Frage der Woche

Warum sterben Fische nicht, wenn der Blitz ins Wasser einschlägt?

Wenn ein Gewitter aufzieht, heißt es normalerweise: Raus aus dem Wasser! Aber was geschieht mit den Fischen, die im Wasser leben und es nicht verlassen können?

Blitz

© imago/AllCanadaPhotos

Wenn sich ein Gewitter auftut, ist es für uns Menschen im Freibad oder am Badesee besonders gefährlich. Aber gilt das auch für die Tiere, die im Wasser leben? Tatsächlich sind Blitze auch für Fische gefährlich: In der direkten Nähe der Einschlagstelle können sie genauso ums Leben kommen wie wir Menschen.

Untertauchen angesagt

Allerdings kommt das selten vor, denn was Gewitter anbelangt, haben Fische uns Menschen gegenüber einige Vorteile. Zuerst sind sie in der Regel deutlich kleiner als Menschen. Der Spannungsabfall im Körper ist deshalb geringer – und damit wirkt der Schlag nicht so heftig. Natürlich gibt es auch größere Fische, die jedoch meist im Meer leben und dort besser geschützt sind.

Denn Meerwasser leitet elektrische Spannung viel besser als Süßwasser. Es enthält mehr Salze, und sie sind es, die den Strom leiten. Da der Blitz immer dem Weg des geringsten Widerstands folgt, fließt die Energie dann leichter an großen Körpern vorbei. Und: Je tiefer das Gewässer, desto weiter können sich die Fische von der gefährlichen Wasseroberfläche entfernen. Für Fische gilt also bei Gewitter: abtauchen – am besten ganz tief nach unten.

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