Outdoor-Abenteuer

Draußen schlafen: Tipps und Tricks für ein Nachtlager

Eine Nacht unterm Sternenhimmel in einer fantastischen Naturkulisse ist Romantik pur und immer wieder ein echtes Outdoor-Erlebnis. Allerdings ist dies nur an ausgewählten Orten erlaubt. Ansonsten gilt: Bloß nicht erwischen lassen!

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Geweckt vom leisen Plätschern des nah gelegenen Bachs, dem Vogelgezwitscher des frühen Morgens; die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages im Gesicht ­– Natur pur. Immer mehr Menschen wollen sich den Traum vom Zelten in der freien Wildbahn erfüllen.
Doch Achtung: Wildcampen ist in vielen Ländern nicht erlaubt. Erfüllung finden Wildcamper dagegen in den nordischen Ländern. Hier gilt das Jedermannsrecht, welches allen Menschen bestimmte grundlegende Rechte bei der Nutzung der Wildnis – darunter auch das Zelten und Feuermachen – erlaubt. Inzwischen gibt es aber auch in Mitteleuropa immer mehr Orte, an denen man ganz legal eine Nacht unter freiem Sternenhimmel erleben kann: Auf den Huttopia-Naturcampingplätzen in Frankreich zum Beispiel. In den Trekking-Camps im Schwarzwald rund um Baiersbronn oder ganz legal am Berg wie zum Beispiel in Warth-Schröcken am Arlberg.
Wildcampen, Biwakieren, Zelten – wie auch immer man es nennen mag, das Draußen übernachten ist auch für abgebrühte Abenteurerinnen und Abenteurer immer wieder ein einzigartiges Erlebnis. Eine gute Vorplanung, das Studium der aktuellen Wetterverhältnisse und nicht zuletzt die richtige Ausrüstung ist dabei Grundvoraussetzung, damit das erträumte Abenteuer nicht zum Albtraum wird. 

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Die „Big Four“: Rucksack, Isomatte, Schlafsack und Zelt
Weniger ist mehr: Gewicht und Volumen sind bei der Planung von Ausflügen von großer Wichtigkeit. Immer bereit sein, Kompromisse einzugehen und sich auf das Wesentliche zu beschränken. Daran denken, schwere Dinge im unteren Bereich des Rucksacks und Gegenstände mit einer flachen Oberfläche parallel zum Rücken zu verstauen. 
Besonders bei kühler werdenden Temperaturen im Herbst oder gar Winter sind ein warmer Daunenschlafsack und eine gut isolierende Unterlage Gold wert. Wer Draußen, oder gar in den Bergen übernachten will, sollte nicht gerade das Discounter-Zelt vom letzten Festival aus dem Dachboden kramen. Ein geeignetes Zelt ist wasserdicht, windrobust und gerade auf längeren Touren: Leicht und kompakt! Die Zelte des jungen, französischen Startups Samaya zum Beispiel sind aktuell die leichtesten auf dem Markt. Dazu haben sie ein enorm kleines Packmaß. Sie dienen auf Expeditionen von den Polkappen bis hinauf zu den höchsten Bergen dieser Welt und bleiben dabei auch für den Gelegenheitsabenteurer erschwinglich.

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Gefahrenzonen meiden
Für die Wahl des Übernachtungsplatzes gibt es einige Dinge zu beachten: Absolut tabu für Übernachtungen sind Naturschutzgebiete und Nationalparks. Ein ideales Gelände sollte möglichst flach, in einer grasbewachsenen Gegend ohne allzu rauen Untergrund, windgeschützt und fern von Steinschlag sein. Gipfel sind eher ungünstig zum Schlafen: Die ungeschützte Lage kann bei Wetterumschwüngen schnell gefährlich werden.

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Ausführliche Tourenplanung
Mit dem richtigen Equipment geht biwakieren das ganze Jahr über. Besonders im Herbst und Winter darauf achten, über den genauen Routenverlauf Bescheid zu wissen und einen möglichen Biwakplatz, Zeltplatz oder Naturlagerplatz schon im Vorhinein recherchieren. Die Kondition und Tourenlänge sollte stets auf das am wenigsten erfahrene Tourenmitglied angepasst sein. Wind und Wetter lassen sich ganz einfach recherchieren und sollten immer im Blickfeld bleiben. So können Dunkelheit und böse Überraschungen vermieden werden.

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Naturverträglich unterwegs
Während des Zeltabenteuers ist es wichtig, die Natur und Umgebung, zu respektieren und die empfohlenen Verhaltensweisen zu beachten. Abseits von regulären Camping- und Zeltplätzen gelten je nach Land eigene Verhaltensregeln, die es zu beachten gilt. Und das wichtigste: Verlasse den Zeltplatz so, wie du ihn vorgefunden hast – Müll hat in der Natur nichts verloren. 

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