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Frage der Woche

Wie wirksam ist Hustensaft?

Wer erkältet ist, den quält neben Schnupfen und Heiserkeit oft auch Husten. Der kann besonders hartnäckig sein, deswegen boomt der Handel mit Hustensaft. Die Auswahl ist riesig, doch der Nutzen ist umstritten. Wie hilfreich sind Hustenmedikamente wirklich?

© iStock-elsauria

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Husten ist nervig, aber eigentlich sinnvoll. Bei einer Erkältung oder Grippe dient er dazu, den Schleim aus den Atemwegen zu entfernen. Neben den klassischen Hustenbonbons greifen viele Menschen bei einer Erkältung auch zu Hustenlöser und -stiller. Der Löser dient dazu den festgesetzten Schleim zu verflüssigen, sodass er besser abgehustet werden kann. Den gegenteiligen Effekt hat der Hustenstiller. Wie der Name schon sagt, unterdrückt er das lästige Symptom und ermöglicht dem Erkrankten so eine geruhsame Nacht.

Doch helfen die Arzneimittel überhaupt bei sogenanntem subakuten Husten, der zwischen drei und acht Wochen andauert? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Universität Basel nachgegangen. Dafür prüften Dr. Benjamin Speich und sein Team sechs klinische Studien. Das Ergebnis: Keine der untersuchten Arzneien konnten entscheidend zum Genesungsprozess beitragen. „Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass die Datengrundlage zur Wirksamkeit der Mittel bei subakutem Husten relativ dünn ist“, erklärt Speich. Bei zwei untersuchten Studien wurde den Hustenmitteln ein geringer positiver Effekt bescheinigt (die Wirkstoffe waren Salbutamol plus Ipratropiumbromid und Fluticasone propionate), dennoch wurden auch alle Patienten ohne Medikamente wieder von ihrem Husten befreit. Eine Medikamenteneinnahme ist weder notwendig noch beschleunigt es die Heilung. Erkrankte sollten Hustenstiller generell nur im Notfall trinken, da diese das wichtige Abhusten des Schleims verhindern. Übrigens: Hustenstiller mit Codein sind seit 2015 für Kinder unter zwölf Jahren verboten, da sie die Atmung lebensbedrohlich abflachen können. 

Generell ist Husten keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. In schlimmen Fällen kann er auf eine Herz- oder Lungenerkrankung hinweisen, da sich bei den Betroffenen Wasser in der Lunge sammelt – es ist also wichtig, die dahinsteckende Krankheit mit einem Arzt abzuklären.
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