Winterzeit

Ist die Zeitumstellung noch zeitgemäß?

Es ist wieder soweit: Die Winterzeit beginnt. Das bedeutet, dass wir in der Nacht zum 27. Oktober die Uhr um eine Stunde zurückstellen dürfen. Aber was bedeutet die Zeitumstellung für den Körper wirklich?

© Imago/Chromorange

Am kommenden Sonntag können wir wieder eine Stunde länger schlafen. Denn in der Nacht zum 27. Oktober wird die Uhr von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Für den Körper jedoch bedeutet die Umstellung einen Kraftakt. Selbst eine Stunde Zeitverschiebung kann die innere Uhr des Organismus aus dem Gleichgewicht bringen. Während manche morgens viel zu früh aufwachen, können andere abends nicht mehr einschlafen. Kein Wunder also, dass laut Umfragen die meisten deutschen eine Zeitumstellung ablehnen. 

Ganzjährige Winterzeit wäre optimal

„Die meisten Menschen hätten am liebsten das ganze Jahr über die Sommerzeit“, so Matthias Habel, Meteorologe bei WetterOnline. „Jedoch wäre eine ganzjährige Winterzeit biologisch gesehen viel gesünder für uns. Sie passt besser zu unserem Tagesrhythmus: Morgens wird es früher hell, was das Aufstehen erleichtert und abends schneller dunkel, was beim Einschlafen hilft.“
 
Doch warum gibt es überhaupt die Sommerzeit? Mit der Sommerzeit wurde schon im frühen 20. Jahrhundert experimentiert. Eingeführt, so wie wir sie kennen, wurde sie in Deutschland erst 1980. Unter anderem, um im Sommer Energie zu sparen. Denn wenn es abends draußen länger hell ist, wird weniger Strom für die Beleuchtung verbraucht. Allerdings gleicht sich der Verbrauch im Frühjahr und im Herbst wieder aus, da dann morgens mehr Energie für Licht und Heizung benötigt wird. 

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