Cannabis um bis zu acht Punkte festgestellt. Doch nun wird das Ergebnis dieser Untersuchung angezweifelt. Ein norwegischer Forscher veröffentlichte im Fachmagazin PNAS einen Artikel, der die Methodik der neuseeländischen Studie in Frage stellt: Die Forscher hätten bei ihrer Analyse den soziökonomischen Status ihrer Teilnehmer nicht berücksichtigt - also Faktoren wie Bildung, Einkommen und Berufstätigkeit. Genau dort sieht der Wissenschaftler Ole Rogeberg vom Ragnar Frisch Centre for Economic Research in Oslo aber den wahrscheinlichsten Grund für den Intelligenzrückgang der Studienteilnehmer. Gerade Kinder aus bildungsfernen Familien würden nach dem Ende ihrer Schulzeit oft weniger gefordert, als während ihrer schulischen Ausbildung. Das könne auch zu einem Rückgang des IQs führen, so Rogeberg. Die neuseeländischen Wissenschaftler, die für die Studie 2012 verantwortlich zeichneten, haben Rogebergs Kritik bereits gekontert: Seine Feststellung basiere nur auf Simulationen, während sie für ihren Versuch mehr als 1.000 Teilnehmer fast 40 Jahre regelmäßig untersucht hätten. Der Streit um die Auswirkungen von Cannabis auf die Intelligenz seiner Konsumenten dürfte also weitergehen...

  • Stechmücke

    iStock/teptong

    Das ist leider falsch. Auch wenn der Boden im Winter so richtig durchfriert, verringert das die Population der Stechmücken nicht. Ein lauer und feuchter Winter hingegen ist für die Insekten ein Graus, da sich dann Schimmel in der Brut ausbreiten kann.

  • Menschen mit Regenschirmen

    Imago/Ralph Peters

    Eine tatsächlich belegbare Wetterregel: In unseren Breiten ist der April ein Monat mit besonders wechselhaftem Wetter. Das liegt daran, dass zu dieser Zeit im Jahr in Mitteleuropa die sehr kalte Luftmassen aus dem Norden auf schon stark erwärmten Luftmassen aus dem Süden treffen. Dort, wo die Luftmassen aufeinandertreffen, entsteht das schlechte Wetter.

  • Lachender Junge mit einer Zitronenscheibe

    iStock/_Ella_

    Ursprünglich ist nicht „lustig" gemeint, sondern „gelustig" - ein mittlerweile altertümliches Wort für „es macht Lust auf Essen". Und das stimmt tatsächlich: Saures fördert den Speichelfluss und aktiviert dadurch die Verdauung.

  • Kind mit Eltern

    iStock/IPGGutenbergUKLtd

    Oft muss die Erklärung "Einzelkind" herhalten, selbst wenn Erwachsene mit etwas zu viel Temperament ihren Willen durchsetzen oder beim Essen die größte Portion für sich beanspruchen. Die Folge: Ihre Mitmenschen sehen sie als Einzelgänger. Dem Klischee nach haben sie weniger Freunde. Dieses Vorurteil können wir nun getrost ablegen: Laut einem Versuch an der Ohio State University sind Einzelkinder genauso beliebt, wie Kinder mit Geschwistern. 13.000 Schüler von der siebten bis zur zwölften Klasse schauten sich die Wissenschaflter an. Im Durchschnitt wurden die Kinder alle von fünf anderen Schülern als Freund aufgelistet. Gemäß einer anderen Untersuchung profitieren die Kinder in den Mini-Familien sogar davon, dass sie die geballte Aufmerksamkeit der Eltern bekommen. Demnach bekommen Einzelkinder häufig bessere Noten in der Schule und ergattern oft auch einen besseren Schulabschluss als der Nachwuchs aus größeren Familien.

  • Verzweifelnder Mann vor einem Laptop

    iStock/AnaBGD_

    Dieser Effekt kann tatsächlich auftreten. Stress kann zu Haarausfall führen. Der betrifft die pigmentierten Haare stärker als die bereits ergrauten, die dadurch vermehrt übrig bleiben. So sieht es aus, als verursachte der Kummer graue Haare.

  • Geschälter Apfel

    iStock/susandaniels

    Wer schält, verliert: In der Tat sitzen die meisten Vitamine direkt unter der Schale. Kein Wunder - die begehrten Stoffe werden durch die Einstrahlung der Sonne gebildet und bleiben großteils dort, wo sie entstehen.

  • Filmcover

    Imago/United Archives

    Angeblich ist das "verflixte siebte Jahr" Beziehungskiller Nummer eins. Sogar ein Film mit Marilyn Monroe handelt von diesem Thema. Wahr ist, dass vierzig Prozent aller Ehen in die Brüche gehen. Die meisten davon allerdings schon drei bis vier Jahre nach der Hochzeit. Grund zum Aufatmen: Wer die ersten sieben Jahre überstanden hat, schafft den Rest wahrscheinlich auch noch.

  • Mädchen mit Muschel am Ohr

    iStock/wojciech_gajda

    Es ist wirklich ein Rauschen zu hören, wenn man sich eine Muschel ans Ohr hält. Vollkommen falsch ist aber, dass hier das Meer zu hören ist, oder auch der eigene Blutfluss im Ohr - wie einige behaupten. Die Lösung ist ganz einfach: Es handelt sich um die Verstärkung der Umweltgeräusche, die man durch die Muschel anders wahrnimmt als sonst.

  • Eichenbaum

    iStock/istera

    "Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen." Blödsinn: Jeder Mast, Turm oder Baum ist bei einem Gewitter wahrscheinlicher das Opfer eines Blitzeinschlages als die flache Ebene - der Blitz "sucht" sich einfach den kürzesten Weg zum Boden. Und so macht es auch keinen Unterschied, ob man sich unter eine Eiche oder eine Buche stellt; gefährlich ist beides. Früher wurde mit dem Wort "Buche" aber auch ein niedriges Gebüsch bezeichnet, was der Ursprung dieser Bauernnregel sein könnte.

  • Bumerang

    iStock/jeu

    Falsch: Ein echter australischer Jagd-Bumerang kommt nicht zurück. Es gibt allerdings durchaus Bumerangs, die zurückkehren - wenn sie korrekt geworfen werden. Treffen sie auf ihrem Weg allerdings irgendetwas, stürzen sie ab und bleiben liegen.

  • Schnapsgläser

    iStock/HandmadePictures

    Alkohol trägt in der Tat zur Beschleunigung der Verdauung bei - allerdings belastet er gleichzeitig die Leber. Diese muss dann nicht nur das Fett im Essen abbauen, sondern eben auch den Alkohol. Der Verdauungs-Schnaps ist also eine zweischneidige Angelegenheit.

  • Gelbe Wolken

    iStock/Zog

    Durchaus keine Bauernregel im Stil von "Steht der Bauer auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist". Es gilt wirklich: Wenn sich an der Unterseite von Gewitterwolken fransige, gelbliche Gebilde abzeichnen, hagelt es tatsächlich an der entsprechenden Stelle.

  • Nachdenkendes Mädchen

    iStock/Nata_Snow

    Diese Theorie ist wissenschaftlich bewiesen. Dabei sind die Ergebnisse nicht einmal mit anerzogenem Rollenverhalten zu erklären. Auch das Gerücht vom räumlichen Vorstellungs-Vermögen entspricht der Wahrheit.

  • Käseplatte

    iStock/Tuned_In

    Käse enthält freie Fettsäuren. Wenn diese in den Darm gelangen, schicken sie ein Signal an den Körper, damit der Magen weniger Nahrung an den Darm weitergibt. Das führt zu einem Sättigungsgefühl. Außerdem enthält Käse viele Mineralstoffe wie Calcium und Phosphat. Diese helfen dabei, den vom Essen angegriffenen Zahnschmelz zu regenerieren.

  • Spinat

    iStock/Lecic

    Das stimmt nicht unbedingt. Zwar enthalten 100 Gramm Spinat 35 Milligramm Eisen - allerdings gilt das für Trockenspinat. Da frischer Spinat allerdings zu 90 Prozent aus Wasser besteht, müssten wir sehr viel davon Essen, bis wir den entsprechenden Eisenanteil in uns aufgenommen haben. Hülsenfrüchte, Nüsse und Pilze sind sehr viel eisenhaltiger. Gesund bleibt Spinat nichtsdestotrotz, denn er enthält viel Vitamin A und C.

  • Münze

    iStock/leonikonst

    Dieser Spruch ist nur zur Hälfte wahr. Ab dem 20. Juni 1948 bekam jeder Einwohner vierzig neue Mark, wenn er 60 alte Reichsmark abgab. Im August durfte man nochmals dreißig alte gegen zwanzig neue Mark eintauschen. Sparguthaben wurde ebenfalls umgetauscht. Für hundert alte Mark gab es dann allerdings nur 6,50 Mark.

  • Charles Darwin

    Imago/ZUMA Press

    Charles Darwin gilt als der Erfinder der Evolutionstheorie. Das ist allerdings nur teilweise richtig. Er war zwar ihr prominentester Vertreter und machte die Theorie weltbekannt - aber in Wirklichkeit forschten verschiedene Wissenschaftler an sehr ähnlichen Theorien. Alfred Russel Wallace publizierte beispielsweise fast zeitgleich zu Darwins Veröffentlichung seine Selektionstheorie.

  • Vom Affen zum Menschen

    iStock/robuart

    Dieser Ausspruch sorgt vor allem in religiösen Kreisen für Empörung - und ist falsch. Richtig ist hingegen, dass Affen wie Schimpansen oder Gorillas dieselben Vorfahren hatten wie wir Menschen.

  • Evolutionsbaum

    iStock/ GiorgioMorara

    Das stimmt so nicht ganz: Wenn wir vom Menschen als Meisterwerk der Evolution sprechen, ist dies eigentlich irreführend - denn Evolution beruht auf Zufall und ist nicht zielgerichtet. Unter ähnlichen Voraussetzungen könnten auch völlig andere Lebensformen entstehen, als jene, die heute auf der Erde leben. Das Prinzip der Evolutionstheorie besagt lediglich, dass sich jene Lebewesen durchsetzen, die am besten angepasst sind.

  • Darwin-Finken

    iStock/mdmworks

    Der Darwin-Finke ist mittlerweile zum geflügelten Wort geworden. Angeblich machte Charles Darwin anhand dieser Vogelart seine revolutionären Entdeckungen auf den Galapagos-Inseln, die zur Evolutionstheorie führten. Wahr ist, dass ihm die Variationen einer Vogelart auf den verschiedenen Inseln aufgefallen war - sie hatten sich an die jeweilige Umgebung angepasst, Wissenschaftler sprechen auch von der Variation innerhalb einer Population. Allerdings hatte Darwin damals keine Finken untersucht, sondern Spottdrosseln.

  • Armdrücken

    Imago/INSADCO

    Wenn der Kraftprotz gewinnt, wird das gern mit dem Spruch "Der Stärkere setzt sich durch" kommentiert. Die Aussage bezieht sich auf die darwinsche Theorie des "Survival of the fittest". Allerdings meinte der Evolutionswissenschaftler mit "fittest" auf keinen Fall den "Stärkeren", sondern den, der am besten an die jeweilige Situation angepasst ist. Ansonsten hätten die Dinosaurier wohl bis heute überleben müssen. Hinzu kommt, dass die Formulierung "Survival of the fittest" überhaupt nicht von Darwin stammt, sondern von Herbert Spencer. Er steht für die Idee des Sozial-Darwinismus - in dieser wird die darwinsche Theorie auf moderne Gesellschaften übertragen.

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