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Datensicherung: Nur etwas für Angsthasen?

Bei der Sicherung persönlicher Daten vertrauen viele auf die Speicherfähigkeiten des Computers oder des Laptops. Wer den ärgerlichen Totalverlust seiner Daten ernsthaft verhindern will, sollte gewissenhaft die nötigen Vorkehrungen treffen.

© Envato

Was in Unternehmen schon längst die Regel ist, wird zu Haus oft vernachlässigt. Häufig werden private Daten als nicht so wichtig eingestuft. Nicht für Interesse für Hacker. Aber davon mal abgesehen, wenn die Urlaubsfotos der letzten zehn Jahr unwiederbringlich weg sind, digitale Unterlagen zu Versicherungen, Lohnsteuerabrechnungen etc. abhandenkommen, wird es mühsam. Nicht immer müssen Cyber Angriffe der Grund sein. Deutlich häufiger sind Hardware-Defekte oder gestohlene Geräte der Grund, dass Daten für immer von uns gehen. Aber auch Schadsoftware kann zu Datenverlust führen, wenn z. B. alle Daten verschlüsselt wurden. Alles Szenarien, die durchaus realistisch sind. Hier sollte unbedingt etwas mehr Security Awareness an den Tag gelegt werden. Wenn die Daten in der Cloud gespeichert sind, ist das schon ein guter Schutz gegen Verlust. Liegen die Daten verschlüsselt beim Cloud Anbieter, bietet das zusätzliche Sicherheit vor neugierigen Dritten. 
Eine komplette Datensicherung, die auch E-Mails, Software, Apps etc. mit einschließt ist die beste Lösung. Die meisten Betriebssysteme haben dafür entsprechende Bordmittel (z. B. „Time Machine“ bei iOS oder „Sicherung“ bei Windows). Diese Sicherungen können auch in einen Cloud-Ordner gespeichert werden. Diese Sicherungsmethode hat den Vorteil, dass verschiedene Stände der Daten automatisch und regelmäßig werden. Es wird also nicht nur die aktuelle Datensicherung vom heutigen Tage gespeichert, sondern auch die Generationen davor. Einmal eingerichtet, läuft es von selbst.
 

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Soll kein Cloud-Speicher genutzt werden, helfen regelmäßige Sicherungen auf externe Festplatten oder USB-Sticks etc. Wichtig: nach der Datensicherung vom Rechner abziehen und verwahren. Das ist sinnvoll, damit eine etwaige Schadsoftware, die auf den Rechner kommt, nicht ebenso die gesicherten Dateien auf der angesteckten Festplatte oder dem USB Stick infiziert. Auch hier empfiehlt es sich, mehrere Generationen von Datensicherungen zu speichern und nicht nur die aktuelle. Hat dann mal ein Kopiervorgang nicht funktioniert, kann die vorletzte Datensicherung genutzt werden. Die oben beschriebene Systemsicherung kann ebenfalls statt in der Cloud auf externen Geräten erfolgen. 
Bleibt die Frage, wie oft eine manuelle Datensicherung durchgeführt werden sollte. Das hängt vom persönlichen Sicherheitsbewusstsein und dem täglichen Datenzuwachs ab. Wer nicht so paranoid wie die Autorin ist, sollte mindestens einmal im Monat die privaten Daten sichern. Öfter ist besser. Mit der Windows Sicherung oder Apples Time Machine wird das alles automatisch mehrmals täglich durchgeführt. Kommt dann neue Hardware ins Haus oder ist die Festplatte im Rechner abgeraucht, sind zumindest die Angsthasen fein raus.

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