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Pasta-Paradies: Warum Nudeln uns glücklich machen

Sie sind kurz oder lang, röhrenförmig oder sehen aus wie Schrauben – Nudeln gehören zu den Leibgerichten der Deutschen. Wir haben einmal nachgeforscht, wer sie erfunden hat und warum sie uns glücklich machen?

Pasta

© iStock-minoandriani

Die Nudel hat einen langen Weg hinter sich. Anders als viele glauben, begann dieser nicht in Italien, sondern in Asien – und das bereits vor rund 4.000 Jahren. Das älteste überlieferte Nudelrezept stammt dabei aus China. In Europa kennt man die Nudel seit etwa 2.000 Jahren, das belegen Abbildungen eines Nudelholzes und anderer Teigutensilien an Grabstätten der Etrusker. Dennoch hält sich hartnäckig die Legende, dass Marco Polo um 1295 das Rezept für den Nudelteig von einer Asienreise mit nach Europa gebracht habe.

Heute vermuten Wissenschaftler, dass Nudeln von vielen Völkern weltweit unabhängig voneinander erfunden wurden. Sobald die Menschen sesshaft wurden, begannen sie, Weizen abzubauen und auch Mehl herzustellen – die Grundlage für den Teig.

Wie Nudeln entstehen

Nudeln bestehen aus Hartweizengrieß und Wasser. Aus diesen zwei Zutaten wird der Teig geknetet. Der Grieß macht den Teig elastisch und formbar. Eier im Teig sind in Italien zwar verpönt, kommen aber in vielen deutschen Nudelprodukten vor. Durch sie bekommt der Teig seine goldgelbe Farbe. Traditionsbetriebe nutzen für bunte Pasta nur natürliche Produkte: Tomaten für rote, Paprika für gelbe, die Tinte von Tintenfischen für schwarze und Spinat für grüne Pasta.
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Die typische Form der Nudel entsteht jedoch erst, wenn der Teig durch eine Matrize gepresst wird. Die so entstehenden meterlangen Teigstränge werden anschließend gekürzt und in einer Maschine erhitzt. Dann müssen die Nudeln auf Raumtemperatur abkühlen. Der Vorteil einer getrockneten Nudel gegenüber einem Frischprodukt: Sie ist nahezu unbegrenzt haltbar.

Pasta macht uns glücklich

In Pasta steckt vieles, was dem Körper gut tut, vor allem Kohlehydrate, Vitamine und Mineralien wie Kalium, Magnesium und Kalzium. Doch Nudeln sind nicht nur perfekte Energielieferanten – sie können auch unsere Stimmung positiv beeinflussen. Der Grund: Glücksgefühle entstehen durch einen hohen Serotoninspiegel im Gehirn. Serotonin bildet sich durch die Umwandlung einer bestimmten Aminosäure – Tryptophan. Normalerweise erreicht aber nicht nur Tryptophan unser Gehirn, sondern auch alle anderen Aminosäuren. Zwischen ihnen besteht eine Art Konkurrenzkampf. Baut der Körper Kohlenhydrate ab, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Dieses fördert wiederum die Aufnahme von Aminosäuren in die Muskulatur, aber nicht von Tryptophan. Dadurch ist dieses im Übermaß im Blut enthalten. Über den Kreislauf kann es konkurrenzlos ins Gehirn gelangen und sich dort in Serotonin verwandeln. Und somit verschaffen uns Nudeln gute Laune.

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