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Alles Quatsch – Die größten Ernährungsmärchen

Alles Quatsch - Die größten Ernährungsmärchen

Kaffee sollte man meiden, Margarine ist gesünder als Butter, Light-Produkte machen schlank – oder doch nicht? Längst nicht alles stimmt, was uns als gesichertes Wissen über unser Essen verkauft wird.
  • Spinat

    Imago/Westend61

    Spinat gehört nicht zu Ihren Leibspeisen? Liegt es vielleicht daran, dass Sie als Kind viel Spinat essen mussten, weil der angeblich besonders reich an wertvollem Eisen ist? Alles Blödsinn! Es handelt sich tatsächlich nur um ein Gerücht. Heute weiß man, dass 100 Gramm Spinat nur etwa 2,2 Milligramm Eisen enthalten und nicht wie früher angenommen 22. Einem Wissenschaftler unterlief damals bei der Analyse der Inhaltsstoffe ein simpler Rechenfehler. Er hat sich um eine Kommastelle vertan. Spinat ist wegen seines Gehalts an Magnesium, Kalium und verschiedener B-Vitamine aber trotzdem ein gesundes Gemüse.

  • Kaffee

    Istock/Nutnarin Khetwong

    Kaffee erhöht die Konzentrationsfähigkeit und kurbelt unseren Stoffwechsel an. Wissenschaftler haben jetzt sogar herausgefunden, dass Kaffee eine erstaunlich hohe Dosis an Antioxidantien, insbesondere an Polyphenolen, enthält. Das sind Stoffe, die die Zellen des Körpers, und damit die Erbanlagen, vor oxidativen Schäden und so vor Krebs schützen. Am gesündesten sind ein bis zwei Tassen, die über den Tag verteilt getrunken werden.

  • Margarine

    Istock/ajafoto

    Auch wenn es uns die Werbung so verkauft, fehlen dafür leider stichhaltige Beweise aus der Wissenschaft. Margarine senkt weder den Cholesterinspiegel im Blut noch schützt ihr Verzehr vor Herzkrankheiten. Mit Margarine lassen sich auch keine Kalorien sparen: Sie enthält genau wie Butter etwa 80 Prozent Fett und die gleiche Menge an Kalorien. Halbfettmargarine dagegen enthält halb so viel Fett und auch die Hälfte an Kalorien. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich. Wenn man schon Margarine kauft, sollte man darauf achten, dass sie keine „teilweise gehärteten Fette und/oder Öle“ enthält. Diese so genannten Transfette stehen im Verdacht, das Herzinfarktrisiko sogar zu erhöhen.

  • Light Produkt

    Imago/Newscast

    NEIN! Viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass künstliche Süßstoffe, wie zum Beispiel Aspartam, erst recht Appetit auf Süßes machen. Und ist das Gewissen erst beruhigt („Ich esse ja light“) packt man sich schnell viel mehr auf den Teller, als man von den normalen Produkten essen würde. Das führt zu mehr Gewicht auf der Waage.

  • Eier

    Istock/ANGELA ARCHILLA

    Das ist so allgemein nicht richtig. Eier enthalten zwar viel Cholesterin, aber unser Cholesterinspiegel im Blut wird zum größten Teil von körpereigenen Mechanismen gesteuert. Ein gesunder Mensch sollte sich also nicht den Appetit auf Eier verderben lassen. Ein Ei am Tag darf sein.

  • Frau am Kühlschrank

    Istock/Artfoliophoto

    Das ist sicher falsch. Millionen Südländer beweisen uns das Gegenteil, denn diese essen oft sehr spät und sind nicht dicker als wir Nordeuropäer. Es kommt auf die gesamte Energiebilanz am Tag an. Also die Kalorien, die wir zu uns nehmen minus der Kalorien, die wir durch Sport und Bewegung wieder verbrauchen.

  • Salat

    Istock/Wicki58

    Kopfsalat lässt die Herzen von Ernährungsphysiologien nicht gerade höher schlagen. Salat besteht zu 95 Prozent aus Wasser. Es stimmt zwar, dass Blattsalat sehr wenige Kalorien enthält. Aber auch andere wichtige Nährstoffe wie Mineralien, Vitamine, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Spurenelemente sind kaum vorhanden.

  • Salz

    Istock/AaronAmat

    Das stimmt so nicht. Bluthochdruck entsteht nicht nur durch erhöhten Salzkonsum, sondern hat verschiedene Ursachen. Zu dem Märchen, dass Salz den Blutdruck erhöht, gelangte man nach einem Experiment mit Ratten in den 70er Jahren. Salzte man ihr Futter, so stieg der Blutdruck der Ratten an. Allerdings mussten die Ratten eine Tagesdosis – auf den Menschen hochgerechnet – von über einem Pfund Salz verzehren. Am besten man hält sich an die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Diese erlaubt eine Ration von sechs Gramm Salz pro Tag, das ist ungefähr ein Teelöffel voll.

  • Bier mit Wampe

    Istock/zoom-zoom

    Sorry liebe Bierfans, dieses Ernährungsmärchen stimmt leider. Bier enthält erstaunlich viele Kalorien. Ein halber Liter des edlen Hopfengebräus hat einen Nährwert wie ein Hamburger. Zudem enthält Bier Phyto-Östrogene. Das sind pflanzliche Hormone die die Fetteinlagerung, besonders in Bauch und Brust, begünstigen.

Kaffee sollte man meiden, Margarine ist gesünder als Butter, Light-Produkte machen schlank – oder doch nicht? Längst nicht alles stimmt, was uns als gesichertes Wissen über unser Essen verkauft wird.

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