Weltgeschichte

Wie begeht man einen Verrat an 1.500 Göttern?

Nach dem Tod von Pharao Echnaton schwebt seine Frau Nofretete in Lebensgefahr – und bittet ihren Erzfeind, den hethitischen König, ihr einen Sohn zu senden, mit dem sie einen Erben zeugen kann.

© Imago-United Archives International

Nofretete hätte als die mächtigste Frau des Alten Ägyptens in die Geschichte eingehen können. Doch am Ende wurde nicht einmal, sondern gleich zweimal ein Verrat begangen – sie haben Nofretete letztendlich alles gekostet. 
 
In ganz Ägypten herrschen Unruhen. Die Priester gehen auf die Barrikaden, und das Militär ist gezwungen, ihre Aufstände niederzuschlagen. Pharao Echnaton hat alle Götter abgeschafft und durch den Sonnengott Aton ersetzt – auf Drängen seiner Gemahlin Nofretete. 

Notruf an den Feind

Dieser Verrat an mehr als 1.500 Göttern bringt die Priesterkaste gegen das Herrscherpaar auf. Als Echnaton stirbt, wird Nofretete die Alleinherrscherin – und hat ein ganzes Volk gegen sich. Schon bei Amtsantritt genießt Nofretete nicht die Autorität, die sie zum Führen dieser Weltmacht benötigt. 
 
Früh wittern die Priester ihre Chance, die unliebsame Herrscherin zu beseitigen. Nofretete muss um ihr Leben fürchten und begeht einen zweiten, undenkbaren Verrat. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an den Herrscher des verfeindeten Königreichs der Hethiter und bietet sich und das Ägyptische Reich einem seiner Söhne an – im Tausch für ihre Sicherheit. Doch dazu kommt es nie, weil Nofretete vorher stirbt – auf ungeklärte Weise…

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