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12 Szenarien: So könnte der Weltuntergang aussehen

12 Szenarien: So könnte der Weltuntergang aussehen

Für die Sonnenfinsternis am 20. März 2015 kündigen mehrere Medien einen fatalen Blackout an. Ob jetzt oder in naher Zukunft: Die Menschheit scheint unweigerlich auf ihren eigenen Untergang zuzusteuern. Ein Forscherteam hat zwölf Risiken für ein mögliches Ende der Welt analysiert.
  • Weltuntergangsszenarien

    iStock/solarseven

    Am 26. Januar rast ein Asteroid so dicht wie kein anderer seiner Größe an der Erde vorbei. In der Nacht auf den 14. März verwüstet ein gewaltiger Wirbelsturm die Pazifikinselgruppe Vanuatu. Die Liste an weltweit beunruhigenden Entwicklungen wird mit jeder Nachrichtensendung länger. Sind dies erste Hinweise auf einen bevorstehenden Weltuntergang? Ein internationales Forscherteam der Global Challenges Foundation hat in einer groß angelegten Analyse zwölf Risiken, die die Menschheit in naher Zukunft ernsthaft bedrohen könnten, unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: zwölf realistische Szenarien für den Weltuntergang, wie man sie sonst nur aus Filmen wie „Deep Impact“ oder „I, Robot“ kennt.

  • Weltuntergang

    iStock/sdecoret

    Die Forscher teilen die zwölf Risiken in vier Kategorien ein: bestehende Gefahren (z.B. Klimawandel), äußere Gefahren (z.B. Einschlag eines Asteroiden), neu aufkommende Risiken (z.B. künstliche Intelligenz) und politische Gefahren (Untergang von Staaten). Was aber bezweckt so eine Analyse? Dem Katastrophenbericht zufolge, soll sie nicht nur das Bewusstsein der Menschen dafür schärfen, durch welche Handlungen sie ihr Fortbestehen gefährden, sondern zudem die globale Zusammenarbeit fördern sowie die betroffenen Parteien zum Dialog bewegen.

  • Extremer Klimawandel

    iStock/Antonprado

    Erwärmt sich die Erde in Zukunft um vier bis sechs Grad Celsius, zieht dieser Klimawandel einen fatalen Rattenschwanz hinter sich her: Schädliches Methangas würde aus dem nun auftauenden Permafrostboden der Polargebiete entweichen. Viele Länder wären durch die steigende Wärme unbewohnbar, weshalb es dort zu Massensterben, Hungersnöten, sozialen Zusammenbrüchen und riesigen Migrationswellen kommen würde. Die ebenfalls geschädigte Landwirtschaft der Industrieländer könnte den aufkommenden Nahrungsbedarf nicht decken – die Zivilisation bricht zusammen.

  • Atomkrieg

    iStock/curraheeshutter

    90 Prozent der Atomwaffen sind in russischem und US-amerikanischem Besitz. Auch wenn das Risiko eines Atomkriegs zwischen den USA und Russland seit Ende des kalten Krieges nicht mehr akut ist, gibt es weltweit immer noch viele atomare Unruheherde - denn auch Frankreich, China, Großbritannien, Pakistan, Indien und Israel besitzen Atomwaffen. Die Möglichkeit eines Atomkriegs liegt laut Katastrophenbericht für das kommende Jahrhundert bei zehn Prozent. Käme es tatsächlich dazu, bestünde die zusätzliche Gefahr eines sogenannten nuklearen Winters. Die riesigen Staubwolken, die bei den Explosionen entstehen, würden die Sonnenstrahlen abfangen, weshalb die Temperaturen weltweit unter den Gefrierpunkt sinken, die Lebensmittelversorgung kollabieren und große Hungersnöte drohen würden.

  • Globale Pandemie

    iStock/Nixxphotography

    Wie aktuell das Risiko einer Seuche ist, zeigt die Verbreitung des Ebola-Virus seit Ende 2014: Der Erreger fällt in immer mehr afrikanische Länder ein, schafft es durch internationale Helfer auch nach Europa und in die USA. Nach Einschätzung der Forscher existieren bereits sämtliche Merkmale einer Krankheit, die die Menschheit ausrotten könnte: unheilbar (Ebola), nahezu immer tödlich (Tollwut), äußerst ansteckend (Erkältung) und lange Entwicklungszeit (HIV). Gäbe es einen Erreger, der alle Merkmale vereint, würde die Opferzahl rasant in die Höhe schnellen. Öffentliche Transportmittel und dichte Bevölkerungszahlen begünstigen dabei die schnelle Verbreitung eines Virus.

  • Ökologische Katastrophe

    iStock/mikdam

    Der Mensch greift immer stärker in Ökosysteme ein, bringt diese mit eingeschleppten, fremden Tier- und Pflanzenarten durcheinander und sorgt durch Wilderei, die Rodung von Waldflächen und den Anbau von Monokulturen für ein weltweites Sterben von Flora und Fauna. Dass der Mensch dabei aber selbst von einem funktionierenden Ökosystem abhängig ist, scheint er in seinem Umgang mit der Natur vergessen zu haben. Auch für ihn hätte ein Wald- oder Artensterben fatale Folgen.

  • Globaler Systemzusammenbruch

    iStock/jmiks

    Da sich das wirtschaftliche Geflecht zwischen Staaten, Unternehmen und Banken immer weiter entwickelt und verdichtet, hätte ein Zusammenbruch der Finanzmärkte einen globalen Kollaps zur Folge. Die Gesellschaft würde ins Chaos stürzen, Bürgerunruhen kämen auf und Gesetz und Ordnung stünden auf der Kippe. Systemzusammenbrüche fanden bereits mehrfach in kleinerem Rahmen statt, so wie der Börsencrash im Jahr 1929, der als ein Auslöser der Weltwirtschaftskrise gilt, oder der Schwarze Montag 1987, bei dem der Dow Jones um ganze 20 Prozent fiel.

  • Asteroideneinschlag

    iStock/puchan

    Alle 20 Millionen Jahre kommt es zum Einschlag eines Asteroiden à la „Deep Impact“. Mit einem Durchmesser von fünf Kilometern und einer entstehenden Energie, die um das Tausendfache höher ist, als die größte, bisher detonierte Bombe, würde eine solche Kollision die komplette Menschheit in ihren Grundfesten erschüttern. Der Krater hätte in etwa dieselbe Fläche wie Holland. Noch größere Asteroiden würden alles Leben auf der Erde auslöschen. Dabei würde nicht der Einschlag selbst das Ende bedeuten, sondern vielmehr die gewaltigen Staubwolken, die in die obere Atmosphäre geschleudert werden und damit das Klima, die Biosphäre und die Lebensmittelversorgung zerstören.

  • Supervulkan

    iStock/satori13

    Als Supervulkan bezeichnet man Vulkane, die mehr als eintausend Kubikmeter Material ausstoßen können. Einer davon war der Toba auf Sumatra, der um 74.000 v. Chr. ausbrach und dabei 3.000 Kubikkilometer Material in die Luft schleuderte. Auch hier ist die schiere Macht der Explosion nicht das Todesurteil der Menschheit, sondern die Staubwolken, die in der oberen Atmosphäre sämtliche Sonnenstrahlen aufsaugen und somit für einen vulkanischen Winter sorgen würden. Ganze zwei Jahrhunderte lang soll der Ausbruch des Toba die globale Temperatur gesenkt haben.

  • Synthetische Biologie

    iStock/digitalgenetics

    Bei der synthetischen Biologie spielt der Biologe Gott. Er designt Moleküle, Zellen und Organismen, sprich: Er programmiert einen neuen Erbcode. Anfang der 1960er Jahre wurde in dem Zusammenhang erstmals erfolgreich das Darmbakterium E. coli im Labor gezüchtet. Was aber passiert, wenn solches Wissen in die falschen Hände gerät? Oder wenn tödliche Viren ihren Weg aus den Laboren in die Außenwelt finden? Seuchen und eine neue Form der biologischen Kriegsführung würden die Menschheit bis an den Rand der Erschöpfung treiben.

  • Nanotechnologie

    iStock/edenwithin

    Das wohl bekannteste Beispiel für den Einsatz von Nanotechnologie ist der Lotuseffekt. Hier sorgen feinste Strukturen auf dem Blatt der Lotusblume zum einen dafür, dass Wasser abperlt und zum anderen, dass sich Schmutzpartikel nur schwer halten können. Und was soll daran so bedrohlich für den Menschen sein? Mit dieser Technologie ist es Forscher möglich, auf das Atom und das Molekül genau – also im Nanobereich – einen Stoff zu konstruieren. Hierbei entstünden nahezu unzerstörbare und extrem clevere Materialien, die wiederrum in der modernen Kriegsführung verwendet werden könnten. Ließe sich damit die perfekte Atombombe herstellen?

  • Künstliche Intelligenz

    imago/Unimedia Images

    Künstliche Intelligenz bezeichnet die Fähigkeiten und das eingespeiste Wissen von Maschinen und Software. Diese Intelligenz kann mitunter menschenähnliche Levels erreichen, wie die Entwicklung von humanoiden Robotern zeigt. Sie sollen in Zukunft immer tiefer in unseren Alltag eingebunden werden, sollen sich beispielsweise um pflegebedürftige Senioren kümmern. Doch die programmierte Intelligenz birgt immense Risiken, wie auch schon der Film „I, Robot“ zeigt. Agieren Roboter irgendwann zu ihrem eigenen Nutzen und nicht mehr zu dem ihrer Schöpfer? Immerhin wurde es ihnen „beigebracht“ so zu handeln, dass ihre Chancen auf Erfolg maximal sind. Fragt sich, welches Ziel hinter dem Erfolg steckt …

  • Unbekannte Gefahren

    iStock/hlenhnerer

    Selbst die klügsten Köpfe können nicht vorhersagen, welche Risiken in Zukunft noch auf die Menschheit zukommen werden. Deshalb haben die Forscher eine der zwölf Weltunterganzszenarien „unbekannte Gefahren“ betitelt. Darunter können zum Beispiel die Entdeckung von außerirdischem Leben oder die Entwicklung bisher unbekannter Technologien fallen.

  • Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung

    iStock/ronniechua

    Syrien, Sudan, Kongo … was einst in der Hand einer Regierung lag, wird nun durch Separatisten, Warlords und Extremisten beherrscht. Hier ist die Staatsmacht gescheitert und die öffentliche Ordnung ist kollabiert. In diesem Zug warnen die Forscher ausdrücklich vor einem globalen Totalitarismus, wie er zur Zeit des Nationalsozialismus herrschte.

Wie nah ist die Menschheit einem Weltuntergang? Ein Forscherteam hat zwölf Szenarien für ein mögliches Ende der Welt analysiert.

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