Frage der Woche

Warum schlafwandeln Menschen?

Schlafwandler stellen gern verrückte Sachen an. Dabei schlafen sie so fest, dass sie selbst nichts davon mitbekommen. Aber wie kommt es überhaupt dazu, dass Leute nachts umherwandern, ohne es zu merken?

Schlafwandelnder Bär

© Imago/McPhoto

Während die einen durch die Wohnung geistern und wirr daherreden, laufen andere wiederum nackt in den Garten und mähen dort den Rasen. Die Schlafenden selbst bekommen davon aber gar nichts mit. Wie kommt es dazu? Schlafwandeln ist ein instinktiver Vorgang, der sich im Tiefschlaf abspielt. Unbewusste Abläufe im Gehirn sorgen dafür, dass der Schlafwandler während des Schlafs wiederholt Bewegungen ausführt. Oft sitzt er aufrecht im Bett, stammelt wirres Zeug und schläft nach wenigen Minuten weiter. Seltener irrt er durch die Wohnung, oder verlässt sie sogar. Betroffene können sich teilweise orientieren, wissen später aber nichts mehr von ihren Erlebnissen.

Hohes Verletzungsrisiko

Angelockt wird ein Schlafwandler von verschiedenen Lichtquellen, die der Orientierung dienen. Früher war die stärkste Lichtquelle in der Nacht der Mond. Die so genannten „Mondsüchtigen“ kletterten während des Schlafens auf Dächer, Mauern oder Berge, um dem Mondschein näher zu kommen. Doch heute ist der Mond in vielen Wohngegenden nur noch eine unauffällige Lichtquelle. Durch das Fenster scheinende Straßenlaternen oder ein Blinken des Anrufbeantworters können den Schlafwandlern bei der Orientierung helfen. Während ihrer nächtlichen Wanderungen stoßen sie oft auf Gegenstände, stolpern oder fallen hin. Das Verletzungsrisiko, das die Schlafstörung birgt, ist ihre größte Gefahr.

Wie kommt es dazu?

Noch immer wird über mögliche Ursachen des Schlafwandelns diskutiert. Mit Sicherheit spielen Störungen des Biorhythmus eine große Rolle – etwa Schlafmangel, Stress oder andere psychische Überanstrengungs-Symptome. Vor allem Kinder leiden häufig an der Störung, die sich in der Pubertät aber meist von selbst wieder legt. In der Regel sind die Auswirkungen bei Erwachsenen wie bei Kindern harmlos. Setzt die Störung aber erst im Erwachsenenalter ein, nimmt sie oft einen chronischen Verlauf.
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