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Stress

Work-Life Balance: Ausgleich zwischen Beruf und Arbeitsleben

Eine 60 Stunden Woche ist heutzutage keine Seltenheit. Es bleibt wenig Zeit für Freizeit und Familie. Auf Dauer ist das für die Psyche und den Körper zu viel: Burnout oder Depressionen sind die Folge. Doch wie erkennt man, dass sein Leben aus den Rudern läuft und was kann man dagegen tun?

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In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich das Leben entscheidend gewandelt: Schneller und besser zu werden, scheint in vielen Bereichen des Lebens heute die Devise zu sein. Vor allem im Job lastet auf vielen Menschen großer Druck, weil das Arbeitsvolumen steigt und ein Großteil es nicht mehr schafft, sich in der Freizeit ausreichend zu erholen.

Noch dazu kommt, dass man dank der modernen Medien immer und überall erreichbar ist. Das mobile Arbeiten liegt immer mehr im Trend. Einerseits haben Mitarbeiter davon den Vorteil, nicht jeden Tag in das Büro fahren zu müssen, andererseits ist man dazu geneigt, auch abends und am Wochenende einen Blick in die Firmen E-Mails zu werfen und diese zu bearbeiten. Zu dem Gefühl, ständig für den Vorgesetzten erreichbar sein zu müssen, kommen Familie und Haushalt. Diese Mehrfachbelastung bringt immer mehr Leute an ihre Grenzen. 

Was versteht man eigentlich unter Work-Life Balance?

Das Wort Work-Life Balance begegnet uns ständig – auf dem Titelblatt  von Zeitschriften im Radio. Doch was versteht man eigentlich darunter? Zusammengesetzt ist der Begriff aus den Wörter „Work“, also Arbeit und „Life“, also Leben. Besteht eine Work-Life-Balance meint man damit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Berufsleben. Der Begriff ist insofern irreführend, weil der Job ja eigentlich ein Teil des Lebens ist. Mit Life ist daher eher „private life“, das Privatleben gemeint.

Eines ist klar, bei der Work-Life Balance kann es nur in den wenigsten Fällen eine Aufteilung von 50/50 geben. Kaum jemand verdient mit einem Teilzeitjob genug Geld, sodass man tatsächlich die Hälfte seiner Zeit dem Privatleben widmen kann. Selbst wenn man nur sechs Stunden am Tag im Büro verbringt wie es in einer 30-Stunden-Woche der Fall ist, muss man dazu noch die Fahrzeit hinzu rechnen. Auch Tätigkeiten, die nichts mit dem Job zu tun haben, dennoch nicht unter die Rubrik „Freizeit“ fallen, fließen in die Work-Life-Balance ein. Dazu gehören zum Beispiel folgende Tätigkeiten: Einkaufen, Kochen, Wäsche waschen, andere Haushaltsarbeiten wie putzen und die Kinder zur Schule bringen, abholen, Hausaufgaben beaufsichtigen, etc..

Ein weiterer Begriff, der in diesem Zusammenhang oft fällt, ist „Quality Time“. Das ist jene Zeit, die übrig bleibt, wenn man die Arbeit im Job und im Haushalt erledigt hat.

Das Ehepaar Jennifer Wos und Thomas Wos – Beispiel einer intakten Work-Life Balance

An der Finanzwelt Interessierten ist Thomas Wos sicher ein Begriff. Dem Onlinemarketing-Experten gelang es im Jahr 2016, ein Rekordinvestment von 30 Millionen Euro für sein Startup Unlimited Emails von einem Investor aus den USA zu gewinnen. Dass Thomas Wos anscheinend in seinem Beruf Erfüllung findet, zeigt die Tatsache, dass es nach seinem großen Erfolg mit Unlimited Emails nicht wirklich ruhig um ihn wurde. Zusammen mit seiner Frau Jennifer Wos gründete er die WOS Swiss Investments AG und hat damit die Seiten gewechselt. Jetzt fungiert das Ehepaar Jennifer Wos und Thomas Wos nämlich als Finanzgeber für erfolgversprechende Projekte. 

© Wos

Die gemeinsame Geschäftsführung der WOS Swiss Investments AG hat den Vorteil, dass das Paar täglich zusammenarbeitet. Zusammen sind sie als Team erfolgreich und verbringen aus beruflichen Gründen mehr Zeit miteinander als Paare, die getrennten Jobs nachgehen. Wie man hört, möchten Jennifer Wos und Thomas Wos als nächstes gemeinsames Projekt sogar eine Hotelkette mit dem Namen The Wos eröffnen. Doch nicht immer gelingt es so gut wie bei Thomas Wos und Jennifer Wos, das Privat- und Arbeitsleben miteinander zu vereinen. 

Wie man erkennt, dass die Balance aus dem Gleichgewicht gerät

Was für den einzelnen Work-Life-Balance bedeutet, ist unterschiedlich. Während die einen Kraft aus ihrem Job schöpfen und keine Probleme damit haben, Überstunden zu machen, fühlen sich andere von den Anforderungen des Berufslebens überfordert. Wichtig ist, für sich selbst das passende Maß zu finden. Leider gelingt das nicht immer, was die Zahlen belegen. Psychische Ursachen sind nämlich bereits der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit. Rund 17 Prozent aller Krankenstandstage werden von psychischen Problemen verursacht. Wer sich permanent vom Job überfordert fühlt, neigt zu Depressionen und Burnout. Oft sind die Anfänge schleichend, zunächst fühlen sich viele Betroffene einfach nur müde und schieben das auf die Frühjahrsmüdigkeit oder das trübe Herbstwetter. Weitere Merkmale dafür, dass die Work-Life-Balance aus dem Gleichgewicht gerät, sind unter anderem:
 
  • Chronische Erschöpfung
  • Mangendes Interesse am Beruf
  • Lustlosigkeit
  • Unausgeglichenheit
  • Schuldgefühle
  • Versagensängste
  • Depressionen
 
Zu diesen Symptomen auf der psychischen Ebene kommen noch weitere hinzu, die sich körperlich äußern. Dazu gehören Ohrengeräusche wie Tinnitus, Schlafstörungen, Schwindel, Herzrasen und Verdauungsprobleme. In fortgeschrittenem Stadium kann es auch zu Libidoverlust kommen. Somit leidet nicht nur der Betroffene selbst, sondern auch die Beziehung zum Partner von einer unausgeglichenen Work-Life-Balance. 

Woher stammt eigentlich der Begriff Burnout?

In den letzten Jahren scheint der Begriff Burnout so richtig in Mode gekommen zu sein. Dabei wird die Diagnose „Burnout“ nicht erst seit heute gestellt. Vielmehr war sie schon in den 1970er Jahren bekannt. Damals stellte nämlich der passionierte Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger aus New York an sich selbst fest, dass ihm seine Tätigkeit Probleme bereitet. Während er in der Vergangenheit mit Herz und Seele bei seinem Job war, frustrierte ihn die Arbeit zunehmend. Außerdem bemerkte er auch im Kollegenkreis, dass einige unter hoher Arbeitsbelastung immer zynischer und unfreundlicher mit ihren Patienten umgingen. 

Dieses Phänomen interessierte Freudenberger so sehr, dass er auch Menschen aus anderen Berufsgruppen in seine Studien mit einbezog. Er fand heraus, dass Menschen, die aus der Work-Life-Balance gerieten, darauf mit Niedergeschlagenheit, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen reagierten. Bei vielen kamen noch psychosomatische Beschwerden wie Verdauungsprobleme oder Rückenschmerzen dazu. Daraufhin definierte Freudenberger Burnout wie folgt: „Ein Zustand erschöpfter physischer und mentaler Ressourcen.“ Weitere Studien haben ergeben, dass bei bestimmten Personengruppen die Work-Life-Balance besonders häufig aus dem Ruder gelangt. Dazu gehören Führungskräfte aus dem mittleren Management. Sie müssen täglich den Spagat schaffen, sowohl die unter ihnen stehenden Mitarbeiter als auch die Chefs in höheren Etagen zufriedenzustellen. Pflegekräfte – egal ob beruflich oder im privaten Rahmen – sind ebenfalls häufig von Burnout betroffen. In Sozialberufen wie Lehrer, Erzieher oder Arzt gibt es ebenfalls besonders viele Menschen, die schwer damit zu kämpfen haben, Privat- und Arbeitsleben unter einen Hut zu bekommen. 

© iStock-Wavebreakmedia

Tipps um die Work-Life-Balance wieder herzustellen

Zunächst ist es wichtig zu erkennen, woher die oben genannten körperlichen und psychischen Probleme kommen und so bald wie möglich mit einer Behandlung zu beginnen. Vielen Betroffenen gelingt es gar nicht, sich in der Freizeit zu entspannen. Für sie können pflanzliche Präparate mit Baldrian, Melisse oder Johanniskraut den ersten Anstoß zur Besserung geben. Wenn diese Mittel nicht helfen, kann ein Facharzt unter Umständen für einen gewissen Zeitraum sogar Antidepressiva verschreiben. Doch die medikamentöse Therapie sollte immer nur ergänzend verabreicht werden. Wichtig ist, Methoden zu erlernen, die Entspannung wieder möglich machen. Dazu zählen zum Beispiel Autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Dabei geht es um bewusstes An- und Entspannen bestimmter Muskelgruppen. Außerdem sollte man an seiner Lebenseinstellung arbeiten. Das gelingt einem Teil der Betroffenen selbst, andere wiederum arbeiten mit einem kompetenten Psychotherapeuten zusammen. Es geht darum, eine genaue Selbstanalyse zu erstellen und Stressfaktoren zu evaluieren.

Eine Verbesserung des Zeitmanagements ist ebenfalls ein Punkt, der die Work-Life-Balance wieder herstellt. Nicht immer muss alles sofort erledigt werden. Viele Menschen, die an Burnout leiden, können nicht Nein sagen oder Aufgaben an andere delegieren. Nicht zuletzt sind Hobbys ein wichtiger Punkt. Einmal etwas völlig anderes zu tun, um aus dem Alltagstrott herauszukommen, bringt eine neue Sicht auf das Leben. Besonders bewährt hat sich dabei Sport an der frischen Luft. Egal ob beim Wandern, Radfahren oder Joggen, die Natur hat eine heilende Wirkung auf Körper und Seele. Lernen, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, das ist ein wichtiger Schritt für die optimale Work-Life-Balance. 
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