Schmerzen

Gibt es eine Schmerzgrenze im Körper?

Geburtsschmerzen gelten als die intensivsten, die es gibt. Einen Kratzer hingegen spürt man kaum: Dem Gehirn wird schnell signalisiert, dass die Verletzung nicht lebensgefährlich ist. Doch wie weit kann Schmerz gehen?

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Manche Schmerzen sind größer, andere geringer. Ein Splitter im Finger oder ein angestoßener Zeh beispielsweise sind nicht mit einer großen Schnittwunde zu vergleichen. Daher stellt sich die Frage: Gibt es eine Schmerzgrenze in unserem Körper, oder lassen sich Schmerzen ins Unermessliche steigern? 

Obwohl Schmerzen ein überlebenswichtiges Signal an unseren Körper sein können, sind allzu starke Schmerzen lähmend – und damit für das Überleben hinderlich. Um uns deshalb vor extremen Schmerzen zu bewahren, schüttet unser Gehirn zum Beispiel Endorphine aus. 

Ohne Hormone würden wir bestimmte Schmerzen nicht überstehen

Eine Frau, die gerade ihr Kind zur Welt bringt, schüttet beispielsweise vermehrt die Hormone Serotonin (schmerzhemmend) und Oxytocin (wehenfördernd) aus, sofern sie sich entspannen kann. Hat sie hingegen Angst und ist verspannt, gibt ihr Körper das Stresshormon Adrenalin ab, das die Wehen hemmt, die Geburt dadurch länger dauert und die Schmerzen sich verstärken.

Auch Sexualhormone bei Männern haben die Funktion, Schmerzen zu lindern. So zeigen Experimente immer wieder, dass sie mehr Schmerzen aushalten, wenn ihr Körper Testosteron ausschüttet, weil eine attraktive Frau den Schmerz-Versuch mit ihnen durchführt. 

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