Woher kommen die Tropfen in unserem Kühlschrank?

Der Kühlschrank gehört zu der Grundausstattung einer jeden Küche. Hin und wieder kommt es vor, dass sich im Inneren Tropfen befinden, doch wie kommen diese zustande?

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Das Prinzip eines Kühlschrankes ist es, die Wärme aus dem Innenraum zu entziehen. Das macht er mit Hilfe von elektrischer Energie. Die kühlende Fläche befindet sich meist an der inneren Rückwand. Dort sammeln sich auch die Tröpfchen an, die entweder flüssig oder zu Eis gefroren sind. 

Wenn man den Kühlschrank öffnet, gelangt Umgebungsluft in den Innenraum und dadurch Luftfeuchtigkeit. Diese sammelt sich an der Rückwand an. Dafür gibt es zwei Gründe: Kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen als warme. Außerdem setzt sich flüssiges Wasser immer an der kältesten Stelle ab. Je nachdem wie die Kühlung eingestellt ist, kann die Temperatur unter null Grad fallen. So bleiben die Wassertropfen nicht flüssig, sondern gefrieren an der Rückwand. Die ideale Kühlschrank-Temperatur liegt bei etwa sieben Grad. 

Wie verschwinden die Tropfen?

Die gefrorenen Tropfen sind ein unerwünschter Nebeneffekt, da sie die Kühlfunktion einschränken und einen hohen Stromverbrauch verursachen. Das Eis wirkt wie ein Isolator. Der Kompressor muss dadurch mehr arbeiten um zu kühlen und verursacht mehr Stromkosten. Um das Eis wieder loszuwerden, gibt es in moderneren Kühlschränken die automatische Abtaufunktion. Diese erwärmt kurz die Rückwand. Dadurch fangen die kleinen Eishügel an zu tauen und laufen in die Ablaufrinne. Von dort aus gelangt das gesammelte Wasser in einen Verdunstungsbehälter, der außerhalb des Kühlschankes liegt. Hier kann das übrige Wasser verdunsten.

Kühlschränke, die keine solche Funktion besitzen, können einfach abgeschaltet werden, bis das Eis abgetaut ist. Um den Prozess zu beschleunigen, ist es ratsam, einen Topf mit heißem Wasser in das Gerät zu stellen und die Tür offen zu lassen. Diesen Vorgang sollte man je nach Tröpfchenbildung wiederholen, damit der Kühlschrank nicht zum Stromfresser wird. 

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