Frage der Woche

Warum schimmelt Obst?

Egal ob im Kühlschrank oder auf dem Tisch: Wird Obst zu lange aufbewahrt, fängt es an zu schimmeln. Nur, warum?

Schimmel Erdbeeren

© iStock/Dashabelozerova

Eindringlinge von außen

Pilzsporen sind die Keimzellen des Schimmelpilzes. In unterschiedlich starker Konzentration schwirren sie durch die Luft. Obst und viele andere Lebensmittel sind für sie ein günstiger Nährboden. Zunächst lagern sich die Sporen auf der Oberfläche einer Frucht ab. Über Risse und kleinste Öffnungen in der Haut oder Schale gelangen sie dann ins Innere. Sobald die Sporen keimen, bilden sie einen Pilzkörper aus, das sogenannte Myzel. Die Wurzeln der Zellfäden dringen tief in das Obst ein. Dort sondern sie Enzyme ab, welche die Frucht auflösen. So entsteht ein Gemisch aus Wasser, Zucker und Stärke, das dem Schimmel als Nahrung dient.

Als Folge vermehren sich die Pilze schlagartig. Die Frucht wird weiter zersetzt. Auf den Verzehr von verschimmeltem Obst sollte man verzichten: Nicht nur, dass die befallenen Früchte einen muffigen Geschmack im Mund hinterlassen; einige Schimmelpilze bilden auch Gifte, die bei starkem Konsum über längere Zeit sogar krebserregend sein können. Doch nicht alle Schimmelpilze sind schädlich: So werden bestimmte Sorten zur Produktion von Antibiotika oder zur Herstellung von Joghurt und Blauschimmelkäse eingesetzt.

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