Warum schmecken unsere Tränen salzig?

Wenn wir besonders traurig oder sehr gerührt sind, dann kullern uns die Tränen über die Wangen. Auf der Zunge schmecken sie salzig, doch woran liegt das? Und warum weinen wir überhaupt, wenn wir Kummer haben?

© iStock-LightFieldStudios

Tatsächlich produzieren wir immerzu Tränenflüssigkeit, nicht nur bei Trauer oder Freude. Sie sorgt dafür, dass die Bindehaut feucht bleibt, mit Nährstoffen versorgt wird und außerdem befreit sie von Schmutzpartikeln und Wimpern. Normalerweise fließt die Flüssigkeit über die Tränenkanäle am Inneren des Auges wieder ab, nur wenn wir zu viele Tränen produzieren, zum Beispiel bei Kummer, starken Schmerzen oder einem großen Fremdkörper im Auge, bahnen sie sich den Weg über unser Gesicht.  

Damit wir weinen können, muss sich die Tränenflüssigkeit erstmal in der Tränendrüse sammeln. Das Salz in der Drüse bewirkt, dass sich die Flüssigkeit überhaupt dort bündelt. In unseren Zellen fließt die Flüssigkeit immer an den Ort mit der höchsten Salzkonzentration, diesen Vorgang nennt man Osmose. Aus diesem Grund befindet sich Salz in der Tränenflüssigkeit.

Warum heulen wir aus Kummer?

Viel schwieriger ist die Frage, warum wir eigentlich weinen, wenn uns etwas niederschmettert oder wir starke Schmerzen haben. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass es Stress abbaut. Das kann sich zwar subjektiv so anfühlen, allerdings geht es nicht allen Menschen danach besser, außerdem ist unser Körper dabei äußerst angespannt. Eine der gängigsten Theorie ist, dass wir durch das Weinen anderen unsere Gefühlslage und Notsituation mitteilen, die Tränen also der Kommunikation dienen. Allerdings erklärt das nicht, warum viele Menschen heulen, wenn sie alleine sind. Es gibt also bis jetzt nur Vermutungen über die Gründe, wissenschaftliche Belege fehlen.

Das könnte Sie auch interessieren