Frage der Woche

Nulldiät: Wie viel kann man an einem Tag abnehmen?

Viele Menschen würden gerne ein paar Kilo abspecken. Die Ernährung umstellen und Sport treiben, ist jedoch vielen zu lästig und langwierig. Ein paar Tage lang einfach nichts zu essen, erscheint einigen leichter und effizienter. Aber wie viel würde man so an einem Tag abnehmen?

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Damit unser Körper funktioniert, braucht er stetig Treibstoff in Form von Nahrung. Diese wird im Körper verbrannt und die dabei frei werdende Energie für Muskelbewegungen, zum Denken und zum Aufrechterhalten der Körpertemperatur verwendet. Hierzu braucht ein 75 Kilogramm schwerer Mensch bei leichter körperlicher Aktivität 2.500 Kilokalorien pro Tag. Die genaue Menge ist abhängig vom Geschlecht, der Größe, dem Gewicht und der körperlichen Aktivität. Essen wir mehr als nötig, bilden sich Fettpölsterchen. Wenn wir diese wieder loswerden wollen, kann es einem meist nicht schnell genug gehen. Doch wie viel Gewicht kann man eigentlich an einem Tag verlieren?

Bekommt der Körper zu wenig Nahrung, greift er auf seine Fettpolster zurück und wandelt diese in die nötige Energie um. Aus physikalischen Gründen kann ein Mensch, dessen Körper normalerweise rund 2.500 Kilokalorien pro Tag braucht, maximal 300 Gramm Fett in 24 Stunden verlieren, wenn er nichts isst. 300 Gramm Fett haben nämlich einen Energiegehalt von rund 2.400 Kilokalorien. Will eine Person 30 Kilogramm abnehmen, dürfte sie nach dieser Theorie 100 Tage lang nichts essen. Aber würde man das überhaupt überleben?

Nulldiät ist keine Lösung

Mit einer Nulldiät gehen mehrere Probleme einher: Bekommt der Körper keine Energie, nimmt seine Leistung ab, er schaltet seinen Stoffwechsel auf Sparflamme und verbrennt weniger. Zudem verliert der Körper unter anderem durch das Schwitzen große Mengen an Wasser, Salze und Mineralstoffen. Werden diese nicht zugeführt, droht der Tod. Während dem Fasten muss man daher ausreichend trinken und Salze, Mineralstoffe aber auch Vitamine zuführen. Nicht umsonst stehen Brühe und Säfte auf dem Plan einer Fastenkur. Ist der komplette Fettspeicher aufgebraucht, ist eine langsame Rückkehr zur normalen Nahrung wichtig, denn sonst baut der Körper die Muskeln zum Energiegewinn ab.

Experten raten von der Nulldiät ab und empfehlen dafür lediglich zwischen 500 und 700 Kilokalorien einzusparen und sich sonst sehr gesund mit viel magerem Fisch, Vollkorn, Gemüse und Obst zu ernähren. Ferner ist Sport wichtig, wenn man seine Fettpölsterchen loswerden möchte. Zum einen verbrennt man dabei Kalorien und zum anderen erhält man seine Muskeln.

Übrigens: Auf den Packungen von Schlankheitspillen steht oft, dass man damit mehr als 300 Gramm Tag pro abnimmt. Hier geht es allerdings nicht um Fett. Die Mittel enthalten Stoffe, die das Wasser aus dem Körper schwemmen und so zeigt die Waage „weniger“ an. Das ist aber eben nur Wasser und nicht das unbeliebte Fett. 

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