Warum wird einem beim Lesen im Auto schlecht?

Bei langen Autofahrten kann einem schnell mal langweilig werden. Um dem entgegen zu wirken, greifen viele gerne zum Buch, Tablet oder Handy. Doch nach kurzer Zeit wird vielen schlecht. Warum ist das so?

© iStock-Mladen-Zivkovic

Schuld an der plötzlichen Übelkeitsattacke ist unser Gehirn: Ständig checkt es, wo wir uns im Raum befinden, ob wir uns bewegen oder still stehen. Dabei bekommt es Hilfe und Informationen von anderen Körperregionen, wie den Augen und Ohren. 

Für unser Gleichgewichtsgefühl sind vor allem die Ohren zuständig. In ihnen befinden sich schmale knöcherne Gehörgänge, die mit  Endolymphe, einer Flüssigkeit gefüllt sind. Jede kleinste Bewegung unseres Körpers sorgt dafür, dass die Flüssigkeit in Schwingung kommt und Nervenzellen anregt, die wiederum Signale an unser Gehirn weitergeben.  

Wer im Auto zum Buch greift, sorgt dafür, dass die Augen sich auf die Wörter fixieren und einen Stillstand signalisieren. Das Fahrzeug ist dennoch in Bewegung und lässt die Ohrenflüssigkeit hin und her schwappen. Diese beiden unterschiedlichen Informationen verwirren das Gehirn und uns wird schlecht.

Jedoch gibt es auch gewisse Faktoren, die die Reisekrankheit begünstigen. Beispielsweise haben Frauen in der Schwangerschaft oder während ihrer Menstruation öfter damit zu kämpfen. Aber auch Krankheiten wie Migräne oder vor der Reise getrunkener Alkohol können die Übelkeit begünstigen.

Tipps und Tricks gegen Reisekrankheit

Genauso schnell wie die Übelkeit gekommen ist, geht sie meistens auch wieder. Alles was man dafür machen muss: Aus dem Fenster blicken und in die Ferne schauen. Das Auge nimmt wieder Bewegung war, das Gehirn erhält wieder identische Informationen und das flaue Gefühl im Magen lässt nach. Auch eine kurze Pause mit Kontakt zum sicheren und ruhigen Boden kann wahre Wunder bewirken.  

Das könnte Sie auch interessieren