Zahngesundheit

Zahnimplantat – ein Leben lang schöne und stabile Zähne

Eine Zahnlücke kann nicht nur ein Lächeln entstellen, sondern sogar das gesamte Erscheinungsbild. Die Lösung: Ein Zahnimplantat mit einem passenden Zahnersatz. Doch was kostet das und welche Unterschiede gibt es im Preis und Material?

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Bei einem Zahnimplantat handelt es sich um eine künstliche Zahnwurzel, die ein Spezialist durch einen operativen Eingriff in dem Kieferknochen verankert. Der eigentliche Zahnersatz wird dann auf das Implantat geschraubt, dabei gibt es die Möglichkeit zwischen einer Krone, Brücke oder herausnehmbarem Zahnersatz.

Implantataufbau – welche Materialien gibt es?

Ein ästhetischer Zahnersatz ist nicht nur langfristig gesehen eine stabile und funktionale Lösung – er verschönert vor allem auch unser Gesamterscheinungsbild. Im Idealfall ist der Zahnersatz nicht von den natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Neben einer gesteigerten Lebensqualität beugen Zahnimplantate auch Knochenschwund vor. Der Grund: Mit einem Loch im Unter- oder Oberkiefer verschieben sich die Kaukräfte unterschiedlich stark auf die Kieferknochen. Im Fachjargon nennen Zahnärzte den Implantat-Aufbau Abutment, der in der Regel aus einer Keramik- oder Titanverbindung besteht. 

Die Implantat-Krone, also der Zahnersatz, besteht meist aus Gold, Titan oder Keramik. Manche Kronen enthalten teilweise zwei Materialien, wie beispielsweise eine Gold-Titan-Krone. Heutzutage gelten Keramikkronen als besonders verträglich und bilden ein nahezu perfektes Zahnabbild. Je nach den Bedürfnissen des Patienten beträgt der Durchmesser eines Implantats zwischen 3,3 und 5 Millimeter, während die Länge zwischen 8 und 15 Millimetern variiert. Für die Implantat-Form gibt es folgende Wahlmöglichkeiten:

  • konisch, stufenförmig, nadelförmig und zylindrisch
  • einteiliges oder zweiteiliges System
  • Schnell-Implantat, Mini-Implantat, Kippimplantat, Interimsimplantat

Die Behandlung in der Implantologie

Eine Implantation ist nur in einem gesunden Kiefer möglich. Bevor der Zahnspezialist das Implantat setzen kann, prüft er deshalb zunächst den Ober- und Unterkiefer auf eine mögliche Parodontitis. Auch ein Metallunverträglichkeitstest schafft Klarheit darüber, welches Implantat geeignet ist. 

Vor dem eigentlichen Eingriff prüft der Zahnarzt die Mundhöhle genauestens auf Zahnfleischinfektionen sowie kariöse Infekte. Sowohl der Zahnknochen als auch das Zahnfleischgewebe müssen gesund und frei von Bakterien sein. Mit einer Panoramaschichtaufnahme (2D-Aufnahme) schätzt der Arzt daraufhin grob den Aufwand für die gesamte Implantation. 

Was kostet ein Zahnimplantat und welche Kosten übernimmt meine Krankenkasse?

Wer einen Knochenaufbau vor der Implantation benötigt, sollte beachten, dass die Krankenkassen diesen Betrag nicht übernehmen. Grundsätzlich setzen sich die Kosten eines Zahnimplantats aus drei Faktoren zusammen:
  • Zahnarzthonorar
  • Preis für das Implantat sowie Aufbauteile
  • Preis für den Zahnersatz
Tatsächlich variieren die Preise je nach Aufwand und Materialien – dennoch muss man grob mit einem Preis zwischen 1.500 und 3.000 Euro für ein einzelnes Implantat rechnen. Für eine Krone lässt sich etwa derselbe Preis dazurechnen. Je nach Festzuschuss der Krankenkasse übernimmt der Patient den entsprechenden Eigenanteil – dieser variiert von Kasse zu Kasse. Allerdings darf eine Praxis die Kosten für die Grundausstattung nur einmal berechnen. 

Kostenüberblick (Durchschnittspreise) der verschiedenen Teile eines Zahnimplantats:
  • Einzelimplantat: 1.500 bis 3.000 Euro 
  • Implantat-Brücke: 3.500 bis 4.500 Euro 
  • Herausnehmbares Implantat (2 bis 4 Ersatzzähne): 3.500 bis 7.500 Euro
  • Feste zahnlose Brücke (bis zu 6 Ersatzzähne): ab 12.000 Euro

Beispielrechnung mit Kassenleistung:
Bei Gesamtkosten von etwa 4.000 Euro sollte man mit einem Eigenanteil von etwa 3.500 Euro rechnen. Je nach Kassenleistung variieren die Zuschüsse. Die privaten oder gesetzlichen Krankenkassen informieren ausführlich über etwaige Leistungen.

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