Südamerika für Entdecker

Eine wundersame Welt für sich: Amazonien

Amazonien ist schon ein Mythos an sich – diese „grüne Lunge“ der Erde, die mit Superlativen nur so strotzt. Der tropische Regenwald bedeckt im Amazonasbecken 5,5 Millionen km², eine kaum vorstellbare Fläche, in die Deutschland mehr als fünfzehnmal hineinpassen würde. Der namensgebende Fluss Amazonas, der von ungefähr 10.000 Nebenflüssen gespeist wird, bildet mit ihnen das größte Flusssystem der Erde.

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Unter der schier unerschöpflichen Fauna und Flora dieses Regenwaldgebiets sticht der Boto nochmal besonders hervor. Dieser Amazonasdelfin scheint mit seiner rosa Färbung direkt der Fabelwelt entsprungen. Dabei sind Jungtiere noch silbergrau, erst das Alter bringt dann auch die auffällige Farbe mit sich. In jedem Fall ist es ein besonderer Moment, wenn eines der Tiere neben dem Boot auftaucht!

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Aber auch für eine Fülle anderer Tiere lohnt es sich, bei einer Reise durch das Amazonasgebiet die Augen offen zu halten: seien es Kaimane oder Piranhas im Wasser, Wasserschweine am Ufer, farbenfrohe Papageien in der Luft oder verschiedenste Affenarten in den Baumkronen. Daneben natürlich auch die zwar weniger beliebten, aber dennoch durchaus faszinierenden Geschöpfe aus der Welt der Insekten oder Schlangen.

Sehenswert sind auch die Vertreter aus dem Pflanzenreich. Da es im tropischen Regenwald keine Jahreszeiten gibt, grünt und blüht es überall zur gleichen Zeit und alles wuchert und wächst. Eine Sehenswürdigkeit sind die immensen Blätter der Amazonas-Riesenseerose, der größten Seerosenart der Welt. Die Blätter werden bis zu 3m groß und können durchaus das Gewicht eines Kindes tragen. Die Blüten stehen dem in Nichts nach: mit bis zu 40cm werden auch sie ganz schön groß und sie blühen eine Nacht lang weiß, eine weitere dann rosa.

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Für Amazonas-Reisende ebenfalls sehr faszinierend ist das berühmte „Meeting of waters“ wie der Zusammenfluss von Rio Solimões und Rio Negro genannt wird. Der Rio Negro ist – wie sein Name schon verrät – schwarz gefärbt, während der Rio Solimões eine bräunliche Färbung hat. Fast 6 km lang fließen diese beiden unterschiedlich gefärbten Wassermassen aufgrund ihrer unterschiedlichen Dichte nebeneinander her mit einer klar zu erkennenden Grenze. 

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Nicht weit entfernt trifft man dann auf die berühmte Amazonas-Metropole Manaus. Die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates hat über 2 Millionen Einwohner und ist meistens der Ausgangspunkt für Reisen ins Amazonasgebiet, da sie über einen Flughafen verfügt. Aber egal, ob man von hier zu einer Dschungellodge oder einer Amazonas-Kreuzfahrt aufbricht, man sollte auch der Stadt an sich etwas Zeit widmen. Das berühmteste Gebäude ist das Teatro Amazonas, das der Zeit des Kautschukbooms entstammt. Das prachtvolle rosafarbene Gebäude ist sowohl außen als auch innen eine Besichtigung wert. Entspannen kann man am Ponta Negra Beach, an dem man sich schon fast wie am Meer fühlt, weil das gegenüberliegende Ufer so weit entfernt ist. Im Musa (Museu da Amazônia) kann man viel Interessantes über das Leben in Amazonien erfahren und von einem 42m hohen Turm auf die Baumwipfel des Waldes hinabschauen. Eine optimale Vorbereitung für die weiteren Exkursionen in den Amazonas-Regenwald! Weitere Infos und Reisevorschläge gibt’s hier. 

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