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Gelber Himmel und Blutregen: Warum Wüsten-Staub alles rot färbt

Was war da los? Eine rot-gelbe Staubschicht überdeckte gestern Autos, Gartenmöbel und sogar Skipisten. Woher der Blutregen kommt und was noch dahinter steckt.

Sahara-Regen

© WetterOnline

Wer sich am Wochenende bei milden Temperaturen und strahlendem Sonnenschein endlich mal wieder Zeit für die Autowäsche genommen hat, dürfte kurze Zeit später angesichts der rötlichen Staubschicht auf Lack und Fenstern ziemlich überrascht gewesen sein.

Hier hat jedoch niemand einen bösen Streich gespielt, wie Matthias Habel, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline weiß: „Der Grund für den so genannten Blutregen ist Sahara-Staub, den milder Südwind aus Nordafrika nach Deutschland gebracht hat. Hier entladen sich seit Sonntag die mit Staub angereicherten Regenwolken.“

Eine Prise Sahara auf den Skipisten


Vor allem in Bayern und in Sachsen präsentierte sich der Himmel gestern mit einem gelblichen Farbschleier, bevor der Staub mit dem Regen auf die Erde fiel. Wo normalserweise Schnee fällt, rieselten sogar Sahara- Flocken vom Himmel und überzogen die Skipisten mit rötlich bis gelblich schimmerndem Schnee.

Im Mittelalter galt der Blutregen als unheilvolles Vorzeichen, heute werden lediglich die Spuren, die der Regen auf Autos und Gartenmöbeln hinterlässt, als störend empfunden. Doch nicht nur der Sahara-Staub ist schuld an den lästigen Rückständen: „Die Natur blüht langsam auf, so dass auch zunehmend wieder Blütenpollen in der Luft unterwegs sind“, so Matthias Habel.

„Auch der feine Pollenstaub setzt sich in der Atmosphäre ab und wird durch Niederschlag wieder aus der Luft gewaschen. Was bleibt sind gelbliche Schlieren auf den Oberflächen.“ Allergiker und Autoliebhaber werden sich also noch eine Weile über die Pollen in der Luft und auf den Autos ärgern.

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