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Körperwissen

Was passiert bei einem Sonnenbrand?

Wer sich im Sommer nicht eincremt, erntet am Abend den schmerzhaften Sonnengruß auf seiner Haut. Warum bekommen wir einen Sonnenbrand und was passiert dabei in unserem Körper?

Sonnencreme auf Schulter

© iStock/Marko Misic

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Bei einem Sonnenbrand beschädigt die ultraviolette Strahlung der Sonne (UV-Strahlung) die DNA unserer Hautzellen. Insgesamt gibt die Sonne drei verschiedenen Arten von Strahlung ab: UVA, UVB und UVC. Alle drei gehören zu den Karzinogenen – sprich sie können Krebs hervorrufen. Die letzte Form, UVC-Strahlung, wird größtenteils von unserer Erdatmosphäre absorbiert und ist somit für den Menschen nicht mehr schädlich.

Angriff auf die DNA

Anders verhält es sich jedoch mit UVA und UVB: Sie gelangen bis zu uns auf die Erde und können unsere Haut stark schädigen. Dabei dringen die kurzwelligen B-Strahlen in die Epidermis, also in die oberste Hautschicht. A-Strahlen sind langwelliger und gelangen daher sogar in die noch tiefer gelegene Subcutis, auch Unterhaut genannt. Sie kommen auch in Solarien zum Einsatz und zerstören das in der Unterhaut gelegene Kollagen und die elastischen Fasern. Beide Körperbestandteile halten unsere Haut straff und unter Spannung – werden sie beschädigt, bekommen wir schneller Falten.

Beide Arten von Strahlung setzen den Eiweißen, Membranen und der DNA unserer Haut stark zu. So werden UVB-Lichtteilchen direkt von der DNA aufgenommen, was dazu führen kann, dass sich die DNA-Stränge falsch miteinander verbinden. Die Folge: Unser Erbgut repliziert sich nicht auf normale Art und Weise und es entstehen Fehler in den Hautzellen. Hält sich die UVB-Strahlung in Grenzen, schafft es der Körper noch, den Schaden selbst in den Griff zu bekommen und die Zellen zu reparieren. Zu viele Schäden der Zellen führen jedoch dazu, dass der Körper anfängt, sie gezielt zu zerstören.

Hautrötungen, Hitze und Schmerz

Sterben die Zellen in der Folge ab, fangen sie an, besondere Botenstoffe freizulassen. Diese bewirken unter anderen, dass sich die kleinsten Blutgefäße in der Haut erweitern – es entsteht die bekannte Rotfärbung, Schwellung und das gleißende Hitzegefühl eines frischen Sonnenbrandes. Nun rücken die weißen Blutkörperchen an und räumen das Feld frei von den abgestorbenen Hautzellen.

Meist bemerken Sonnenanbeter erst etwa sechs Stunden nach ihrem Sonnenbad, dass sie sich gar nicht, zu unregelmäßig oder mit einem zu geringen Sonnenschutzfaktor eingecremt haben. Das typische Brennen und die Schwellung können in den nächsten 24 bis 48 Stunden noch weiter zunehmen. Nach etwa zwei Tagen beginnt die Haut, sich zu schälen, was bedeutet, dass die geschädigten Hautzellen nun vollständig abgestorben sind. Nun startet der Selbstheilungsprozess der Haut, der ein bis zwei Wochen dauern kann.

Erste-Hilfe-Maßnahmen und Langzeitschäden

Wer sich einmal verbrannt hat, sollte möglichst schnell aus der Sonne verschwinden und den „Brand löschen“. Zum Beispiel unter der Dusche. Hier darf der aufgeheizte Körper jedoch nicht zu schnell runtergekühlt werden, da es sonst zu Herz-Kreislaufbeschwerden kommen kann. In dem Fall eignet sich lauwarmes Wasser, um die geschwollene und geschädigte Haut vorsichtig abzukühlen. Nicht nur äußerlich angewendet, hilft Wasser nach einem Sonnenbrand. Auch viel Trinken ist durchaus sinnvoll, denn es kurbelt den Regenerationsprozess der Haut an. Dieser wird auch von After-Sun-Produkten angeregt, wie zum Beispiel Cremes, die Aloe Vera enthalten. Sie beruhigen die Haut, spenden Feuchtigkeit und fördern das Zellwachstum.

Jeder Sonnenbrand wird nicht nur von der Haut registriert, sondern auch in ihrem Gedächtnis gespeichert. Selbst wenn er ohne Rückstände – außer einer nachträglichen Bräune – verheilt ist, kann das Erbgut nachhaltig geschädigt sein. So kann es sein, dass die Reparaturmechanismen, die bei einem Sonnenbrand zum Einsatz kommen, nicht mehr richtig funktionieren und nicht alle DNA-Schäden beseitigen. Und das kann über Jahre oder Jahrzehnte hinweg nicht nur zu unschönen Falten und Altersflecken führen, sondern auch zu Hautkrebs.

Cremen, cremen, cremen

Deshalb ist es wichtig, regelmäßig Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor vor und während des Sonnenbads aufzutragen. Auch ein Hut, eine Sonnenbrille und Kleidung sind ein guter zusätzlicher Schutz zur Creme bei viel Sonneneinstrahlung. Zwar baut der Körper an manchen Stellen, an denen er besonders häufig Sonne ausgesetzt wird, einen gewissen Eigenschutz auf. Das ist beispielsweise an den Armen der Fall, wo die Haut braun wird und sich eine widerstandsfähigere Hornschicht bildet. Doch ein Garant gegen einen Sonnenbrand stellt sie dennoch nicht dar.

Auch sollte man sich von örtlichen Gegebenheiten wie einem frischen Lüftchen am Meer oder einer plötzlichen Bewölkung in den Bergen nicht täuschen lassen. Wir vergessen nämlich gerade dann, uns zu schützen, wenn wir die Sonne nicht wahrnehmen.
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