Coronavirus

Homöopathie: Sanfte Hilfe auch in Pandemien

Heimatland der Homöopathie ist Deutschland. Von dort aus hat sie sich seit ihrer Geburtsstunde Ende des 18. Jahrhunderts in aller Welt verbreitet. Trotzdem die Homöopathie seit Anfang an viele Kritiker auf den Plan gerufen hat und bis zum heutigen Tag umstritten ist, findet sie auf allen Kontinenten Anwendung. Ob in Japan oder Malaysia, Russland oder Südafrika, Brasilien oder Australien oder in Israel, viele Millionen Menschen weltweit vertrauen dieser sanften Heilmethode.

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Prominente Anwender und viele Deutsche Anwender
 Darunter bekannte Persönlichkeiten wie der ehemalige Mannschaftsarzt des FC. Bayern, Dr. Müller Wohlfahrt, der „Bergdoktor“ Hans Sigl, die „Wetterfee“ Claudia Kleinert, Schauspielerin Jennifer Aniston, Fußballer David Beckham und der Musiker Paul McCartney. Eine lange Tradition pflegt auch das englische Königshaus. Seit dem 19. Jahrhundert lassen sich deren Mitglieder homöopathisch behandeln. Prinz Charles engagiert sich darüber hinaus für die Verbreitung dieser Heilmethode.
55 Prozent der Deutschen nehmen laut Umfragen homöopathische Arzneien, in Frankreich sind es sogar 77 Prozent.  
Die Mehrheit der befragten Deutschen können sich sogar den Einsatz bewährter homöopathischer Mittel in der Corona-Pandemie vorstellen.

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Homöopathie im Einsatz bei Typhus, Cholera und Spanischer Grippe 
Besonders bei der Behandlung epidemischer Infektionskrankheiten stellte die Homöopathie in der Vergangenheit eine wichtige und wirksame Behandlungsoption dar.
In Indien etwa führte die erfolgreiche homöopathische Behandlung zahlreicher Erkrankter während der Cholera Epidemie 1972 in Kalkutta sogar zur staatlichen Anerkennung dieser Heilmethode. Mit dem Homoeopathic Central Council Act durch das indische Parlament wurde die Homöopathie der Schulmedizin gleichgestellt.
Auch während der verheerenden Spanischen Grippe Pandemie nach dem ersten Weltkrieg konnte sich die Homöopathie Lorbeeren verdienen.
In den USA beispielsweise lag die Todesrate unter der homöopathischen Behandlung bei etwa 1 Prozent wohingegen unter der damals üblichen Behandlung ca. 30 Prozent der Kranken verstarben.
Im Jahr 1814, während einer Typhus-Epidemie in Deutschland behandelte Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, 183 erkrankte Patienten, von denen nur eine Kranke verstarb. Die gewöhnliche Todesrate bei Typhus lag damals bei 30-40 Prozent.
Vielleicht ließe sich das Potenzial, dass in der Homöopathie steckt, auch in Zukunft besser nutzen. 
 
Studien zu COVID-19
Zumindest stimmen aktuelle Studien zur Wirksamkeit der homöopathischen Behandlung von COVID-19 durchaus positiv. 
In Indien lief eine im Mai registrierte (am Indian Council of Medical Research) placebokontrollierte Studie mit 100 Patienten, die sehr deutlich zugunsten der Homöopathie ausfiel. Auch eine erste Beobachtungsstudie der Wissenschaftsorganisation BÜTAD in der Türkei im April konnte zeigen, dass 83 Prozent der behandelten und dokumentierten Covid-19-Patienten (25 von 30 Patienten) unter homöopathischer Behandlung gesundeten. Weitere Forschung erscheint lohnenswert. 

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