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Überlebensstrategien

Wo finde ich in der Wildnis etwas zu essen und trinken?

Wer in der Natur verloren geht und auf sich allein gestellt ist, muss wissen, wie er Trinkwasser und Nahrung findet, um zu überleben. Wie lange hält man ohne Flüssigkeitsaufnahme durch und wie findet man heraus, was wirklich genießbar ist?

© iStock-DuxX

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Besonders trinkbares Wasser kann in der Natur schwer zu finden sein. Dabei ist es überlebenswichtig – durchschnittlich nur drei Tage kann ein Mensch ohne Flüssigkeitsaufnahme ausharren. In feuchten Regionen ist es relativ einfach: Regenwasser oder Tau kann mit einer Plane oder einem anderen wasserdichten Material wie einer alten Plastiktüte aufgefangen werden. Diese werden in ein gebuddeltes Loch gelegt oder darüber aufgehängt. Fließendes Gewässer oder Seen sind auch Lösungen. Dabei gilt die Faustregel: Je wilder es strömt und je näher es sich an der Quelle befindet, desto sauberer ist es. Gebirgsbäche sind demnach weniger verunreinigt als breite Flüsse. Sicherheitshalber sollte man allerdings jedes Wasser abkochen, nur frisches Quellwasser kann bedenkenlos getrunken werden. Selbst Schnee sollte nicht ohne erwärmen verzehrt werden, weil der Körper sonst unterkühlen kann. Geschmolzener Schnee enthält kaum Mineralstoffe, deswegen sollte man dazu etwas essen.  

Eine weite Möglichkeit Flüssigkeit zu gewinnen ist es das Schwitzwasser der Pflanzen aufzufangen. Dazu wird eine Plastiktüte über einen mit Blättern bestückten Zweig gestülpt und zugebunden. Nach einer gewissen Zeit sammeln sich die Wassertropfen darin. Besonders in tropischen Gebieten funktioniert diese Methode einwandfrei. Außerdem kann man sein T-Shirt ausziehen und damit am Morgen über die Wiese streifen. Wenn man dann das Kleidungsstück auswringt, kann man den aufgefangenen Tau trinken.

Befindet man sich in einem sehr heißen Gebiet, hilft es einen ausgetrockneten Fluss zu suchen. Wenn sich in der Nähe Tierspuren befinden, ist es ein gutes Zeichen und es lohnt sich zu graben. Mit Glück stößt man so auf Flüssigkeit im Boden. Kakteen sind giftig, die Ausnahme ist ein Kugelkaktus, der Ferocactus wislizeni, der in Teilen der USA und Mexiko verbreitet ist. Wer ihn findet, kann den oberen Teil mit einer Machete oder einem Messer abschneiden, das weiße Fruchtfleisch mit einem Stock zerstampfen und so an die Flüssigkeit gelangen. Aber Vorsicht die Inhaltsstoffe können Nierenprobleme oder Knochenschmerzen verursachen und deshalb sollte der Kaktus nur eine Notlösung sein. Auch Kaktusfeigen enthalten Feuchtigkeit, man muss sie kurz über das Feuer halten, um die Dornen abzubrennen und kann sie dann verzehren.  

Was kann ich essen?

Grundsätzlich gilt: niemals etwas essen, das man nicht kennt. Bestenfalls hat man sich vorbeugend darüber informiert, welche Pflanzen essbar sind und welche giftig. Eine Faustregel lautet: Iss keine Pflanze, die einen milchigen Saft besitzt, da dieser oft giftig ist. Der Umkehrschluss gilt aber nicht: Auch wenn eine Pflanze keinen milchigen Saft absondert, kann sie hochgiftig sein. Hilfreich ist die Geschmacksprüfung: Wenn die Pflanze oder Wurzel nach dem Kochen noch bitter schmeckt, darf diese auf keinen Fall gegessen werden. Wenn die Pflanze den Test besteht, kann man versuchen ein Stück zu zerkauen und gleich danach auszuspucken. Funktioniert auch das ohne Beschwerden, kann man sich trauen eine Kleinigkeit davon zu verspeisen. Zeigen sich nach acht Stunden keine Nebenwirkungen, ist die Pflanze wahrscheinlich essbar.

Fleisch ist fast immer genießbar. Um Tiere zu fangen, bietet sich beispielsweise eine Schlingfalle an. Sie funktioniert nach folgendem Prinzip: Eine zuziehbare Schlinge wird unter Druck gesetzt und von einem Stock gehalten. Wird dieser von einem Tier berührt, zieht sich die Schlinge blitzschnell zu und hält das Tier gefangen. Wer kein Seil oder Messer zur Hand hat, kann Brombeerstauden suchen, die Stängel von den Dornen befreien und sie dann mit einem Stein platt klopfen. So erhält man eine Art Seil, das für den Bau einer Falle geeignet ist. 

Fische können mit selbst gemachten Netzen sowie Angeln oder einem geschnitzten Holzspeer gefangen werden. Eine Angel kann mit einem Stock, einer Schnur oder Ästen einer Kletterpflanze und einem Hacken oder Köder hergestellt werden. Gerade bei Fischen ist es wichtig alles gut durchzubraten, um Parasiten abzutöten. Um sich einen Vorrat an Essen zu beschaffen, kann man den Fisch in dünne Scheiben schneiden und am Feuer räuchern. Wer Essen sammelt, muss immer darauf achten, es so zu lagern, dass es nicht von Tieren aufgespürt oder von Insekten befallen werden kann.
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