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Körper

100 Fakten, die jeder über seinen Körper wissen sollte – Teil 1

100 Fakten, die jeder über seinen Körper wissen sollte – Teil 1

Was kann mein Körper wirklich leisten? Wo sind seine Grenzen? Wie kann ich sie verschieben? Führende Mediziner und Forscher geben faszinierende Antworten auf die spannendsten Fragen zu unserem Körper.
  • Salz

    iStock/HannamariaH

    „Wer über Monate hinweg zu viel Salz zu sich nimmt, lässt seinen Körper austrocknen und erhöht gleichzeitig den Blutdruck. Dadurch steigt das Risiko eines Herzinfarktes um ein Vielfaches“, erklärt Herzspezialist Prof. Dr. Heiner Greten. Welche Auswirkungen Salzbomben langfristig auf unseren Körper haben, das zeigten auch die Ergebnisse einer US-Studie: Laut deren Berechnungen müsste jeder Amerikaner am Tag nur auf einen Teelöffel Salz verzichten, dann könnten landesweit bis zu 92.000 Todesfälle pro Jahr verhindert werden. „Die Erkenntnisse aus den USA sind jedoch auch auf Deutschland übertragbar, selbst wenn hier der Salzkonsum geringer ist“, sagt Prof. Dr. Greten. Hier würden ein bis drei Gramm Salz weniger im Essen am Tag zwischen 10.000 und 20.000 Todesfälle im Jahr verhindern. Nicht mehr als sechs Gramm Salz pro Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das Problem: Viele Lebensmittel enthalten derart hohe Salzdosen, dass dieser Grenzwert schon mittags überschritten wird.

  • Fischbrötchen

    iStock/juefraphoto

    Lebensmittel mit dem höchsten Salzgehalt sind beispielsweise: Matjesfilet (8,1), Fertig-Nudelgerichte (5,4), Pizza-Speciale (4,8), Currywurst (3,7), Käsespätzle (2,8), sechs Nuggets (2,4) und Lachs (2,2). Unter einem Gramm bleiben etwa Lebensmittel, wie Joghurt (0,1), Tafelsenf (0,5), Leberwurst (0,6), Tomatenketchup (0,7).

  • Knochenbruch

    iStock/joloei

    Die Heildauer (sechs bis zwölf Wochen) ist u.a. davon abhängig, wie weit die Bruchstücke voneinander entfernt sind. Den langsamsten Heilverlauf nimmt ein Knochen, wenn eine Lücke zwischen den Bruchstücken bleibt. Wird der Bruch dagegen mit Schrauben und Platten stabilisiert und quasi geschlossen, verläuft die Heilung bis zu doppelt so schnell. Die beste Versorgung? 1.000 Milligramm Kalzium täglich. Das entspricht 30 Gramm Mandeln oder 200 Gramm Joghurt.

  • Herzschrittmacher

    iStock/bdspn

    Die Funkverbindung, die Ärzten die Einstellung des Herzschrittmachers erleichtert, ist für Hacker eine Tür in den Körper. 2012 verpasste der Hacker Barnaby Jack einem Testgerät mit einem Schad-Code einen 830-Volt-Elektroschock – zu Demonstrationszwecken. Ein Mensch wäre sofort tot.

  • 9/11

    iStock/danhowl

    Die Neurologin Rachel Yehuda stellte bei Babys, deren Mütter kurz vor der Schwangerschaft das Attentat auf das World Trade Center 2001 erlebt hatten, anomale Stressreaktionen fest. Aufgrund der Erlebnisse von 9/11 hat sich offenbar die Regulation mehrerer Gene verändert. Die manipulierten Erbanlagen wurden dann an die Nachkommen weitergegeben. „Es ist offensichtlich, dass Erinnerungen Spuren in unserem Erbgut hinterlassen“, erklärt Yehuda.

  • Zähne putzen

    Imago/Westend61

    Er schützt jeden unserer 32 Zähne, schimmert weißgrau und besteht zu 95 Prozent aus Hydroxylapatit, einem kristallinen Material: Zahnschmelz (Enamelum) ist die härteste Substanz in unserem Körper. Sein Härtegrad entspricht etwa dem von Granit.

  • Kopf in den Sand stecken

    iStock/bowie15

    Ja, auch wenn es extrem selten vorkommt. Der erste dokumentierte Fall datiert aus dem Jahr 1860. Als eine Frau beim Stehlen vor einer großen Menschenansammlung erwischt wurde, fiel sie auf der Stelle tot um. Es stellte sich heraus: Die Frau erlitt einen Herzinfarkt, ausgelöst durch einen extremen Adrenalinrausch und die Ausschüttung von zusätzlichen Stresshormonen. Doch nicht nur peinliche Situationen für einen selbst, auch das Fremdschämen hat direkte Auswirkungen auf unseren Körper. So fanden Forscher der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Marburg heraus, dass man bei einer Peinlichkeit eines anderen automatisch mitleidet – und reale psychische Schmerzen empfindet. Dabei gilt: Je näher einem eine Person steht, desto intensiver schämt man sich für sie, weil man sich besser einfühlen kann.

  • Fett verlieren

    iStock/monkeybusinessimages

    Liefert unser Essen nicht die Menge an Energie, die unser Körper braucht, geht er an die Fettreserven. Fettsäuren werden in den Blutkreislauf entlassen und zu jenen Zellen geleitet, die Energie brauchen. Einige Enzyme wandeln Fett mithilfe von Sauerstoff in Kohlendioxid, Wasser und Adenosintriphosphat (ATP) um. Letzteres versorgt Muskeln und Organe mit Energie und wird immer wieder neu gebildet. Der Rest des „Ex-Fetts“ verlässt unseren Körper als Ausscheidung via Atmung, Schweiß und Urin.

  • Denken

    iStock/digitalgenetics

    Unser Gehirn verbraucht 20 Prozent unseres Gesamtenergiebedarfs, am Tag sind das bis zu 500 Kalorien. Angestrengtes Nachdenken verbraucht jedoch in der Stunde nur fünf Kalorien mehr, als wenn man einfach nur herumsitzt. Die meiste Hirn-Energie geht für Körperprozesse drauf, wie zum Beispiel die Muskelsteuerung. Das ist auch der Grund, warum wir im Schlaf, bei dem diese Prozesse nur eingeschränkt stattfinden, deutlich weniger Kalorien als im Wachzustand verbrauchen.

  • iStock/KenTannenbaum

    iStock/KenTannenbaum

    Wenn wir von Gelenkschmerzen sprechen, dann spielt der Gelenkknorpel eine Schlüsselrolle. Schmerzen entstehen meist dann, wenn der Verschleiß von Knorpelgewebe nicht mehr durch die Regenerationsfähigkeit des Körpers aufgefangen wird. Folge: Das Gelenk verhungert. Die Selbstheilungskraft des Gelenks besteht in der Fähigkeit, Knorpelaufbausubstanzen nachzubilden bzw. einen Ersatzknorpel zu formen. Für Regeneration und Selbstheilung ist eine möglichst optimale Nährstoffversorgung entscheidend. Hier gibt es aber eine Besonderheit: Im Gegensatz zu den meisten anderen Körpergeweben enthält Knorpel keine Blutgefäße. Eine Nährstoffversorgung des Knorpels mit Blut ist unmöglich. Stattdessen werden Nährstoffe durch die Gelenkflüssigkeit zugeführt, die den Knorpel in der Gelenkhöhle umspült. Man darf sich das so vorstellen: Wird das Gelenk entlastet, saugt sich der Knorpel wie ein Schwamm mit Flüssigkeit voll und nimmt dabei Nährstoffe auf. Bei Belastung wird die Flüssigkeit samt den Abfallprodukten des Stoffwechsels wieder aus dem „Schwamm“ herausgepresst. Aus diesem Grund ist regelmäßige Bewegung für die Regeneration des Knorpels so wichtig: Nur indem durch Gelenkbewegungen für einen ständigen Zu- und Abfluss von Gelenkflüssigkeit gesorgt wird, ist die optimale Nährstoffversorgung gewährleistet.

  • Nasenspray

    iStock/CentralITAlliance

    Der Wirkstoff Xylometazolin im Nasenspray sorgt dafür, dass die Nasenschleimhäute bei einem Schnupfen abschwellen und Erkältete wieder gut Luft bekommen. Für rund 100.000 Deutsche ist dieser Wirkstoff jedoch zur Droge geworden. Denn schon nach einer Anwendungsdauer von zehn bis 14 Tagen gewöhnen sich die Schleimhäute an die regelmäßige Xylometazolin-Gabe, das sogenannte Rebound-Phänomen tritt auf. Das bedeutet: Wenn die Wirkung des Nasensprays nachlässt, schwellen die Schleimhäute übermäßig stark an. Um wieder frei atmen zu können, wird erneut das Spray benutzt – ein Teufelskreis entsteht. Bei vielen Betroffenen steigert sich der Verbrauch so bis auf eine Spray-Flasche pro Tag. Zusammengefasst heißt das, auch wenn es paradox klingt: Der dauerhafte Gebrauch von Nasenspray führt zu chronischem Schnupfen. Außerdem trocknen die Schleimhäute aus, ihre Abwehrfunktion gegen Staub, Schmutz und Keime ist beeinträchtigt. Fazit: Nasensprays mit abschwellender Wirkung sollten nur ca. sieben Tage lang angewendet werden, maximal dreimal täglich. Enthält das Nasenspray außerdem Dexpanthenol, pflegt das die Schleimhäute zusätzlich.

  • Puls

    iStock/ia_64

    Wissenschaftler haben herausgefunden: Das Herz schlägt im Laufe eines Menschenlebens drei bis vier Milliarden Mal. Und sie wissen auch: Sind diese Schläge aufgebraucht, steht es für immer still. Im Klartext bedeutet das: Der Ruhepuls hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Lebenserwartung. Und: „Er gibt einen wichtigen Hinweis auf die Funktionstüchtigkeit des Herzens“, erklärt Prof. Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Im Normalfall pumpt der Herzmuskel bei einem gesunden Erwachsenen innerhalb einer Minute zwischen 60- und 80-mal. Dabei gilt ein ruhiger Puls von 60 als Garant für eine lange Herzgesundheit. Er schont die Gefäße und minimiert so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Liegt der Puls dagegen dauerhaft zwischen 81 und 90, ist das Sterberisiko laut einer dänischen Studie doppelt so hoch – bei über 90 verdreifacht es sich sogar.

  • Perma-Jetlag

    iStock/KatarzynaBialasiewicz

    Schichtdienst, z. B. im Krankenhaus, bringt die innere Uhr durcheinander. Was folgt, ist der sogenannte Perma-Jetlag, der sich weltweit zur Epidemie entwickelt. Dabei lebt man in einer anderen Zeitzone, als der Körper vorgibt. Die Folge: ein erhöhtes Risiko für Diabetes und Herzprobleme. Die ersten Auswirkungen spüren Betroffene schon nach 24 Stunden: Die Gehirnaktivität nimmt im Thalamus und im präfrontalen Cortex ab. Diese Areale steuern die Aufmerksamkeit und das Arbeitsgedächtnis. Die daraus entstehende Konzentrationsschwäche kann einen Monat lang anhalten.

Was kann mein Körper wirklich leisten? Faszinierende Antworten auf die spannendsten Fragen zu unserem Körper.

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