Frage der Woche

Wie kommt der Regenbogen in den Ölfleck?

Wenn sich Rohöl in den Meeren ausbreitet, ist es vor allem für die Umwelt eine Katastrophe. Der Ölfilm, der sich über das Wasser legt erscheint dann in schillernden bunten Farben. Warum ist das so?

© iStock-ShellyStill

Öl oder Benzin auf dem Wasser schimmert in bunten Regenbogenfarben. Wie entsteht dieser Effekt? Öl vermischt sich nicht mit dem Wasser, sondern legt sich wie ein Film darüber. Trifft Licht darauf, reflektiert es zum einen an der Oberfläche, also der Grenze zwischen Luft und Öl. Zum anderen trifft das Licht durch das Öl hindurch auf die Wasseroberfläche und reflektiert ebenfalls, also an der Grenze zwischen Öl und Wasser. Treffen sich diese beiden Lichtwellen, verändern sie sich – dieser Effekt wird auch als Interferenz bezeichnet. 

Zusammenspiel von Lichtwellen

Physikalisch gesehen ist Licht eine „elektromagnetische Welle“. Während wir Sonnenlicht als weiß empfinden, besteht es eigentlich aus vielen verschiedenen Farben, die jeweils eine eigene Wellenlänge haben. Überlagern sich nun die zwei Lichtwellen der Ober- und Unterseite des Ölfilms, kann es geschehen, dass einige Farben verschwinden oder andere verstärkt werden. Genau das führt zu dem Regenbogeneffekt.

Und welche Farben setzen sich durch? Das hängt von dem Einfallswinkel des Lichts und von der Dicke des Ölfilms ab. Letztere ändert sich jedoch stetig, weil z.B. das Meer in Bewegung ist oder Wind das Öl weiterträgt. Dadurch verändern sich die Farben ununterbrochen und der schillernde Effekt entsteht. 

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