Weltall

Perseiden im August: Sternschnuppen-Feuerwerk und Planeten-Gala

Der August ist ein besonderer Monat für Sternenfans. Wie in jedem Jahr werden auch dieses Jahr wieder die Perseiden für ein echtes Sternschnuppen-Spektakel sorgen. In den Morgenstunden des 12. August lohnt es sich besonders, die Kamera für tolle Aufnahmen des Nachthimmels bereitzuhalten.

© Perseiden_PlanetariumHamburg_cKraupeFrauenkron

Jedes Jahr im August erwartet uns ein gewaltiges Himmelsspektakel: Bei ihrem Umlauf um die Sonne kreuzt unsere Erde die Bahn des Kometen Swift-Turtle und durchquert eine riesige Ansammlung an Staubteilchen. Dadurch werden kosmische Staubpartikel Richtung Erde geschleudert und weithin sichtbar. Wir kennen das Phänomen als „Sternschnuppen“. Dabei scheinen die Perseiden alle einen Ursprungspunkt zu haben, den „Radianten“ im Sternbild Perseus – daher auch der Name des erstaunlichen Phänomens. Auch wenn der gesamte Aktivitätszeitraum der Perseiden zwischen dem 17. Juli und 24. August liegt, sollten Interessierte ihren Blick vor allem vom 5. bis 15. August in den Stunden nach Mitternacht gen Himmel richten. Die größte Chance auf ein Sternschnuppenfeuerwerk besteht in den Morgenstunden des 12. August. Wer Zeuge dieses großartigen Naturschauspiels werden möchte, dem rät Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetariums Hamburg: „Wer das ‚Sternschnuppenfeuerwerk‘ erleben möchte, sucht sich möglichst einen dunklen Standort ohne Störungen oder Sichthindernisse. Nehmen Sie sich mindestens eine Stunde Zeit, denn die Meteore kommen in Schüben und dazwischen erleben wir oft Flauten. Die Sternschnuppen ziehen in verschiedene Richtungen und sausen vor zahlreichen Sternbildern über den Himmel. Es sind winzig kleine, aufleuchtende Kometensplitter. Daher gibt es keine Möglichkeit, genau vorherzusagen, wie viele Sie in einer bestimmten Nacht sehen werden.“ 

Planetenreigen für Nachtschwärmer 

Der Abendhimmel bis Mitternacht wird im August vor allem von dem auffälligen Planetenpaar Jupiter und Saturn regiert. Zu Beginn und am Ende des Monats bilden sie mit dem Mond sogar ein spektakuläres Trio. Allerdings treten auch die anderen Wandergestirne in Erscheinung. So sind ab dem 5. August beispielsweise die Venus, der rote Mars sowie der Jupiter mit bloßem Auge zu erkennen. Bereits vor Mitternacht zeigt sich unser äußerer Nachbarplanet Mars. Er ist unterhalb der auffälligen Sternenfigur des „Herbstvierecks“ über dem Osthorizont in den Fischen zu finden. Erst gegen drei Uhr morgens steigt dann im Nordosten unser innerer Nachbar Venus auf. Als glanzvoller „Morgenstern“ leuchtet er so hell, dass er noch fast bis zum Sonnenaufgang zu sehen ist. Auch die anderen Planeten zeigen sich nach Mitternacht am Himmel: Versierte Beobachter finden zwischen Mars und Venus im Sternbild Widder den Planeten Uranus und unterhalb des „Herbstvierecks“ im Sternbild Wassermann den fernen Neptun. Zwischen Jupiter und Saturn erspähen „Profis“ schließlich den Zwergplaneten Pluto. Der sonnennahe Merkur geht erst gegen 4 Uhr morgens auf und kann zu Monatsbeginn knapp über dem Nordosthorizont gesichtet werden. 

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