Frage der Woche

Ist das Eis an den Polen süß oder salzig?

Damit die Feuchtigkeit auf den Straßen nicht zu Glatteis gefriert, streuen wir im Winter Salz. Auch im Meerwasser ist Salz enthalten – das wiederum gefriert, zumindest an den Polen.

Eis

© Imago/Nature_in_Stock

In der Arktis und Antarktis gibt es sowohl süßes als auch salziges Eis. Denn: Die Eiskappen an Nord- und Südpol bestehen aus Gletschereis und Meereis. Sie bilden sich in Abhängigkeit von klimatischen Faktoren wie Temperatur, Meeres- und Luftströmungen sowie Luftfeuchtigkeit.

Gletschereis besteht aus Schnee – und somit aus Süßwasser. Als Meereis bezeichnet man gefrorenes Salzwasser der polaren Ozeane. Das Meereis und die polaren Eisschilde des Festlandes bilden zusammen das Polareis. Der Salzgehalt des Meerwassers von etwa 3,5 Prozent senkt dessen Gefrierpunkt auf ungefähr minus 1,9 Grad Celsius ab.

Salz gefriert nicht

Das Wasser gefriert also deutlich später als nicht salzhaltiges Wasser. Mit steigendem Salzgehalt verstärkt sich diese Tendenz. Das im Wasser enthaltene Salz gefriert selbst gar nicht: Es wird nicht ins Kristallgitter des Eises eingebaut, sondern teils in das umgebende Wasser ausgeschieden, teils in Soletaschen im Meereis eingeschlossen. Diese bilden zwischen den festen Eiskristallen ein verzweigtes Kanalsystem. Dadurch hat Meereis zwar einen im Vergleich zum Meerwasser geringeren Salzgehalt von 0,3 bis 0,5 Prozent, ist aber ebenfalls salzig.

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