Märzhimmel: Tag-und-Nacht-Gleiche und Ostervollmond

Welt der Wunder Redaktion
17. März 2021

Während die erste Tag-und-Nacht-Gleiche des Jahres auf der Nordhalbkugel der Erde den Frühling einläutet, beginnt auf der Südhalbkugel der Herbst. Am 22. September ist es dann genau andersherum. „Es ist die Schrägstellung der Drehachse unserer Erde, die während eines Umlaufs unseres Planeten um die Sonne die Tageslänge und die Mittagshöhe der Sonne moduliert und damit für diesen Wechsel der Jahreszeiten verantwortlich ist“, sagt Prof. Kraupe.

„Um 10:37 Uhr Mitteleuropäischer Zeit passiert die Sonne den Frühlingspunkt, kreuzt also die Ebene des Erdäquators nordwärts. Während die Sonne bei uns dann mittags halbhoch am Himmel steht, strahlt sie in Zentralafrika zu diesem Zeitpunkt senkrecht herab. So ergibt sich das Phänomen des ‚schattenlosen Mittags‘“, erläutert er.

Tag und Nacht in der Waage

Zur Tag-und-Nacht-Gleiche befindet sich die Sonne überall auf der Erde, mit Ausnahme der beiden Pole, gleich lang für zwölf Stunden über oder unter dem Horizont. Am Nordpol geht sie auf und der Polartag nimmt seinen Lauf – am Südpol geht sie unter und die Polarnacht beginnt.

Bei uns hat nun endlich der helle Tag die dunkle Zeit der Nacht „besiegt“: Ab dem 20. März geht es rasant aufwärts mit dem Tageslicht. Abend für Abend sinkt die Sonne später unter den Westhorizont, sodass die Nächte immer kürzer werden.

Sommerzeit und Ostervollmond

Bereits eine Woche später, am letzten Sonntag des Monats, stellen wir zur vermeintlich besseren Ausnutzung des Tageslichts die Uhren wieder eine Stunde vor: Am 28. März beginnt die Sommerzeit. „Gleichzeitig erreicht der Mond seine Vollmondstellung. Er steht westlich von Spica, dem bläulich-weiß funkelnden Hauptstern im Sternbild Jungfrau, die ganze Nacht am Himmel. Außerdem ist er etwas ganz Besonderes, denn er läutet als erster Vollmond im Frühling das Osterfest ein“, sagt Prof. Kraupe. „So wird dieser Feiertag im Christentum traditionell am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond begangen.“

Der Brauch geht zurück auf Überlieferungen des Neuen Testaments zur Auferstehung Christi.

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