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Ski- und Pistentrends

50 Jahre Wintersport-Geschichte

50 Jahre Wintersport-Geschichte

Von Stemmschwung über Wedeln bis Freeriden: Am 12. Dezember 2015 wird das erste Gletscher-Skigebiet Österreichs, das Kitzsteinhorn, 50 Jahre alt. Seit seiner Eröffnung im Winter 1965 hat sich viel getan im Wintersport. So haben sich Ski- und Pistentrends über die Jahre entwickelt.
  • Männer auf Abfahrt mit Prallelschwüngen

    Kitzsteinhorn

    In den 60er Jahren entwickelte sich das Skifahren zur beliebten Wintersportart. Überall in den Alpen wurden Lifte gebaut und Pisten erschlossen. Skihersteller verstärkten die hölzernen Bretter erstmals mit Metall und Kunststoff und wurden zu Massenproduzenten. Im Jahr 1965 eröffnete das erste Gletscher-Skigebiet Österreichs und zwei Jahre später folgte der erste Schlepplift der Welt auf einem fließenden Gletscher. Skier hatten in dieser Zeit eine Länge von zwei Metern und mehr. Wer auf der Piste den perfekten Fahrstil beherrschte, wedelte mit kurzen, schnellen Parallelschwüngen. Auf den weiten, freien Hängen des Kitzsteinhorns oberhalb der Baumgrenze war das Tiefschnee-Fahren, heute bekannt als Freeriden, schon damals sehr beliebt. Kleidungstechnisch waren die 60er Jahre das Zeitalter der dicken Strickpullis, Steghosen, Anoraks und Wollhandschuhe. Skischuhe waren aus Leder und wurden eng geschnürt, sie boten weit weniger Stabilität als heutige Modelle.

  • Gruppe Skifahrer in 70er Jahre Anzügen

    Dietmar Sochor

    In den 70er Jahren brach eine wahre Begeisterungswelle für das Skifahren aus. Mehr Pisten wurden zugänglich gemacht, Lifte weiterentwickelt und Kapazitäten erhöht. Im Jahr 1970 ging am Kitzsteinhorn erstmals ein Doppel-Sessellift in Betrieb, der dem neusten Komfort- und Leistungsstand entsprach. Auf der Piste wurden insbesondere modisch neue Akzente gesetzt: Nicht nur die ersten Kunstfaser-Kleidungsstücke bereicherten die Wintergarderobe. Die Looks wurden auch immer bunter. Der absolute Schrei waren die legendären Jethosen, enge Steghosen in Röhrenform und zum Teil in Lederoptik.

  • Vier Skifahrer posieren für Foto

    Kitzsteinhorn

    Die 80er Jahre prägten die Geschichte des Wintersports in vielerlei Hinsicht. Zum Beispiel durch die Pisten-Mode: Bunte Steppjacken, eng sitzende Jeans und Stulpen leuchteten neben neonfarbenen Overalls im Schnee. Pistensportler steuerten die langen, kaum taillierten Skier mit ausgeprägten Auf- und Ab-Bewegungen und schwungvollen Hüftdrehungen. Zudem gingen Mitte des Jahrzehnts die ersten Snowboards in Serienproduktion. Allerdings war der neue Brettsport damals noch eine Nische, in der sich überwiegend Abenteurer und Profis tummelten. Technisch zeichnete sich eine Weiterentwicklung der Skigebiete ab: 1982 wurde in Salzburgs höchstgelegenem Skigebiet am Kitzsteinhorn die weltweit erste Panoramakamera zur Übertragung von Live-Bildern installiert – heute gehören Webcams zum Standard in jedem modernen Skigebiet.

  • Gruppe sonnenbadet auf dem Gletscher

    Dietmar Sochor

    Noch bevor das Snowboarden richtig in Mode kam, entstand 1990 der erste Funpark auf dem Gletscher Kitzsteinhorn. 1994, ein Jahr bevor das Snowboarden zur olympischen Disziplin erklärt wurde, maßen sich am Kitzsteinhorn beim erste FIS Snowboard Weltcup bereits die Profis der internationalen Szene. Die Nachfrage wuchs und entwickelte sich Mitte der 90er zu einem regelrechten Hype, der das Skifahren zeitweise fast uncool aussehen ließ. Auch modisch prägten Snowboarder das Jahrzehnt. Mit lässigen Outfits wollten sie sich auf der Piste abgrenzen. Ihr Stil beeinflusste zunehmend die Ski-Mode, die damals noch vom Neonfarben-Trend der 80er bestimmt war. Bei dieser neuen Konkurrenz zog die Ski-Industrie rasch nach. 1991 kamen die ersten Carving-Skier auf den Markt, die mit ihrer starken Taillierung das Skifahren revolutionierten: Kurven fuhren sich damit fast wie von selbst und die traditionelle Schneepflugtechnik gehörte bald der Vergangenheit an.

  • Snowboarder im Sprung

    Roland Haschka

    Seit 2003 sind die Gletscherbahnen Kaprun als einziges österreichisches Bergbahnunternehmen in den Bereichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Bahnen und Gastronomie ISO-zertifiziert. Mit der Jahrtausendwende gewann die Differenzierung der Skigebiete an Bedeutung. Im Zuge der Neuausrichtung wurden am Kitzsteinhorn neue Trends gesetzt: 2006 etablierte sich der Gletscher mit drei Snowparks zu einem der größten Freestyle-Zentren der Alpen. 2005 startete die kulinarische Eventreihe „Hochgenuss“, bei der Spitzenköche auf dem Gletscher ein Menü zubereiten. Seit 2007 gibt es jedes Jahr das ICE CAMP, eine Iglu-Landschaft mit Panoramaterrasse, auf der Sonnenanbeter Drinks genießen.

  • Panorama-Plattforn Top of Salzburg

    Kitzsteinhorn

    Heute bedeutet Skifahren mehr als Pistenskilauf. Im Jahr 2010 wurde in einer Kooperation zwischen Kitzsteinhorn und Nationalpark Hohe Tauern die Gipfelwelt 3000 eröffnet, in der sich unter anderem Österreichs höchstgelegenes Kino, das Gipfel Restaurant, die Nationalpark Gallery und die Panorama-Plattform Top of Salzburg befinden. Mit dem Aufkommen des Freeride-Trends wurde 2010 ein offizielles Angebot mit fünf ausgewiesenen Routen und einem Informationssystem eingeführt. Der Snowpark am Kitzsteinhorn wurde 2011 um Österreichs erste und größte Superpipe erweitert. Auch das Skitourengehen, das jahrzehntelang fast aus der Mode gekommen war, hat sich zu einem neuen Trend entwickelt. Durch die hochalpine Winterlandschaft des Kitzsteinhorns führen seit 2014 zwei Routen mit unterschiedlichem Höhenprofil. Das 50-jährige Jubiläum des Ganzjahres-Skigebiets am 12. Dezember 2015 steht unter dem Motto The Power of Change und wird mit der Eröffnung der zwei neuen Seilbahnen Gletscherjet 3 und 4 gefeiert.

Am 12. Dezember 2015 wird das erste Gletscher-Skigebiet Österreichs, das Kitzsteinhorn, 50 Jahre alt. So haben sich Ski- und Pistentrends über die Jahre entwickelt.

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