Südamerika

Kolumbiens vielfältige Hauptstadt Bogotá

7,4 Millionen Menschen leben in der auf 2600m gelegenen Hauptstadt Kolumbiens, Bogotá. Es ist vielleicht nicht die charmanteste Stadt der Welt, aber einen Besuch von einigen Tagen ist sie auf jeden Fall wert! Hier gibt es mehrere gute Museen, ein blühendes Nachtleben, viele Kolonialgebäude und schöne Aussichtplätze mit spektakulären Ausblicken auf die ganze Großstadt Bogotá.

© Andrea_Sauer

Das Boteromuseum ist eins der Highlights in Bogotá. Hier gibt es nicht nur viele Kunstwerke des berühmten Künstlers Botero, sondern auch Werke anderer weltberühmter Künstler wie Picasso, Dalí, Miró oder Monet. Und es kostet keinen Eintritt! Ebenfalls äußerst sehenswert ist das Goldmuseum mit seiner großen Sammlung von Gegenständen aus Gold, Silber und Platin, die aus den letzten 2000 Jahren stammen. Selbst Besucher, die sich normalerweise nicht besonders für Museen interessieren, sind begeistert von der Pracht, die dieses Museum zu bieten hat. Außerdem gibt es auch interessante Informationen zu den vorkolonialen Kulturen Kolumbiens und deren Handwerkskunst.

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In dem Gebiet, in dem die Museen liegen, liegt auch der historische Stadtteil La Candelaria, die Altstadt von Bogotá. Hier gibt es die meist besuchte Bibliothek ganz Lateinamerikas mit 1,1 Millionen Büchern. Außerdem kann man im Viertel La Candelaria sehr schöne Kolonial-Architektur bewundern, wunderschöne alte Häuser, Kirchen, Universitäten und verschiedene Regierungsgebäude. Hier liegt auch die Casa de la Moneda, die ehemalige Münzprägeanstalt des Landes, die heute ein Museum beherbergt.

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Empfehlenswert ist ein Ausflug auf den 3152m hohen Cerro de Monserrate, einen Berg im Stadtgebiet, von dem man aus einen spektakulären Blick über die Stadt hat. Den Gipfel kann man über einen Wanderweg erreichen oder indem man sich für eine der beiden Seilbahnen entscheidet. Neben Aussichtsplattformen, Restaurants und Cafés befindet sich auf dem Gipfel auch die Wallfahrtskirche „Basílica del Señor de Monserrate“.

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Ein Tagesausflug zur Salz-Kathedrale von Zipaquirá ist auch ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Die Stadt Zipaquirá liegt ein Stück außerhalb von Bogotá, deshalb sollte man einen ganzen Tag einplanen. Am Wochenende kann man sie mit einem Zug mit einer alten Dampflok, dem „Tren de la Sabana“ erreichen. Die Kathedrale wurde in einem Salzbergwerk errichtet, 200 Meter unter der Erde. Die Kathedrale hat auch schon einen Preis als „Juwel der modernen Architektur“ gewonnen.  Sie wurde 1995 eröffnet, nachdem die erste Kathedrale, die 1954 erbaut worden war, im Jahr 1992 wegen Einsturzgefahr geschlossen werden musste. Mit einer Länge von 120m und einer Fläche von 8500 qm gehört sie zu den größten religiösen Bauwerken der Welt. In verschiedenen Farbtönen beleuchtet, kann man die Kathedrale immer wieder in anderen Stimmungen erleben. Sie gehört zum Parque de la Sal, in dem man weitere Sehenswürdigkeiten wie den Salzdom, ein Bergwerk und ein Museum erkunden kann.

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Bogotá hat ein gemäßigtes Klima mit Temperaturen zwischen 8° und 20°C, man sollte also eher herbstlich gekleidet und für Regen ausgerüstet sein. In dem Fall kann man aber auch die Zeit nutzen und die Gastronomie der Stadt erkunden. Dann hat man die Möglichkeit, kolumbianische Gerichte wie Ajiaco (Hühner-Kartoffelsuppe) oder Tamales (Bananenblätter mit Gemüse oder Fleisch gefüllt) kennen zu lernen.

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