Umweltschutz im Haushalt

Sauberes Image, fragwürdige Wirkung – wie flüssige Putzmittel-Konzentrate unsere Umwelt schädigen

Ein gepflegtes Zuhause ist gerade zu Lockdown-Zeiten für viele ein wichtiges Wohlfühl-Detail. Doch saubere Flächen und eine hygienische Optik gehen oft einher mit dem Einsatz von Putzmittel-Konzentraten. Leider weisen sogar die Produkte renommierter Markenhersteller häufig Inhaltsstoffe auf, die sehr schädlich für die Umwelt sind. Dabei sind das Problem nicht nur die schwer abbaubaren Schadstoffe selbst. Vielmehr sind es die viel zu üppigen Dosierungen, in denen Sie verwendet werden. Tabs von Herstellern wie Everdrop sind nach neuesten Erkenntnissen die smarter dosierte Alternative – mit ebenfalls erstaunlich guten Reinigungs-Ergebnissen und einer deutlich besseren Umweltbilanz.

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Dass in zahlreichen Haushaltsreinigern und allen voran den flüssigen zu viel Chemie steckt, darauf weist beispielsweise das Umweltbundesamt deutlich hin: „Mit einem Allzweckreiniger, einem Handspülmittel, einer Scheuermilch und einem sauren Reiniger auf Basis von Zitronensäure kann man den gesamten Haushalt reinigen", heiß es dort in einer Empfehlung an die bundesdeutschen Haushalte. Doch die Realität sieht anders aus. Hinter vielen Unterschranktüren im Spülenbereich horten die Bundesbürger unterschiedlichste Effektiv-Reiniger für jeden noch erdenklichen Zweck. Und die meisten haben eines gemeinsam: Zwar stimmt die Reinigungsleistung, allerdings zu einem hohen Preis für die Umwelt. Werbespots, bei denen ein kurzer Druck auf die Sprühtasten und ein Abwischen wenig später eine klare, saubere Fläche hinterlassen, sind zwar nah an der Realität, sorgen aber für jede Menge umweltschädlicher Chemie im Abfluss. 
Die Inhaltsstoffe sind bei vielen Reinigungsmittel so üppig vorhanden, dass der Schmutz tatsächlich mit der chemischen Keule „weggeätzt“ wird, allerdings landen in der Folge Schmutz wie Reinigungsmittel im Abwasser und letztlich irgendwann im Grundwasser. Eine enorme Belastung für die Umwelt, wie ebenfalls beim Bundesumweltamt zu lesen ist: „Pro Jahr werden in Deutschland ca. 220.000 Tonnen Haushaltsreiniger und ca. 260.000 Tonnen Geschirrspülmittel verkauft. Wegen ihrer Allgegenwärtigkeit wird eine mögliche Gefährdung von Umwelt und Gesundheit durch ihre Verwendung häufig unterschätzt.“ 

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Tabs als bessere Alternative: smartere Dosierung, weniger Verpackungsmüll aus Einweg-Plastik
 Zahlreiche Autoren von Nachhaltigkeitswebseiten, halten Reiniger-Tabs für die umweltverträglichere Alternative zu klassischen Putzmitteln. Das fängt schon bei der Dosierung an. Beachtet man beim Reinigen, die auf den Tab-Verpackungen angegebenen Dosierungen, bleibt der Anteil der Tenside und der übrigen fett, kalk- oder schmutz-lösenden Zutaten im Rahmen. Wird aus der Plastikflasche des Flüssigreinigers dosiert, kommt es schon bei der Anwendung oft zur Überdosierung. Ein weiterer Faktor ist die Verpackung selbst: Die meisten handelsüblichen Reinigungsmittel werden in Plastikflaschen verkauft. Ist die Flasche leer, wird Nachschub beschafft. Auch die vermeintlich umweltfreundliche Nutzung von Nachfüllpacks  erzeugt wieder Einweg-Plastik-Müll. So kommt zur Belastung durch die Überdosierung auch noch der Faktor Plastikmüll zum Tragen, ein Phänomen, das gerade zurecht in vielen Bereichen in der Kritik steht. Wenn die Plastikverpackungen vom Verbraucher korrekt über die gelben Tonnen entsorgt werden, machen sich viele keine Gedanken mehr um die Umweltfolgen. Nach aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes wurden 2019 knapp 400.000 Tonnen Plastikmüll aus Deutschland nach Südostasien exportiert, vor allem in Vietnam, Indien und Indonesien soll dann unser Einweg-Plastik-Müll fachgerecht recycelt werden. Einige investigative Reportagen und Skandale in der Vergangenheit haben jedoch gezeigt, dass unser deutscher Plastikmüll im schlimmsten Fall nach dem legalen Export nach Asien trotzdem illegalerweise im Meer landet. 
 

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Reiniger selbst machen: Tablette auflösen und ökologisch sinnvoll losputzen
 Das junge Unternehmen Everdrop zeigt einen gangbaren Weg aus der „Putzmittelmisere“. Everdrop vermarktet unterschiedliche Tabs und Pillen, mit letzteren macht man sich seinen gewünschten Reiniger einfach mit 500 Milliliter Wasser selbst. Das Startup aus München hat den Anspruch die Welt ein bisschen sauberer zu machen und sieht sich als „Purpose Company“, also im Vordergrund steht hier eine nachhaltige Veränderung, nicht der Gewinn. Die Tabletten für unterschiedliche Anwendungen beinhalten Zitronensäure, Natriumhydrogencarbonat, Tenside aus nachwachsenden und zertifizierten Rohstoffen, ätherisches Öl und Lebensmittel-Farbstoffe. Die Reiniger sind leicht biologisch abbaubar und beinhalten kein Mikroplastik. Verpackt wird in Kartons aus Altpapier. Es gibt die Tabletten für Glasreiniger, Badreiniger und Küche. Die Putzmittel-Tabs gibt es nicht nur online zu kaufen, sondern auch in allen Alnatura Bio-Supermärkten, den meisten Rossmann-Drogeriemärkten und in einigen Edeka-Filialen. Am günstigsten sind die Putz-Tabs aber im Abo, dann liegt man bei etwa einem Euro pro Flasche und somit preislich teilweise günstiger als herkömmliche Flüssigputzmittel. Darüber hinaus bieten die Reinigungs-Pioniere auch Waschmittel und Spültabs an, allerdings bisher nur online, unter anderem bei Tchibo.

Ist die Reinigungsleistung von selbst angemischtem Putzmittel mit den fertig Konzentraten vergleichbar?
 Dieser Frage sind vor allem Journalisten in verschiedenen Test-Aufbauten nachgegangen. Klar ist bei harten Verschmutzungen wie Kalk, Schimmel oder eingebranntem Fett können die auf Umweltverträglichkeit optimierten Reinigungstabs nicht mithalten. Für die Reinigung einer normal verschmutzen Küchenoberfläche, zum Fenster putzen oder die regelmäßige Bad-Reinigung sind die Produkte super geeignet. Die auf Leistung optimierten „Chemiekeulen“ sollten also nur noch wenn es wirklich nötig ist aus dem „Gift-Schrank“ geholt werden. 

Fazit: Auch beim Thema Hausputz lässt sich der eigene ökologische Fußabdruck mit Alternativen zu geliebten Gewohnheiten effektiv reduzieren. Wer sich selbst überzeugen will, kann sich unter https://test.everdrop.de/ als Produktester registrieren und einen eigenen Vergleichstest starten.
 

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