Körperpflege

Nass oder trocken: Wie sollten Männer ihren Bart rasieren?

Mit Schaum und Klinge oder lieber doch schnell den Elektrorasierer zur Hand nehmen? Bei der Bart- oder Körperrasur hat jeder ganz unterschiedliche Vorlieben. Doch was funktioniert für wen am besten?

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Die Entfernung von unliebsamer Körperbehaarung und die Rasur haben eine längere Geschichte, als man glauben möchte. Bereits vor 25.000 Jahren versuchten sich die Menschen mit mehr oder weniger schmerzvollen Mitteln der Haare zu entledigen. Waren es in der Steinzeit noch Muscheln oder gar scharfe Steine, versucht der moderne Mensch von heute einen Weg, der möglichst schmerzlos und zeitsparend ist.

Die Nassrasur – eine Rasur für Könner

Für die Nassrasur braucht man im Normalfall eine Rasierklinge, warmes Wasser, Rasierschaum und ein Aftershave zur Desinfektion nach der Rasur. Wer sich nass rasieren möchte, sollte dabei etwas Zeit mitbringen, denn es empfiehlt sich, den Rasierschaum ein paar Minuten einwirken zu lassen, damit die Barthaare weicher werden und sich dadurch leichter schneiden lassen. Außerdem soll dadurch die Lebensdauer der Rasierklinge erhöht werden. 

Wer eine besonders ordentliche und genaue Rasur seiner Barthaare haben möchte, sollte gegen den Strich rasieren, um auch wirklich alle Barthaare zu erwischen. Jedoch ist das nur dann ratsam, wenn man nicht allzu empfindliche Haut hat. Um Verletzungen zu vermeiden, wird aber in jedem Fall angeraten, die zu rasierende Partie unter Spannung zu halten, damit die Klinge ungehindert über die Haut gleiten kann. Erst der Blick in einen gut beleuchteten Spiegel verrät, ob das Ergebnis wirklich gelungen ist. Nicht selten kommt es nämlich zu kleinen Schnittverletzungen – gerade im Kinn- und Lippenbereich. 

Ein Tipp, um solche Verletzungen zu vermeiden: Diese Partien erst am Schluss rasieren, damit der Schaum länger einwirken kann – denn das Barthaar ist an diesen Stellen besonders stark. Außerdem sollte man die Klinge zwischendurch immer wieder mit etwas Wasser abspülen, damit sie scharf schneiden kann. Übrigens werden die meisten Klingen nach acht bis längstens zehn Rasuren stumpf, wodurch sich ebenfalls die Verletzungsgefahr erhöht. Daher gilt: Die Rasierklingen regelmäßig austauschen.

Rasieren mit Wasser, Rasierschaum und Rasierklinge braucht also etwas Übung und vor allem Zeit – wer aber die oben genannten Tipps beachtet, wird ein optimales Ergebnis erzielen.

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Die Elektrorasur – schnell und unkompliziert   

Bei der Elektrorasur entfällt nicht nur die Prozedur des Einschäumens – auch braucht man nicht lange warten, bis der Rasierschaum einwirkt. Dennoch sollte man nicht gleich auf dem unbehandelten Gesicht loslegen. Zunächst empfiehlt es sich, das Gesicht vor der Rasur gut zu waschen, damit keine Fremdkörper in die Haut eindringen können. Der Rest ist ein Kinderspiel: Das Kabel des Elektrorasierers anschließen und los geht‘s. 

Männer mit empfindlicher Haut haben es mit modernen Elektrorasierern leichter, da die einzelnen Klingen des Scherkopfes meist mit einer Folie ummantelt sind: Das Barthaar wird etwas höher und damit weiter von der Gesichtshaut entfernt abgeschnitten. Das schont die Haut und vermeidet Schnittverletzungen. Bei der Rasur ist daher auch weniger Gesichtsakrobatik notwendig, da die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung bei dieser Methode äußerst gering ist. 

Ein weiterer Vorteil: Nach dem Rasieren braucht man keinen Rasierschaum abwaschen, der ohnehin meistens im Ohr oder hinter dem Ohrläppchen kleben bleibt. Nichtsdestotrotz ist auch bei der Elektrorasur Hygiene das A und O. Das heißt: Aftershave auftragen und den Rasierapparat inklusive Scherkopf reinigen. Kleine Bürsten helfen dabei, den Rasierer von den kleinsten Härchen zu befreien. Zusätzlich ist es empfehlenswert, den Klingenkopf einmal wöchentlich mit einem Desinfektionsspray zu reinigen.  

Die Vor-und Nachteile Überblick

Für die Nassrasur wird zwar kein Strom benötigt und kurzfristig gedacht ist die Rasur etwas billiger, da kein elektrisches Gerät gekauft werden muss. Generell aber verspricht die Elektrorasur weniger Verletzungen und ist auch für feinmotorisch weniger begabte Männer geeignet. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Elektrorasierer weitaus hygienischer ist. Nicht zu vergessen der vergleichsweise geringere Zeitaufwand, der täglich für die Rasur anfällt: Während man bei der Nassrasur zuerst das Gesicht mit Rasierschaum vorbehandeln und einige Minuten einwirken lassen muss, reicht es beim elektrischen Rasieren aus, das Gesicht lediglich abzuwaschen. 

Zwar sind Rasierklingen für die Nassrasur günstiger zu ersetzen, eine Klinge ist jedoch nicht länger als zehn Rasuren einsatzbereit – sie wird sehr schnell stumpf. Verreist man, ist in manchen Ländern zwar an einen Adapter für den Rasierapparat zu denken, jedoch spart man sich Platz, da Rasierschaum oder Rasiergel als Equipment überflüssig werden. 

Als Nachteil der Trockenrasur wird immer wieder ins Feld gebracht, dass diese nicht so gründlich wie eine Nassrasur sei. Denn der Elektorasiere schneidet die Barthaare etwas über der Gesichtshaut, um die Haut zu schonen. Die Folge: Nach ein paar Stunden kann schon wieder der erste Bartschatten im Gesicht zu erkennen sein. Vor allem bei Männern mit sehr starkem Bartwuchs kann es dann lästig sein, mehrmals am Tag mit dem Elektrorasierer durch das Gesucht zu fahren.

Jeder sollte also für sich entscheiden, welche Art der Rasur besser ist: Der nasse Frischekick am Morgen für erfahrene Shaver, die sich in der Früh gerne viel Zeit für die Körperpflege lassen. Oder eben der schnelle Elektrorasierer für den eiligen Geschäftsmann, der nicht ganz so hartnäckige Bartstoppeln hat.

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