Sternenzelt

Februar am Nachthimmel – die große Mars-Show

Nur ein einsamer Planet zeigt sich im Februar für das bloße Auge am Nachthimmel: der rote Mars. Alle anderen freisichtigen Planeten –Merkur, Venus, Jupiter und Saturn – sind im Glanz der Sonne verborgen.

© NASA_JPL-Caltech

Unser äußerer Nachbar Mars wandert durch das Sternbild Widder und wechselt am 24. Februar ins weiter nordöstlich gelegene Sternbild Stier. Damit gewinnt er gegenüber der Sonne weiter an Höhe und bleibt bis nach Mitternacht am Himmel. Da sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn immer weiter von Mars entfernt, nimmt die Helligkeit des Roten Planeten zunehmend ab. Dennoch fällt sein Lichtpunkt hoch im Südwesten sofort durch sein ruhiges, rötliches Leuchten ins Auge, sobald es abends dunkelwird. „Außerdem setzt sich Mars im Februar durch ein prächtiges Umfeld in Szene“, sagt Prof. Kraupe. „So strebt er auf das ‚Goldene Tor der Ekliptik‘ zu, das von den ‚Plejaden‘ und den ‚Hyaden‘ im Sternbild Stier gebildet wird. Bei ihnen handelt es sich um die beiden schönsten Sternhaufen, die wir mit bloßem Auge erkennen können. Ende Februar steht Mars nur 3 Grad unterhalb der ‚Plejaden‘ und bietet mit diesem ‚Siebengestirn‘ auch im Fernglas ein herrliches Bild.“ 

Der Monnd leistet Beistand
Gesteigert wird dies noch durch den Mond, der längs seines Weges durch die Tierkreissternbilder dort vorbeikommt. Am 18. Februar bildet der zunehmende Halbmond zusammen mit Mars bis kurz nach Mitternacht ein eindrucksvolles Paar. 
Nicht nur am Nachthimmel ist Mars ein wahres Highlight – er steht derzeit auch im Fokus der Wissenschaft. So landen im Februar gleich drei Raumsonden auf dem Roten Planeten. Mars ist dann zwar bereits über 200 Millionen Kilometer von uns entfernt – doch die robotischen Kundschafter wurden rechtzeitig im vergangenen Jahr auf ihre monatelange Reise geschickt, als er sich noch in Erdnähe befand und der Weg zum Roten Planeten noch vergleichsweise kurz und damit zeitsparend war.

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