Exotische Reiseziele

„The Beach“ – ein Film und seine Folgen für eine thailändische Insel

„The Beach“ ist ein Hollywoodfilm aus dem Jahr 2000. Er beruht auf dem gleichnamigen Buch von Alex Garland und handelt von einem amerikanischen Studenten, der in Thailand auf eine versteckt lebende Kommune trifft. Allerdings ist dann doch alles viel weniger paradiesisch, als es zunächst scheint …

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Die Hauptrolle wird von Leonardo DiCaprio gespielt und eine weitere Hauptrolle spielt die Bucht, in der der Film gedreht wurde: Maya Bay. Nicht umsonst wurde diese Bucht ausgewählt um das Paradies zu verkörpern: türkisfarbenes klares Wasser, ein weißer Strand, umrahmt von hohen Felsen. Der Film machte die Bucht auf einen Schlag weltberühmt und in der Folge pilgerten scharenweise Touristen zu diesem paradiesischen Fleckchen. Teilweise waren es bis zu 5000 Besucher pro Tag, so viele, dass der Andrang immer mehr zum Problem wurde. 2018 griff die thailändische Regierung dann durch und sperrte die Buch bis auf weiteres. Die Vermüllung und eine starke Korallenbleiche hatten diesen Schritt nötig gemacht. Man hofft, dass sich die gepflanzten Korallen und Bäume nun in Ruhe entwickeln können. Momentan kann man den Strand nur mit Abstand vom Boot aus besichtigen. Eine Wiedereröffnung der Maya Bay ist für dieses Jahr geplant, allerdings nur für eine beschränkte Anzahl an Touristen, die im Vorfeld E-Tickets erwerben müssen. 


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Aber es gibt ja nicht nur die Maya Bay – die Inselgruppe Ko Phi Phi hat noch viele andere traumhafte Strände zu bieten. Die Inselgruppe liegt in der Andamanensee westlich vom thailändischen Festland und besteht aus der Hauptinsel Ko Phi Phi Don und der kleineren Schwesterninsel Ko Phi Phi Leh, wo sich die Maya Bay befindet, sowie vier kleinen un- bzw. kaum bewohnten Inseln nördlich und südlich. Alle zusammen bilden den Hat Noppharat Thara Marine-Nationalpark, der mit seinen vielen Felsformationen nicht nur tolle Fotomotive bietet, sondern auch ideale Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten. 
Auf den Inseln selbst gibt es keine Autos, man bewegt sich zu Fuß oder dem Fahrrad fort oder lässt sich mit dem Boot zu seinem Ziel fahren. Die Hauptinsel Ko Phi Phi Don verfügt mittlerweile über Unterkünfte in allen Kategorien, Hostels, Strandbungalows, Ressorts bis hin zum 5-Sterne-Hotel – hier wird jeder nach seinem Geschmack fündig. Bis 1950 war auch die Hauptinsel noch unbewohnt, dann siedelten sich einige Fischer an. Erst seit relativ kurzer Zeit lebt die Insel vom Tourismus.

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Besonders lohnend sind die drei Aussichtspunkte, die sich oberhalb des Ortes Ton Sai Village erheben. Von hier hat man spektakuläre Aussichten auf die kleine Landbrücke zwischen dem Ost- und dem Westteil der Insel sowie die beiden Buchten, die dadurch gebildet werden. Durch die unterschiedliche Wassertiefe schimmert Loh Dalum Bay in einem hellen Türkis, während die gegenüberliegende Ton Sai Bay dunkler grün erscheint. 
Abends werden beide Buchten zur Partymeile, hier gibt es viele Restaurants und Bars. Außerdem kommen in der Ton Sai Bay auch die Fähren an, die die Besucher auf die Insel bringen. Ruhiger, aber dennoch mit Infrastruktur, sind der Laem Tong Beach im Norden und der Loh Ba Kao Beach im Nordosten der Insel. Auch hier warten türkisfarbenes Wasser, heller Sand und viele Palmen auf die Besucher. Auch der südliche Teil der Insel hat wunderschöne Strände zu bieten, die man alle am einfachsten mit dem Taxiboot erreicht.

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Etwas längere Boots-Ausflüge kann man zu den Nachbarinseln „Moskito“- und „Bambusinsel“ unternehmen, um dort zu schnorcheln oder zu baden. Ein weiterer Anziehungspunkt ist auch der Monkey Beach, an dem man Makaken und Weißhandgibbons beobachten kann. Wer es aktiver liebt, wird sicher eher mit einer Kayaktour oder einer Wanderung glücklich, auch das ist möglich. 
Zur Hochsaison zwischen November und April sind die meisten Touristen auf Ko Phi Phi, denn dann ist es zwar heiß, aber auch trocken. Wer es ruhiger – und günstiger – mag, kann es auch außerhalb dieser Zeit versuchen, allerdings ist dann Regenzeit und das kann sich schon auch sehr deutlich bemerkbar machen.

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