Seltsame Himmelskörper

„Golfbälle” im All: Kuriose Monde zum Tag der Golfer

Die Wahl des richtigen Golfballs ist eine Wissenschaft. Material, Gewicht, sogar die Anzahl der Dellen, die je nach Hersteller zwischen 300 und 450 liegt. Gemeinsam mit dem Planetarium Hamburg stellen wir Ihnen anlässlich des Tags der Golfer am 10. April Golfbälle für das ganz große Spielfeld vor: die beiden Monde Mimas und Tethys.

© NASA:JPL-Caltech:Space_Science Institute

„Der Eismond Mimas ist einer von 82 Monden des wohl schönsten Gasriesen unseres Sonnensystems – Saturn”, sagt Dr. Mariana Wagner. „Mimas hat einen Durchmesser von ca. 400 Kilometern und ist schon seit ein paar Milliarden Jahren auf dem Spielfeld unterwegs.”
 Die Anzahl seiner Dellen, die durch Einschläge entstanden sind, liegt weitaus höher als die eines irdischen” Golfballs. „Ein ganz besonders großer Einschlagskrater, den der Astronom Wilhelm Herschel schon im Jahre 1789 zusammen mit dem restlichen Mond entdeckte, macht ihn vor allem für die Star Wars Fans unter den Golfern interessant”, so Dr. Wagner mit einem Schmunzeln. „Denn er verleiht ihm das Aussehen der Star Wars-Raumstation ‚Todesstern‘.”
 Wer es etwas dezenter mag, für den ist der Saturnmond Tethys der Richtige. Er verfügt über etwas feinere „Dellen” und umkreist Saturn etwa doppelt so groß wie Mimas in weiterer Entfernung. „Beide Monde bestehen hauptsächlich aus Wassereis und Berechnungen haben ergeben, dass Mimas eventuell sogar einen Ozean 30 Kilometer tief unter seinem Eispanzer besitzen könnte”, erklärt Dr. Wagner.
 
Fun Fact: Golf auf dem Mond
Es gab tatsächlich schon echte Golfbälle im All. 1971 spielte Astronaut Alan Shepard eine kleine Partie Golf auf dem Mond. Golf an sich ist schon ein komplexer Sport, doch auf dem Mond kommt noch ein Level dazu: Sie spielen dort Golf bei einem Sechstel der Erdgravitation.

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